Dylda

Kinostart: 03.10.2019

„Dylda“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Bewegendes Drama um die Kriegserfahrungen zweier Frauen in Leningrad. Die Geschichte zweier Frauen im Leningrad des Jahres 1945 geht unter die Haut, vor allem auch, weil beide Hauptdarstellerinnen fantastisch sind. Der Regisseur aus dem Kaukasus, Kantemir Balagow, kommt aus der Schule von Alexander Sokurow und eröffnete den Certain Regard 2017 mit seinem Debüt „Closeness“ - und zeigte mit dem verstörenden Drama schon...

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bewegendes Drama um die Kriegserfahrungen zweier Frauen in Leningrad.

    Die Geschichte zweier Frauen im Leningrad des Jahres 1945 geht unter die Haut, vor allem auch, weil beide Hauptdarstellerinnen fantastisch sind. Der Regisseur aus dem Kaukasus, Kantemir Balagow, kommt aus der Schule von Alexander Sokurow und eröffnete den Certain Regard 2017 mit seinem Debüt „Closeness“ - und zeigte mit dem verstörenden Drama schon, wo die Reise hingeht. Sein zweiter Film unterstreicht, dass Balagow keine Eintagsfliege ist, sondern ein Name im russischen Gegenwartskino, auf den man achten sollte. In einem Hospital im zerstörten Leningrad arbeitet die hellhäutige Iya, aufgrund ihrer Größe von allen Bohnenstange genannt. Sie leidet immer wieder unter minutenlangen Aussetzern, in denen sie völlig abwesend ist, und in deren Folge das Kind ihrer Freundin Masha, das sie während Mashas Fronteinsatz hüten soll, tragisch zu Tode kommt. Als Masha zurückkehrt, ist sie davon überzeugt, dass nur ein neues Kind sie beide retten, ja heilen kann. Da sie selbst keine Kinder mehr bekommen kann, soll Iya ein Baby austragen. Ein Mann kann da nur rein technisch die Funktion des Erzeugers übernehmen. In einer der stärksten Einstellungen des 137-Minuten-Werks schildert Masha der Mutter eines unbedarften jungen Mannes aus reichem Haus, der sie gegen den Willen der Eltern heiraten will, nüchtern ihren Einsatz an der Front, als Hure für die Soldaten, die Helden. Balagow lässt keinen Zweifel: Der Sieg gegen die Nazis ist zwar erkämpft, aber er hat tiefe Wunden hinterlassen. boe.

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