Eden Lake

  1. Ø 3.7
   2008
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Eden Lake Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Eden Lake: Harter Horrorthriller über verwahrloste Landjugend, die in britischen Wäldern erwachsene Eindringlinge terrorisiert.

Am idyllischen Eden Lake wollen Jenny und Steve ausspannen, doch statt ein romantisches erwartet das Paar ein schauriges Wochenende. Provokationen einiger Jugendlicher eskalieren zur brutalen Gewalt, als der Kampfhund des Anführers getötet wird. Von jetzt an machen die Kids in den Wäldern unerbittlich Jagd auf die Erwachsenen und lassen auch die letzten Grenzen hinter sich, die zwischen Leben und Tod entscheiden.

Die jungen Eheleute Jenny und Steve fahren mit dem Geländewagen hinaus ins Grüne, um beim Camping am See die Seele baumeln zu lassen. Nebenan feiert die örtliche Jugendclique aus dem Dorf und will sich nicht vorschreiben lassen, wie laut sie den Ghettoblaster aufdreht. Es kommt zu Wortgefechten, Pöbeleien, ein Reifen wird zerstochen. Steve fühlt sich persönlich herausgefordert, stellt den Übeltätern nach, und lässt die Situation vollends eskalieren. Jetzt müssen er und Jenny ums nackte Überleben kämpfen.

Ein Ehepaar aus der Stadt gerät mit einer verwahrlosten Dorfjugendclique aneinander. Atmosphärisch dichter Horrorthriller.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eden Lake fängt an als ob die Macher in „Horrorfilme für Anfänger“ schnell nachgelesen hätten, wie man dieses Genre bedient. Ein reizendes junges Pärchen, beide so Übelkeit erregend sympathisch, dass man insgeheim hofft, dass ihre pastellfarbenen Kleidchen bald in Blut getränkt sind.

    Der Film lässt sich aber Zeit bis er zur Sache kommt. Die erste Stunde schlägt ein mäßiges Tempo an, die Charaktere werden langsam aufgebaut. Leider sind sie dadurch nicht minder Klischee beladen.

    Die Kamera fängt die Schönheit der Natur immer wieder mit großer Geduld ein. Sanft streicht sie an den Baumwipfel entlang, als ob wir sie so nie wieder zur Gesicht bekommen würden.

    Und das ist nur zu wahr. Die Warnung auf der Rückseite der Eden Lake Mietshäuser Werbung war keine hohle Klausel. Yuppies sind nicht erwünscht und die Überlebenschancen in diesen Wäldern sind eher dünn gesät.

    Nach diesem Film stellt sich nicht die Frage nach Recht oder Gerechtigkeit. Blutrünstig und morbide werden die Qualen der Hauptdarsteller bis ins kleinste Detail inszeniert. Und Hauptdarstellerin Kelly Reilly wächst nach und nach über sich hinaus.

    Der komplette Film ruht auf den zarten Schultern der Darstellerin und sie meistert ihre Rolle mit Bravour. Spätestens ab der Mitte des Filmes weiß man, dass niemand unschuldig aus dieser Sache heraus kommt. Auch Jenny wird die Wahl irgendwann genommen. Kelly Reilly vermag es der Rolle so viel Leben und Energie einzuhauchen, dass der Film allein durch sie sehenswert wird.

    Und dank des fulminanten Endes, lässt dieser Film niemanden kalt. Zwar ist er nicht für zartere Gemüter gemacht, doch alle anderen werden sehr viel Spaß haben. Kelly Reilly ist die neue Ikone des Horrorfilms – in den letzten Jahren rannte keine so schnell, schaute so entsetzt und versteckte sich so gekonnt wie sie.

    Fazit: Eden Lake nimmt erst langsam Fahrt auf, doch dann entwickelt er sich zu einem brutalen Katz-und-Maus-Spiel, das zu schockieren weiß.
  • In lauschigen Wäldern verbreitet Englands Jugend Terror. Davor warnt der unerbittliche Eröffnungsfilm des diesjährigen Fantasy Filmfests.

    Während die Windsors in ihren Repräsentationspalästen die edle Porzellankollektion aus vergangener Blüte bestaunen, läuft das Volk aus dem Ruder. Als Kampftrinker und Hooligans sind die Briten bereits Weltspitze, jetzt rücken die Kids mit einem gravierenden Gewalt- und Verwahrlosungssyndrom nach. Im Regiedebüt von James Watkins, Horror-geprüfter Drehbuchautor von „Unsichtbare Augen“ und „The Descent 2“, hat das bis jetzt vor allem urban diagnostizierte Problem auch auf das Land übergegriffen. In den ersten beiden Akten ist alles Atmosphäre, wird die im Alltag verwurzelte Bedrohung aufgebaut. Wie in „Beim Sterben ist jeder der Erste“, dessen künstliche Flutungsthematik hier reproduziert wird, wagen sich Städter in abgeschiedene Natur und geraten so ins Beuteschema sozial degenerierter Einheimischer – hier allerdings unterhalb der Volljährigkeitsgrenze. Steve (Michael Fassbender, Edelspartaner in „300“) will seiner Freundin Jennie (Kelly Reilly, Entdeckung aus „Barcelona für ein Jahr“) einen verträumten, aus einem Steinbruch entstandenen See zeigen, bevor die Idylle von Bauherren ruiniert wird. Tatsächlich ist sie das längst, wie das Paar beim Camping schmerzlich feststellen muss. Einige Kids, angeführt von einem cholerischen Schläger mit Kampfhund, provozieren das turtelnde Duo, testen aus, wie weit Steves Beschützerinstinkte gehen. Als der Eindringling das Revier nicht räumt und der Hund sein zorniges Leben aushaucht, kommt es zur Eskalation. Nun machen die Kids Jagd auf die Erwachsenen, bis die letzten Grenzen überschritten werden und Blut auf beiden Seiten fließt.

    „Eden Lake“ ist ein klassischer Chase- und Survivalfilm mit realistischem Kontext, vor allem im brutalen Ausleben und der voyeuristischen Beobachtung von Gewalt. „This Is England“

    resümierte schon Shane Meadows ernüchternd in seinem gleichnamigem Jugenddrama, aus dessen Besetzung einige der jungen Darsteller rekrutiert wurden. Mit Härte und Intensität dehnt „Eden Lake“ Meadows schonungsloses Fazit auf ländliche Kriegszonen aus, führt Kelly Reillys ums Überleben kämpfende Amazone auch äußerlich zu archaischen Wurzeln zurück. Das Ende ist unerbittlich, aber nicht unvermeidbar. Wer in der Fremde schlagende Eltern beobachtet oder vom Navi eindringlich zur Umkehr gemahnt wird, sollte diesen Rat in die Tat umsetzen. kob.

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