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Ein Mann sieht rosa

Kinostart: 29.11.2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Komödienhit aus Frankreich, in dem ein Buchhalter seinen Job behält, weil er als Homosexueller angesehen wird.

Der langweilige Buchhalter Pignon arbeitet in einer Kondomfabrik. Als er entlassen werden soll, will er sich vom Balkon stürzen. Doch sein Nachbar hat eine rettenden Idee: eine Fotomontage soll Pignon als Homosexuellen outen. Die gesamte Belegschaft der Kondomfirma glaubt’s: Der Chef nimmt die Kündigung zurück, der Rugby-Trainer schenkt ihm einen rosa Pullover.

Zufällig erfährt der biedere, in einer Kondomfabrik angestellte Buchhalter Pignon, dass er entlassen werden soll. Einem missglückten Selbstmordversuch folgt der pragmatische Rat seines Nachbarn: Pignon soll sich mittels pikanter Fotomontage als homosexuell outen. Wie geplant, gehen alle Kollegen dem Trick auf den Leim und der Chef sieht aus Angst, als intolerant zu gelten, von der Kündigung ab. Sogar der vierschrötige Rugby-Trainer des Betriebs stimmt in das große Einschleimen ein. Nur Pignons Vorgesetzte hat so ihre Zweifel…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Mann sieht rosa: Komödienhit aus Frankreich, in dem ein Buchhalter seinen Job behält, weil er als Homosexueller angesehen wird.

    In Frankreich bereits ein Kassenschlager, ist diese Komödie über politisch korrekte Vorurteile, zweckbedingt geschwindeltes Coming-Out und spießige Schwulen-Klischees vom Spezialisten Francis Véber („Dinner für Spinner“) sogar in der deutschen Synchronisation vergnüglich und unterhaltsam witzig. Die Starbesetzung Daniel Auteuil, Gérard Depardieu und Jean Rochefort dürfte auch bei uns die Mainstreamkomödienfans scharenweise vor die Leinwand locken.

    Francis Veber, der als Drehbuchautor von so legendären Klassikern wie „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ oder auch „Ein Käfig voller Narren“ begann und sich längst einen Namen als Theaterautor geschaffen hat, ist in seinen besten Filmmomenten immer für Überraschungen gut. Das heißt, obwohl man seine Plots von Anfang an zu durchschauen meint, gelingt es ihm, uns Zuschauer im richtigen schlagfertigen Timing zu verblüffen. Diesmal erzählt er eine Geschichte in einem relativ gewagten Milieu, was den Bereich der Gürtellinie anbelangt und gefährlich nah an der Grenze zur schenkelklopfenden Plotte liegt. Die Hauptfigur ist der unauffällig-langweilige Buchhalter Pignon(Idealbesetzung: Auteuil) in einer Kondomfabrik. Per Zufall erfährt er, dass er entlassen werden soll - und schreitet wild entschlossen zu seiner ersten bemerkenswerten Aktion, indem er sich vom Balkon in die Tiefe stürzen will. Sein Rentner-Nachbar (hintersinnig pragmatisch: Michel Aumont) hat rechtzeitig den rettenden und für die Komödiendramaturgie richtigen Einfall: eine heikle Fotomontage soll Pignon als Homosexuellen outen. Die gesamte Belegschaft der Kondomfirma geht diesem Trick auf den Leim. Der Chef (grotesk bis zur Selbstverleugnung: Jean Rochefort) nimmt die geplante Kündigung zurück, weil er nicht als intolerant gelten will. Der plump polternde und ebenso reaktionäre Trainer der betriebseigenen Rugby-Mannschaft (schwerer Brocken am Rande der Knattermimik: Gérard Depardieu) bringt sich fast um vor liebenswürdiger Freundlichkeit gegenüber dem vermeintlichen gesellschaftlichen Außenseiter. Er schenkt ihm sogar einen leuchtend rosa Kaschmirpullover. Die gesamte Firmen-Belegschaft schleimt sich an den kleinen Buchhalter heran, wobei der sich nicht anders verhält als bisher. Nur in den Köpfen der anderen verändert sich etwas, wodurch der Eindruck einer vermeintlichen Wandlung Pignons entsteht. Mit diesen Gedanken-Kombinationen und -Assoziationen geht Véber spielerisch elegant und pointensicher in rhythmischem Ping-Pong-Schlagabtausch um. Dass es ausgerechnet eine Frau ist, nämlich Pignons Vorgesetzte, die ihm auf die Schliche kommt und einem unerbittlichen physischen Test unterzieht, ist eine erfreuliche neue Nuance bei Véber, der bislang nur seinen männlichen Figuren Pfiffigkeiten zugetraut hat. Dafür darf sich Daniel Auteuil bei einer Werbedemonstration ein Kondom auf den Kopf stülpen - wer es drastisch liebt, kommt also auf seine Kosten in dieser sonst wirklich ganz amüsanten Komödie. fh.
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