Filmhandlung und Hintergrund

Drei Freundinnen im Ruhrpott versuchen im Wettlauf gegen ihre Männer an zwei Millionen Mark heranzukommen. Allerdings liegt die "Kohle" 1000 Meter unter der Erde in einem alten Stollen...

Wir befinden uns tief im Westen Deutschlands, mitten im Ruhrgebiet. Ramona und Nuray verlieren ihren Job, ihre Freundin Irmchen erwischt Ehemann Freddy mit einer anderen im Bett. Zudem findet sie in seinen Sachen einen Lageplan für ein Geldversteck und zwei Flugtickets nach Kuba. Der Hintergrund: Freddy und Nurays Gatte Atilla haben unlängst einen Geldtransporter überfallen und die Millionenbeute in der Zeche versteckt. Transporterfahrer Klaus hat der Überfall hingegen seinen Job gekostet - allerdings findet er in Ramona die geeignete Trösterin. Als sich das Damen-Trio schließlich aufmacht, die Beute selbst aus dem Zechenschacht zu bergen, beginnt ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Drei Frauen, ein Plan und die ganz große Kohle: Drei Freundinnen im Ruhrpott versuchen im Wettlauf gegen ihre Männer an zwei Millionen Mark heranzukommen. Allerdings liegt die "Kohle" 1000 Meter unter der Erde in einem alten Stollen...

    Nachdem gerade erst Peter Thorwarth mit „Was nicht passt, wird passend gemacht“ im Kino reüssiert hat, setzen nun auch Objectiv Film und Sat 1 auf den Schauplatz Ruhrgebiet. Anders als Thorwarth und dem Großteil seines Cast, der selbst aus dem „Pott“ stammt, ist „Drei Frauen jedoch überwiegend mit Nicht-Ruhrgebietlern besetzt. Inszeniert hat der Österreicher Reinhard Schwabenitzky.

    Gerade das im Mittelpunkt stehende Trio Elfi Eschke, Tina Ruland und Meral Perin liefert aber eine überzeugende und authentische Darstellung ab. Auch im Bild wird die Atmosphäre des aussterbenden Kohle-Standorts angemessen eingefangen, ohne allzu viele Klischees zu bedienen. Die Fokussierung auf das starke Frauen-Trio dürfte der überwiegend weiblichen Zielgruppe der Sat-1-Movies durchaus entgegenkommen. In humoristischer Hinsicht liefern Schwabenitzky und das Autorengespann Olaf Kraemer/Iris Uhlenbruch solide Kost ab, die auch im turbulenten Finale ohne übertriebenen Klamauk auskommt. Die Geschichte ist zwar weitgehend vorhersehbar, bleibt jedoch über die gesamte Movie-Distanz hinweg unterhaltsam und wohl dosiert spannend.

    Im positiven Gesamtbild fallen einzig die männlichen Hauptfiguren ein wenig ab. Matthias Herrmann gibt zwar einen recht passablen - und sympathischen - romantischen Ex-Geldtransportfahrer, passt aber nicht so recht ins Arbeitermilieu, das der Film suggeriert. Seyfi Ölmez als Nurays Ehemann hat - gerade im Zusammenspiel mit seinem Film-Sohn - einige wirklich witzige Momente, insgesamt ist seine Rolle als türkisch-deutscher Macho-Ehemann allerdings doch zu flach und klischeehaft angelegt. Marco Rima müht sich zu guter Letzt redlich, seinem Freddy durch einen breiten Ruhrgebiets-Dialekt zusätzliche Authentizität zu verleihen, kann jedoch seine schweizerische Herkunft sprachlich nicht immer hunderprozentig verhehlen.

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