Ein Freund zum Verlieben

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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Freund zum Verlieben: Tragikomisches Beziehungsdrama über den Sorgerechtskampf um den Sohn einer Mittdreißigerin und ihres schwulen besten Freundes.

Yogalehrerin Abbie und der schwule Gärtner Robert sind beste Freunde. Nach einem Alkoholgelage kommt es zur einmaligen sexuellen Begegnung, die prompt zur Schwangerschaft führt. Die Freunde beschließen, das Kind gemeinsam großzuziehen, doch als Abbie sechs Jahre später ihren Traummann kennenlernt, kommt es zwischen den beiden zum Streit über das Sorgerecht für ihren Sohn.

Sie sind nicht nur die dicksten Freunde, sondern haben auch die gleichen Sorgen: Pech in der Liebe und Angst vor der Einsamkeit. So versuchen die Yoga-Lehrerin Abbie und ihr schwuler Vertrauter Robert eines nachts gemeinsam ihre Sorgen zu ertränken, landen dabei zusammen im Bett und zeugen prompt einen Sohn. Sie beschließen, nicht länger dem konformen Glück nachzujagen und das Kind gemeinsam großzuziehen. Die von sexuellen Spannungen befreite Familieneinheit funktioniert wunderbar – bis Abbie ihren Traummann kennenlernt…

Yogalehrerin Abbie und der schwule Gärtner Robert sind beste Freunde. Nach einem Alkoholgelage landen die beiden im Bett und zeugen prompt einen Sohn. Sie beschließen, das Kind gemeinsam großzuziehen. Die Kleinfamilie funktioniert wunderbar – bis Abbie ihren Traummann kennen lernt… Leichte Unterhaltung mit Popstar Madonna.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • 15 Jahre nach ihrer ersten Rolle in „Susan… verzweifelt gesucht“, einiger Kritikerhäme und -lob und einem Golden Globe für ihre Leistung in „Evita“ später, tritt die größte Entertainment-Ikone unserer Tage Madonna einmal mehr vor die Kamera. In John Schlesingers tragikomischen Beziehungsdrama teilt sie sich das Scheinwerferlicht mit ihrem guten Bekannten Rupert Everett, der bereits in „Die Hochzeit meines besten Freudes“ eine fast identische Rolle als homosexueller Freund der Heroine übernahm.

    Schlesingers dezent-zurückhaltend umgesetzte Blick auf ein vermeintlich progressives Beziehungsgeflecht und die resultierenden Schwierigkeiten für alle Beteiligten erinnert an Nicholas Hytners „Liebe in jeder Beziehung“. Dort ging es ebenfalls um die asexuelle Partnerschaft zwischen einer heterosexuellen Frau und einem homosexuellen Mann, der ihr hilft in einem unkonventionellen Arrangement ihr Baby als Vaterersatz großzuziehen. In „Ein Freund zum Verlieben“ wird die Situation allerdings noch etwas verschärft, indem es zu einem einmaligen sexuellen Zusammentreffen zwischen den besten Freunden kommt, aus dem der gemeinsame Nachwuchs resultiert.

    Abbie (Madonna) ist eine attraktive Yogalehrerin Ende 30, die erneut von einer Liebschaft verlassen wird. Sie heult sich bei ihrem besten Freund Robert (Everett) aus. Nach einem ausgelassenen Alkoholgelage kommt es zu besagtem One-Night-Stand. Dies setzt ihrer Freundschaft einen vorübergehenden Dämpfer auf, doch Robert erklärt sich alsbald zum Zusammenleben bereit. Sechs Jahre später: Ihr Sohnemann ist ein niedlicher Kerl, der unangenehme Fragen stellt: Weshalb Mami und Papi nicht in einem gemeinsamen Bett schlafen. Robert ist weiterhin (homo)sexuell aktiv, was der abstinenten Abbie eifersüchtige Stiche versetzt. Schließlich lernt jedoch auch sie mit Investmentbanker Ben (Julia Roberts‘ Pretty Man Benjamin Bratt) ihren Traummann kennen, woraufhin Robert auf die Barrikaden geht. Ein erbitterter Kampf um das Sorgerecht entbrennt.

    Ab diesem Wendepunkt verlagert sich der bislang eher unbeschwerte Erzählton in melodramatische Gefilde, was Madonna und Everett die Chance gibt, ihren Figuren mehr Tiefe zu verleihen. Sollte man sich im Vorfeld eine scharfsinnige Analyse moderner Beziehungs-Befindlichkeiten erhofft haben, wird man enttäuscht. Dieser Film will vor allem unterhalten, leicht, anrührend, mit ein bißchen Charme – und ebenso strahlend hell, wie Los Angeles von den Filmemachern eingefangen wurde. Da mag nicht jeder Gag sitzen, gefällig und augenzwinkernd progressiv ist „Ein Freund zum Verlieben“ doch. Und nicht zuletzt dank der Mitwirkung von Madonna ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gesichert. ara.

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