Filmhandlung und Hintergrund

Ambitioniertes Erstlingswerk über zwei Eltern im Teenageralter.

Jonas ist 16, ein fleißiger Schüler und sehr beliebt. Doch da taucht eines Tages Vicky auf dem Pausenhof auf. Mit der hübschen 17-Jährigen lief mal was auf einer Party vor ein paar Wochen. Jetzt eröffnet Vicky ihm, dass sie schwanger sei, und nur er komme als Vater in Frage. Damit kann Jonas zunächst überhaupt nicht umgehen, lebt sein Leben wie gehabt weiter. Aber dann, als das Baby da ist, wird der junge Papa neugierig. Langsam nähern sich die drei an. Doch dann mischen sich die Mütter ein und zerstören das junge Familienglück.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr: Nach einer Partyaffäre eröffnet Vicky dem überraschten Jonas, dass sie von ihm schwanger ist. Wie beide Teenager ganz unterschiedlich auf diese existentielle Situation reagieren und wie die junge Mutter den sich sträubenden Vater wider Willen doch noch auf recht charmante Weise von seinem Glück überzeugt, wird in dieser deutschen Produktion unkonventionell und mit viel Gefühl erzählt. Dabei sind es vor allem die sympathischen Jungdarsteller Karoline Teska und Ludwig Trepte, die das Wagnis um Verantwortung und Selbstbestimmung zu einem gelungenen Filmerlebnis machen. So setzt der Film ein aktuelles Thema mit ungewöhnlichen Konstellationen, Humor und guter Beobachtungsgabe bestens um.

      Jurybegründung:

      Den Partyflirt mit der jungen Vicky hat Jonas schon vergessen. Doch als sie ihm eines Tages vor der Schule einen Brief in die Hand drückt, wird dies sein junges Leben entscheidend verändern: Er wird Vater einer Tochter werden, will von dieser zunächst jedoch nichts wissen. Mutig stellt sich Vicky daher nicht nur der Herausforderung, das Kind zu behalten, sondern es auch allein aufzuziehen. Allerdings verbunden mit der vagen Hoffnung, für die kleine Clara doch noch den leiblichen Vater an sich zu binden. Doch in die Lebensplanung des vor dem Abitur stehenden Jonas und seiner Mutter passen diese Absichten so gar nicht. Sicher eine alltägliche Geschichte, aber erfrischend unkonventionell und glaubhaft erzählt.

      Ein gutes Drehbuch mit stimmigen Dialogen und überraschenden Wendungen baut eine schöne innere Spannung auf: Die klugen Annäherungsversuche von Vicky, auch mit dem trefflichen ‚Einsatz‘ ihres Babys und andererseits das Hin- und Hergerissensein von Jonas.

      Dass Vicky durch ihre Lebenserfahrung eine viel reifere Persönlichkeit ist, zeigt auch der Blick in das Familienleben mit ihrer ebenfalls noch jungen und recht unkonventionell lebenden Mutter. Frei nach dem Motto: Unreife Mütter erzeugen reife Töchter. Im schönen Kontrast dazu aber die Beziehung zwischen Jonas und seiner ebenfalls alleinerziehenden Mutter, die das Leben für ihren Sohn schon planmäßig vorzuorganisieren versucht, während dieser aber noch in jungenhaften Attitüden wie Fußballspielen und Motorradfahren mit Schulkumpels verfangen ist.

      Auf welche Weise sich die Geschichte noch zum Guten wendet, ist sympathisch und ermutigend aber auch mit einem Schuss emotionaler Glättung versetzt. Regie und Kamera gehören wie die gute Führung der Darsteller zu den positiven handwerklichen Merkmalen. Die Besetzung ist typgenau und ihr Spiel trefflich.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. Ein Teil von mir: Ambitioniertes Erstlingswerk über zwei Eltern im Teenageralter.

      In seinem ersten abendfüllenden Spielfilm erzählt Christoph Röhl auf einfühlsame Weise von den Schwierigkeiten eines Teenagers mit einer unverhofften Vaterschaft.

      Ein hochaktuelles wie schwieriges Thema packt dffb-Absolvent Christoph Röhl als Regisseur und Co-Autor in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm an. „Ein Teil von mir“ handelt von Jugendlichen, die förmlich über Nacht mit Problemen konfrontiert werden, mit denen zuweilen selbst Erwachsene ihre liebe Not haben: Jonas (Ludwig Trepte) ist 16, ein fleißiger Schüler, bei seinen Klassenkameraden beliebt und auch sonst ein recht umgänglicher Typ. Doch da taucht eines Tages wie aus heiterem Himmel Vicky (Karoline Teska) auf dem Pausenhof auf. Mit der hübschen, selbstbewussten 17-Jährigen lief mal was auf einer Party vor ein paar Wochen. Jetzt eröffnet Vicky ihm, dass sie schwanger sei, und nur er komme als Vater in Frage. Damit kann Jonas überhaupt nicht umgehen, will von Vicky nichts wissen, erzählt niemandem davon, nicht mal seiner Mutter, der ständig abwesenden Nachtschwester Susanne (Lena Stolze), und lebt sein Leben wie gehabt weiter. Aber dann, als das Baby da ist, wird der junge Papa doch neugierig. Er ist von dem kleinen Wesen fasziniert, und auch für die junge Mama, die aus ihrer Situation das beste macht, hegt er so etwas wie Bewunderung. Doch in dem Moment, wo eine Annäherung der Drei möglich erscheint, schließt Jonas‘ Mutter, die inzwischen hinter dessen „kleines“ Geheimnis gekommen ist, mit Vickys Mama einen Pakt: Sie zahlt Unterhalt, dafür wird ihr Sohn aus allem rausgehalten und kann sich voll und ganz auf die Schule konzentrieren.

      Röhls Blick auf eine Generation, die ohne Väter aufwächst - die Mütter der zwei Protagonisten sind beide alleinerziehend - zeichnet sich durch viele atmosphärisch starke Situationen, die ganz ohne Worte auskommen, aus. Untermalt von Hermann Skibbes melancholischem Score wird so auf feinfühlige Weise das Innenleben der beiden jugendlichen Hauptdarsteller nach außen gekehrt. Dabei zeigen Grimme-Preisträger Ludwig Trepte und Karoline Treska (gehörte schon zum erweiterten „Welle“-Ensemble) viel Talent, allerdings stolpern sie zuweilen über die arg konstruierten Dialoge des Autorenteams Röhl und Philippe Longchamp. Etwas irritiert auch, dass die Monate der Schwangerschaft ohne ersichtlichen Zeitsprung komplett ausgespart werden und dass Vickys von Julia Richter gespielte Mutter nur unwesentlich älter wirkt als ihre eigene Tochter. Dafür entschädigen einige sehr schöne Momente in der Kinderdisco zu den Klängen von Farin Urlaubs „Das schöne Mädchen“ und ein Moped-Ausflug von Jonas, der in diesem Augenblick zum ersten Mal so etwas wie Freiheit verspürt. Hier macht auch die Kamera endlich einmal auf, verlässt die engen Gassen und Wohnungen von Halle, das als pittoresker Schauplatz überzeugt. Kinotaugliche Bilder sind jedoch Mangelware in einem ambitionierten Werk, das in der ZDF-Reihe „Das kleine Fernsehspiel“, die als Koproduzentin fungierte, gut aufgehoben ist. lasso.

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