Sein Vorläufer ist der Western, seine Glanzzeit hatte das Genre in den 60er und 70er Jahren in Amerika. Doch auch heute ist die Faszination des Unterwegsseins ungebrochen. KINO.DE präsentiert Meilensteine und Highlights unter den Filmen auf Rädern!

Mit Hund und Auto macht sich Elijah Wood in "Alles ist erleuchtet" auf den Weg Bild: Warner

Immer wieder lockt die Straße – gerade im Kino. Sie ist Symbol für vielerlei Sehnsüchte: Geschwindigkeit, Veränderung, Erkenntnisse. So auch in Liev Schreibers Regiedebüt „Alles ist erleuchtet„. In dem nachdenklichen Drama schickt der Regisseur einen dick bebrillten Elijah Wood auf die Straße – und damit auf eine Reise in die Vergangenheit seiner Familie.

Anhand eines alten Fotos will Jonathan (Wood) eine Frau in der Ukraine aufspüren, die seinem Großvater einst das Leben gerettet hat. Das Unterwegssein wirkt auf den Suchenden dabei wie eine Läuterung: Gegen Ende des Trips hat Jonathan gelernt, nicht mehr nur mit seinen großen Augen, sondern auch mit dem Herzen zu sehen.

Underdogs auf Beutezug durch das provinzielle Amerika: "Bonnie und Clyde" Bild: Neue Visionen

Zwischen Zärtlichkeit und Brutalität

Der klassische Held des Roadmovies ist meist ein Außenseiter, der andere Vorstellungen vom Leben hat als der Rest der Gesellschaft. In „Bonnie und Clyde“ aus dem Jahr 1967 gibt es derer gleich zwei: In Anlehnung an das real existierende Gangsterpaar Bonnie Parker und Clyde Barrow wird die Geschichte vom „guten Verbrecher“ erzählt, der seinen Traum von Freiheit und Unabhängigkeit jenseits der Gesetze auszuleben versucht.

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Dass „Bonnie und Clyde“ als klassisches Roadmovie kein gutes Ende nehmen kann, versteht sich von selbst. Der Trost: Gerade die tragische Todesszene verleiht dem Film seinen Kultcharakter. Die Sekundenbruchteile, in denen Faye Dunaway und Warren Beatty sich einen letzten liebevollen Blick zuwerfen, ehe sie von Maschinengewehrsalven durchsiebt werden, sind in die Filmgeschichte eingegangen.

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