Filmhandlung und Hintergrund

Highschool-Komödie um Loser, die sich einen umtriebigen "Bodyguard" bestellen.

Kaum sind die drei Freunde Ryan (Troy Gentile), Wade (Nate Hartley) und Emmit (David Dorfman) an ihrer neuen Highschool angekommen, schon werden sie mit der gnadenlosen Hackordnung auf dem Campus vertraut gemacht. Entweder fügen sie sich in das Terrorregime der Schulrowdys, oder sie organisieren sich einen Leibwächter. Per Annonce entscheiden sie sich für den obdachlosen Glücksritter Drillbit Taylor (Owen Wilson), dessen Methoden gebührlich seltsam ausfallen.

Das Komödien-Erfolgsteam Judd Apatow und Seth Rogen, verantwortlich für „Jungfrau (40), männlich, sucht …“ und „Beim ersten Mal„, demonstriert unter der Regie von Steven Brill („Mr. Deeds„) eine unterhaltsame Sicht auf den Schulalltag: Ein schräger Überlebensleitfaden, der zum urkomischen Teen-Abenteuer à la „American Pie“ wird.

Drei Highschool-Nerds organisieren sich zu ihrem Schutz einen persönlichen Leibwächter, der sie mit unkonventionellen Methoden vor den Schulrowdys beschützt. Drillbit Taylor bildet die Jungs in verschiedenen Kampfsportarten aus, während er sich als Lehrer ins Kollegium einschleicht und ihre Englischlehrerin anbaggert.

Ryan, Wade und Emmit sind geborene Verlierer. Um den Demütigungen und Handgreiflichkeiten des fiesen Filkins zu entgehen, will das Trio einen Leibwächter engagieren. Wegen knapper Finanzen erhält gezwungenermaßen der obdachlose ehemalige Army Ranger Drillbit Taylor den Zuschlag. Er schult sie in traditionellen sowie unorthodoxen Selbstverteidigungsmethoden und schleicht sich zudem als Aushilfslehrer an ihrer Schule ein. Dort verliebt er sich in eine kesse Kollegin und gibt Filkins und seinem Kumpel Saures.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Ein Blick auf den Inhalt und man weiß, bei „Drillbit Taylor“ handelt es sich wieder einmal um einen amerikanischen Highschool-Film über amerikanische Highschool-Jungs mit – nicht nur amerikanischen – Highschool-Problemen. Auf der einen Seite stehen dabei die „Freaks“ und „Nerds“, die zu dick oder zu dünn, zu unsicher oder zu intelligent sind (der letzte Typus hat es allerdings nicht in den Film geschafft), auf der anderen Seite die älteren Starken und Coolen, vor denen eigentlich jeder Angst hat, weil sie ihre Machtposition weidlich ausnutzen, gegen die sich aber im Normalfall niemand wehrt, um nicht selbst das nächste Opfer zu werden.

      Vor diesem Hintergrund platzieren nun die Filmemacher ihre neueste Komödie, die allerdings noch einfallsloser inszeniert wurde als die Grundidee vermuten lassen würde. Viel Potential wird zum Beispiel dadurch verschenkt, dass die Obdachlosigkeit Drillbits nur am Rande thematisiert und – obwohl es sich anbieten würde – überhaupt nicht für komische Situationen genutzt wird. Einige wenige Lacher halten die Dialoge bereit, ansonsten funktioniert der Film allenfalls auf der Ebene pubertären Brachialhumors. Der wird aber immerhin so regelmäßig eingestreut, dass „Drillbit Taylor“ kurzweilig genug ist, um den Zuschauer bei der Stange zu halten.

      Was die Darsteller betrifft, ist allenfalls einzuwenden, dass man Alex Frost – alias Filkins – zwar durchaus die Rolle des harmlos dreinblickenden Schulschlägers abnimmt, er psychopathische Charakterzüge aber nur wenig glaubwürdig verkörpert. Warum seine Boshaftigkeit gleich so stark übertrieben werden muss ist eine eher unverständliche Drehbuchentscheidung, da sie der Komödie nichts hinzufügt. Ebenso störend ist, dass mit allen Mitteln versucht wird, aus Drillbit den eigentlichen Mittelpunkt der Handlung zu machen, ohne dass die Geschichte dementsprechend modifiziert würde. Ihm wird das Privileg erteilt, eine Entwicklung zu durchlaufen während Wade, Ryan und Emmit im Lauf der Zeit genau genommen weder mutiger noch klüger werden. Und ihm werden immer wieder Szenen zugeschanzt, die für die erzählte Geschichte nicht notwendig sind.

      Das liegt selbstverständlich an Schauspieler Owen Wilson, dessen Anwesenheit dem Film die nötigen Zuschauer bescheren soll. (Aus keinem anderen Grund wird er auch genötigt, recht sinnfrei seinen bloßen Hintern zur Schau zu stellen.) Und Wilson gibt sich auch tatsächlich große Mühe, das Beste aus seiner fantasielos angelegten Rolle herauszuholen und mit seinem komödiantischen Talent das auszugleichen, was der Handlung fehlt. Auf diese Weise rettet er immerhin genügend Szenen, um den Film vor dem Absturz zu bewahren, zur Rettung des ganzen Films reicht es dann aber doch nicht.

      Fazit: Eine nur stellenweise gelungene Highschool-Komödie, die zumindest teilweise vom komischen Talent Owen Wilsons gerettet wird.
    2. Ein Mann für alle Unfälle: Highschool-Komödie um Loser, die sich einen umtriebigen "Bodyguard" bestellen.

      Ausgelassene Familienkomödie mit Owen Wilson als sympathischem Penner, der von drei Highschool-Kids als Bodyguard angeheuert wird, um sie vor gemeinen Schultyrannen zu beschützen.

      Bei dieser Slapstickkomödie für Schulkinder handelt es sich um eine erneute Zusammenarbeit vom neuen Comedy-King Judd Apatow („Jungfrau (40), männlich, sucht…“) mit Darsteller und Drehbuchautor Seth Rogen. Beschäftigte sich „Beim ersten Mal“ mit den Beziehungsproblemen eines von Rogen gespielten Mannkindes, ging es bei der vulgären Highschool-Komödie „Superbad“, um die Reifeprüfung von Rogens Alter Ego und seiner beiden nerdigen Freunden. Wiederum von Rogen mitverfasst, wird nun quasi (inoffiziell) die Story der gleichen drei Freunde erzählt, die statt am Ende am Beginn ihrer Highschool-Tage stehen. Diesmal heißen die drei gehänselten Losertypen Ryan (Troy Gentile als dicker Krauskopf im Rogen-Part), Wade (Nate Hartley als zartfühlende Bohnenstange) und Emmit (David Dorfman hat leider kein McLovin-Format), die sogleich am ersten Tag an ihrer Highschool vom fiesen Miesling Filkins (Alex Frost, nicht ganz so gemeingefährlich wie in „Elephant“) ins Visier genommen werden. Um seinen ständigen Demütigungen und Handgreiflichkeiten zu entgehen, beschließt das getriezte Trio einen Leibwächter zu engagieren. Eine Montage (die mit ein paar gewieften Cameos sicherlich witziger hätte ausfallen hätte können) eröffnet ihnen, dass Beschützer in Los Angeles eine saftige Gage verlangen, so dass sie sich finanziell gezwungenermaßen für den obdachlosen ehemaligen Army Ranger Drillbit Taylor („Hochzeits-Crasher“ Owen Wilson) entscheiden. Er schult sie in traditionellen sowie unorthodoxen Selbstverteidigungsmethoden, gleichzeitig hat der abgebrannte Herumtreiber es auf Wertgegenstände in den Elternhäusern seiner anfangs recht naiven Schützlinge abgesehen. Um seine Klienten besser im Auge zu behalten, schleicht sich Drillbit zudem als Aushilfslehrer an ihrer Schule ein. Dort verliebt er sich in eine kesse Kollegin (Apatows Angetraute Leslie Mann) und gibt Filkins und seinem Kumpel Saures. Als die Scharade schließlich auffliegt, ist Drillbit längst geläutert. Bevor es jedoch den Happy-End-Segen geben kann, muss er noch ausgiebige Besserungmaßnahmen durchexerzieren.

      Regisseur Steven Brill (die Adam-Sandler-Komödien „Little Nicky“ und „Mr. Deeds“) scheint sich nicht sicher zu sein, wer die erste Geige spielen soll. Zunächst stehen die Kids im Mittelpunkt, die sich ihrer Uncoolheit voll bewusst sind, aber auch eine erstaunliche Gelassenheit an den Tag legen. Gerade Ryan amüsiert als rotziger Rapper und Wade verbucht mit seiner „Harry Potter“-angehauchten Schwärmerei für eine asiatische Klassenkameradin Lacher. Erfreulicherweise erteilt Wilson sich selbst mit seiner gewohnt lässig-lustigen Art und dem gekonnten Timing seiner Dialoge Befehl zum Blödeln und kann der harmlosen Kiddie-Komödie somit mehr Witz verleihen, als bei genauerer Inspektion tatsächlich vorhanden ist. ara.

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