Filmhandlung und Hintergrund

Die Freundschaft eines Jungen zu einem Pelikan bringt den Einwohnern einer abgelegenen Insel kurzfristig unverhofften Geldsegen: Ein Sommerfilm für die ganze Familie.

Auf einer sonnigen Ägäisinsel geht das Leben seinen gemächlichen Gang. Das ändert sich, als der 14jährige Yannis einen winzigen ausgehungerten Pelikan von der Fähre mit nach Hause bringt und ihn vor seinem miesepetrigen Vater versteckt. Aus dem entkräfteten Federbündel wird der wunderschöne große Vogel Nicostratos, der zur Attraktion wird. Die Touristen kommen plötzlich in Scharen, lassen ihr Geld bei den zufriedenen Inselbewohnern. Bis ein Bus Nicostratos rammt und der Traum vom Reichtum ausgeträumt ist.

Die Freundschaft eines Jungen zu einem Pelikan bringt den Einwohnern einer abgelegenen Insel kurzfristig unverhofften Geldsegen. Der gut gelaunte Sommerfilm für die ganze Familie zeigt Griechenland von seiner schönsten Seite.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Auf der griechischen Insel Zora ist die Zeit stehen geblieben. Fernab der Touristenströme geht das Leben der Fischer, Bauern und Priester seinen verträumten Gang, bis ein Junge und sein Pelikan für Aufregung und neue Einnahmequellen sorgen. Die zauberhafte Coming-of-Age-Geschichte des 14-jährigen Yannis (Thibault Le Guellec) verbindet anhand idyllischer Mittelmeerbilder und einer lustigen Tierfigur Spannung mit sonniger Leichtigkeit. Regisseur Olivier Horlait verwendete als Vorlage für sein Spielfilmdebüt "Ein griechischer Sommer" einen Roman von Eric Boisset.

      Durch die Freundschaft zu Nicostratos setzt der aufgeweckte Yannis seine innere Abnabelung vom Vater in Gang. Der Pelikan dient als Katalysator im schwelenden Konflikt des Sohnes mit seinem grimmigen, einsilbigen Vater Demosthenes, der vom serbischen Filmemacher Emir Kusturica gespielt wird. Der Vogel erschließt auch die Insel für den Tourismus und ist der Grund dafür, dass Angeliki (Jade-Rose Parker) aus Athen, die hübsche Nichte des Wirts, Yannis kennen lernen will. Das fröhliche, gewiefte Mädchen und der ernste, kindliche Junge vom Land erleben ihren ersten Sommer zarter Freundschaft.

      Die Erzählung folgt immer der Ungewissheit, in der sich Yannis befindet, wenn er seinen Vogelfreund zu verstecken und zu beschützen versucht. Obwohl sonst nichts Großartigeres passiert, als diesem Jungen auf seinen täglichen Abenteuern folgen zu dürfen, wirkt der Film anregend und spannend bis zum Schluss.

      Der erzählerische Tonfall ist heiter und begleitet die Inselbewohner mit liebevoller Ironie. Eine Hauptrolle spielt die idyllische Insellandschaft mit dem blauen Meer im Hintergrund. Die abgelegene Grotte, die Yannis für seinen Pelikan findet, liegt an einer Steilküste mit hellen Felsen. Dort tauchen Yannis und Angeliki im glasklaren Wasser und lassen die Herzen der Zuschauer, die vom nächsten Sommerurlaub träumen, höher schlagen. Diese nostalgisch angehauchte, verträumte Geschichte umgarnt mit ihrem Charme Erwachsene, die vor solch einer Kulisse gerne wieder in die eigenen Jugendträume oder -erinnerungen eintauchen.

      Fazit: "Ein griechischer Sommer" erzählt die zauberhafte, malerisch gefilmte Coming-of-Age-Geschichte eines Fischerjungen, der sich mit einem Pelikan anfreundet.
    2. Ein griechischer Sommer: Die Freundschaft eines Jungen zu einem Pelikan bringt den Einwohnern einer abgelegenen Insel kurzfristig unverhofften Geldsegen: Ein Sommerfilm für die ganze Familie.

      Die Freundschaft eines Jungen zu einem Pelikan bringt den Einwohnern einer abgelegenen Insel kurzfristig unverhofften Geldsegen.

      Griechenland wird hier mal nicht als Fass ohne Boden und Hort der Korruption geschildert, sondern als sonnige Ägäisinsel, auf der die Bewohner eine ruhige Kugel schieben, in der Taverne bei Ouzo plaudern und der freundliche Pope für moralische Ordnung sorgt. Es gibt höchstens mal ein Stirnrunzeln, wenn wieder ein Touristenschiff ohne anzulegen zur nächsten Insel schippert. Das ändert sich, als der 14jährige Yannis einen winzigen und ausgehungerten Pelikan von der Fähre mit nach Hause bringt und ihn vor seinem miesepetrigen Vater versteckt. Aus dem entkräfteten Federbündel wird der wunderschöne große Vogel Nicostratos, der irgendwann ausbüxt und zur Attraktion wird, Touristen fallen in Scharen ein und zahlen gut gelaunt viel Geld für ein Foto mit dem Tier, der Tavernenbesitzer und seine flotte Nichte aus Athen verdienen bestens und Pelikan-Devotionalien finden reißenden Absatz. Der Euro rollt ganz ohne Rettungsschirm bis ein Bus Nicostratos rammt und der Traum vom Reichtum ausgeträumt ist.

      Urlaubsfeeling pur bietet der Franzose Olivier Horlait und lässt die jetzige Krise hinter sich. Obgleich die Idylle mit nur wenigen Brüchen in der Gegenwart angesiedelt sein soll, existiert nur ein Telefon weit und breit, gucken sich die älteren Bartträger die Augen aus dem Kopf, wenn der weibliche Hauptstadt-Export im knappen Shirt bedient, haben die gemütlichen Kirchenmänner immer noch das Sagen. Alles wirkt charmant aus der Zeit gefallen. Zwar muss Emir Kusturica als gestrenger Vater Schnaps schwarz brennen, um zu überleben, weil der Fischfang nicht mehr viel bringt, aber am Ende reiht er sich ein in die Gutmenschen, auch wenn ihm die laute Fröhlichkeit fehlt. „Ein griechischer Sommer“ ist über weite Strecken familiengerechte Unterhaltung, die niemandem weh tut und den Tourismus für das gebeutelte Land ankurbeln könnte mit glitzerndem Meer bis zum Horizont, bizarren Felsenformationen und urtümlichen und skurrilen Figuren. Auf einen kleinen ironischen Stich verzichtet Horlait aber nicht. Die Nichte arbeitet natürlich schwarz und Quittungen sind unbekannt. Warum? Der clevere Wirt bringt’s auf den Punkt. Warum denn Steuern an den Staat zahlen, ohne zu wissen, was der damit mache? So bleibe das Geld doch in der Familie. Wer möchte ihm da widersprechen? mk.

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