Ein perfekter Mord

   Kinostart: 22.10.1998

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Filmhandlung und Hintergrund

Eiskalter Thriller nach dem Vorbild von Hitchcocks Klassiker "Bei Anruf Mord" mit bestechenden Darstellerleistungen.

Emily betrügt ihren Ehemann, den Börsenmakler Taylor, mit dem Künstler David Shaw. Doch Taylor ist über ihre Affäre und die mysteriöse Vergangenheit von David informiert. Er macht dem Rivalen ein Angebot, das er nicht abschlagen kann: Für 500.000 Dollar soll er Emily töten - ein perfekter Mord. Doch am Abend der Tat läuft nicht alles nach Taylors ausgeklügeltem Plan.

Emily Bradford Taylor, eine Millionenerbin, betrügt ihren lieblosen Gatten Steven, einen erfolgreichen Industriellen, mit dem gutaussehenden Maler David Shaw. Als Steven dies herausfindet, macht er ausgerechnet David das Angebot, die treulose Emily für 500.000 Dollar zu ermorden. Der wegen seiner zwielichtigen Vergangenheit erpreßbare Künstler sagt gezwungenermaßen zu, beauftragt aber einen ehemaligen Knastkumpanen mit der Ausführung der Tat. Doch Emily überlebt den Anschlag…

Eiskalter Thriller nach dem Vorbild von Hitchcocks Klassiker „Bei Anruf Mord“ mit bestechenden Darstellerleistungen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein perfekter Mord: Eiskalter Thriller nach dem Vorbild von Hitchcocks Klassiker "Bei Anruf Mord" mit bestechenden Darstellerleistungen.

    Wartet Hollywood nur lange genug, dann findet sich auch eine neue Generation von Kinogängern, der selbst regelrechte Klassiker kein Begriff mehr sind. Nachdem man bereits mit „Diabolisch“ im vergangenen Jahr ausgetretene Thrillerpfade neu beschritt, so wagt sich jetzt Suspense-Spezialist Andrew Davis („Auf der Flucht“) an ein Remake des Hitchcock-Klassikers „Bei Anruf Mord“ aus dem Jahr 1954 - mit deutlich größerem Erfolg. Er macht aus Hitchs eher unbedeutendem Original einen atmosphärischen Hochglanzkrimi der emotional unterkühlten Art, die Michael Douglas in der Hauptrolle deutlich entgegenkommt.

    Das bedeutet aber auch, daß keine der drei Hauptfiguren - Douglas als mörderischer Börseninvestor (aalglatt wie sein Gordon Gekko in „Wall Street“ oder auch Nicholas Van Orten in „The Game“), Gwyneth Paltrow als seine untreue Ehefrau und Viggo Mortensen als ihr krimineller Liebhaber - die Sympathie des Publikums bedingungslos für sich verbuchen kann. Am ehesten steht man noch auf Seiten Paltrows, wobei man sich im Verlauf der sich zuspitzenden Handlung immer wieder über das Urteilsvermögen der steinreichen und intelligenten Karrierefrau Emily wundern muß. Zu Beginn des Films räkelt sie sich mit dem jungen Maler David Shaw im Bett seines geräumigen Lofts, das mit seinen überdimensionalen Gemälden dekoriert ist. Ihr Mann Stephen Taylor ist ohne ihr Wissen über die Affäre und die ihr ebenfalls unbekannte Vergangenheit ihres Beaus informiert. Taylor macht seinem geldgierigen Rivalen ein Abgebot, das er nicht abschlagen kann: Er bietet 500.000 Dollar für die Ermordung Emilys und keine Anzeige für den Gesuchten bei der Polizei.

    Ein Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf, bei dem schließlich die Rollen vertauscht werden und Kommissar Zufall vielleicht das eine oder andere Mal zu oft bemüht wird, wobei die Existenz von Anrufbeantwortern dem zentralen Plotpunkt, daß Douglas Paltrow mit einem Anruf aus dem Badezimmer in die Hände des Killers locken will, ein wenig den Biß raubt. Eine andere Neuerung steht dem Krimi allerdings gut zu Gesicht: Daß diesmal kein namenloser Killer die Bluttat verrichten soll, sondern ausgerechnet der Mann, mit dem Emily eine Affäre hat, gibt der Geschichte eine willkommene ungewohnte Dimension, die vermutlich auch Hitchcock gefallen hätte.

    Während bewährte Charakterdarsteller wie David Suchet als ermittelnder Polizeibeamter in Nebenrollen verschwendet werden, versteht es das Hauptdarstellertrio, in den exquisit-edlen Dekors eines New Yorks der Reichen und Privilegierten - als hätte Adrian Lyne „Im Auftrag des Teufels“ gedreht - zu glänzen, in dem die alte Weisheit, daß nur der Erfolg hat, der seinem Konkurrenten einen Schritt voraus ist, bis zu ihrer blutigen Konsequenz ausgereizt wird. Kein so großer Wurf wie „Auf der Flucht“, aber nach dem albernen „Außer Kontrolle“ eine willkommene Rückkehr zu alter Stärke für den Genrefuchs Adrew Davis. ara.

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