Filmhandlung und Hintergrund

Essen als Aphrodisiakum belebt wie in "Bella Martha" die Tragikomödie um Glücksuche, Macht der Liebe und Verlustangst eines Meisterkochs und einer Kellnerin.

In einem kleinen Kurort unterhält Koch Gregor (Josef Ostendorf) eine eingeschworene Gourmet-Gemeinschaft mit seiner „erotischen Cuisine“. Ein Schokoladenkuchen, den er für ihre behinderte Tochter gebacken hat, führt schließlich die Kellnerin Eden (Charlotte Roche) in seine Küche. Die verfällt nicht nur komplett seinen Kochkünsten, sondern wird zu seiner Muse, die ihn zu neuen, nie gewagten Kreationen anspornt. Leider machen beide die Rechnung ohne Edens eifersüchtigen Gatten.

Die hohe Kochkunst boomt nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch in den Kinos, wie neben „Bella Martha“ nun auch diese Tragikomödie von Michael Hofmann („Sophiiiie!„) beweist.

Koch Gregor betreibt in einem verschlafenen Kurort ein kleines Restaurant. Eines Tages lernt er Kellnerin Eden kennen. Ein deren Tochter geschenkter Kuchen mit Pralinen führt Eden nachts in Gregors Küche, man freundet sich an, Eden sitzt von nun an jeden Mittwoch an Gregors Tisch, genießt Speisen, die erotisierende Wirkung haben. Ihr Mann Xaver wird furchtbar eifersüchtig…

Nur ein kleines, exklusives Publikum kommt in den Genuss der „Cucina erotica“ des gemütlichen Gregor, Koch und Restaurantbetreiber im besten Alter. In seinem stillen Kurort im Schwarzwald lernt Gregor eines Tages die unkonventionelle Kellnerin Eden kennen, die sich aufopferungsvoll um ihre Tochter Leonie kümmert, welche unter dem Down-Syndrom leidet. Fortan erfreuen sich der Koch und die Kellnerin gemeinsam an Gregors erotisierenden Speisen, was Edens Mann Xaver allmählich zur Weißglut treibt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eden: Essen als Aphrodisiakum belebt wie in "Bella Martha" die Tragikomödie um Glücksuche, Macht der Liebe und Verlustangst eines Meisterkochs und einer Kellnerin.

    Essen als Aphrodisiakum belebt wie in „Bella Martha“ die Tragikomödie um Glücksuche, Macht der Liebe und Verlustangst eines Meisterkochs und einer Kellnerin.

    Der exzentrische Koch Gregor (Josef Ostendorf) betreibt in einem verschlafenen Kurort im Schwarzwald ein kleines Restaurant, wo er seine „Cucina erotica“ für ausgewähltes Publikum zelebriert. Eines Tages lernt er Kellnerin Eden (Charlotte Roche) kennen, die in einem Familienbetrieb arbeitet und Tochter Leonie, die das Down-Syndrom hat, behütet. Ein Leonie geschenkter Schokoladenkuchen mit Pralinen führt Eden nachts in Gregors Küche, man freundet sich an, Eden sitzt von nun an jeden Mittwoch an Gregors Tisch, genießt sinnliche Speisen, die rauschhaft erotisierende Wirkung haben. Edens Eheleben mit Xaver (Devid Striesow), gescheiterter Anwalt, der Senioren in Tanzen und Schwimmen anleitet, nimmt neuen Aufschwung, Eden wird schwanger. Doch in der Provinz bleibt nichts geheim, Xaver, unnötig eifersüchtig, nimmt eine zarte Umarmung zum Anlass, mit zerstörerischer Gewalt das neue kleine Glück zu zerstören.

    Es geht bergab, doch die sanfte Tragikomödie führt die aufregenden Gefühlswelten und unerwarteten Schicksalsschläge seines Trios spannungsgeladen zu einem Ende mit Hoffnung in Aussicht. Nach der schrillen „Sophiiie!“ (2002) stellt Michael Hofmann mit „Eden“ einen Film vor, in dem Josef Ostendorf einen Chef de cuisine spielt, als wäre er wirklich Küchenmeister. Gregor, asexuelles Koch-Genie und Erzähler der Ballade vom Essen als Aphrodisiakum, wo kulinarische Köstlichkeiten wie Stierhoden oder Cola-Schoko-Soße ins Gaumenparadies führen, ist die männliche Ausgabe von Martina Gedecks „Bella Martha“ und in seiner Körperfülle ideal für die Rolle. Sein sympathisch skurriler Cupido als Küchenchef mit zartester Seele und kluger Augensprache reißt alle mit, ob es Devid Striesow als von Verlustangst getriebener Ehemann ist oder die ehemalige VIVA-Moderatorin Charlotte Roche, deren eigentümlich stoßweise Diktion und Launen gut zu einer Frau passen, die ungewollt Unglück herbeiführt. Ein schöner Kunstgriff von Regisseur und Autor Hofmann liegt in der Wahl eines Kurortes, Inbegriff provinzlerischer Gnadenlosigkeit, als Schauplatz eines Dramas, das den Besucher nach dem Film direkt ins Feinschmeckerlokal treibt. ger.

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