Filmhandlung und Hintergrund

Saubere Familienunterhaltung über einen Pferdetrainer und seine Tochter, die ein verletztes Rennpferd wieder aufpäppeln und auf die Siegerstraße führen.

Pferdetrainer Ben Crane (Kurt Russell) hat im Leben manch falsche Entscheidung getroffen und fristet nun sein Dasein mit Frau Lily (Elisabeth Shue) und Tochter Cale (Dakota Fanning) am Hof des arroganten Ranchers Palmer (David Morse). Als dessen bestes Pferd Sonya sich bei einem Rennen, bei dem es nie hätte starten dürfen, das Bein bricht, soll Ben das Tier töten. Ben kündigt darauf den Job und nimmt zur Freude von Cale die lahme Sonya gleich mit. Da taucht ein junger Jockey (Freddy Rodriguez) auf und behauptet, Sonya zum Sieg beim Breeder’s Cup reiten zu können…

Dieses unbefangen sentimentale Farmermärchen für große und kleine Pferderomantiker ist mehr an das Familienpublikum im Landesinneren als an das aus den Küstenmetropolen adressiert.

Pferdetrainer Ben Crane hat schon bessere Tage gesehen und musste die eigene Farm aufgeben. Seither arbeitet er für den arroganten Stallbesitzer Palmer, der auf das Rennpferd Sonador setzt. Als es sich ein Bein bricht, befiehlt er Crane, das Tier zu töten. Seiner Tochter Cale zuliebe weigert sich Crane, kündigt und nimmt Sonador gleich mit. Obwohl ihn selbst der eigene Vater für verrückt erklärt, päppelt Ben das Pferd mit Hilfe von Cale wieder auf – und schickt es als krassen Außenseiter in den Breeder’s Cup.

Weil sich Ben Crane die Bewirtschaftung seines eigenen Gestüts nicht mehr leisten kann, trainiert er die Pferde des überheblichen Stallbesitzers Palmer. Dessen Hoffnungen liegen vor allem auf der jungen Stute Sonya. Als diese sich jedoch ein Bein bricht, verlangt Palmer von Crane, das Tier zu töten. Weil Crane sich nicht zuletzt seiner Tochter Cale zu Liebe weigert, wird er entlassen, darf aber Sonya als Abfindung mitnehmen. Gemeinsam mit Cale päppelt Ben das Tier wieder auf und lässt es als Außenseiter am Breeder’s Cup teilnehmen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. In seinem Regiedebüt singt John Gatins, der auch das Drehbuch schrieb, ein Loblied auf die amerikanische Familie. Die reumütige Wiederbesinnung auf die selbstlose Liebe füreinander lässt eine finanziell gebeutelte Familie wie Phönix aus der Asche steigen. Nicht nur das Pferd heißt Sonador, was auf Spanisch Träumer bedeutet, es geht vor allem um Bens verlorene Fähigkeit, zu träumen. Er muss endlich die Liebe seiner Tochter erkennen und ihr helfen, einen eigenen Traum zu verwirklichen. In den schönsten Momenten von „Dreamer“ freuen sich die Eltern mit der Tochter am Augenblick, obwohl sie den Erfolg für ungewiss halten.

      Die kleine Cale hat es am Anfang ganz schön schwer. Ihr Vater Ben, gespielt von Kurt Russell, lässt das Mädchen meistens links liegen oder empfindet es als störend. Oft schickt er Cale in schroffem Ton einfach aus dem Weg. Dakota Fanning, der neue Kinderstar mit dem introvertierten Blick, spielt Cale als erstaunlich selbstständiges, zwar gehorsames, aber smartes Kind. Leider muss Cale manchmal, etwa bei Verhandlungen mit Geschäftsleuten, schlagfertige Sprüche wie die Erwachsenen klopfen, nur weil sie aus dem Mund eines kleinen Mädchens putzig klingen.

      Bens Wandlung zum bewundernden, gewährenden Vater und wie Cale als Trainerin Fortschritte macht, ja sogar einen verletzten Ex-Jockey dazu bringt, beim Breeders’ Cup reiten zu wollen, das wirkt wie ein amerikanischer Heimatfilm. Nicht nur das Thema Pferderennen und das harte Training für sportlichen Wettkampf sind typische Amerikana, sondern auch der holprige Umgang der Familienmitglieder miteinander: Da geht es um harte Lektionen über Leistung und Anerkennung, die unvermittelt in ein pathetisches Anhimmeln von Werten wie Liebe, Selbstlosigkeit, Glauben kippen.

      In dieses Familiendrama passt auch der verschlossene Großvater mit den heldenhaften Sprüchen, gespielt von Kris Kristofferson. Er ist ein halber Rebell geblieben, ein geheimnisvoller Mythos, der nicht zu viel preisgibt und es gewöhnt ist, sich selbst zu genügen.

      Für ein Publikum außerhalb Amerikas funktioniert „Dreamer“ als Film für junge Pferdenarren. Besonders Mädchen, die gerne reiten und Pferde pflegen, dürften es genießen, wie Cale an ihre Sonya glaubt, sie mit Eis am Stiel verwöhnt und ihr gut zuredet. Wie das Mädchen ihren Vater fragt, was das Pferd ihm sagt, und der Vater Sonya in die Augen sieht, in sich hineinhorcht und erkennt: Das Pferd will zum Wettkampf! Die Szenen aus den Wettkämpfen und dem Training wirken sorgfältig und liebevoll gestaltet.

      Fazit: Ein Film für junge Pferdenärrinnen, die keine Angst vor Tagträumen und vor amerikanischem Pathos haben.
    2. Dreamer - Ein Traum wird wahr: Saubere Familienunterhaltung über einen Pferdetrainer und seine Tochter, die ein verletztes Rennpferd wieder aufpäppeln und auf die Siegerstraße führen.

      Wenn der Begriff „Pferdeoper“ jemals punktgenau saß, dann bei diesem rührenden und rührigen Familiendrama aus der Apfelkuchenidylle des ländlichen Amerika, wo die Heilung und Pflege eines verletzten Rennpferdes eine von einander entfremdete Familie wieder zusammenführt.

      Gleich die ersten Schwenks über das Hinterland eines Amerika fernab der Hektik und Probleme der Metropolen, wo Bilder von nebelschwadenverhangenen Weiden unweigerlich mit schmalzigem Geigengefidel (drückt schamlos auf die Tube: Komponist John Debney) einhergehen, verankern diese von der wahren Geschichte des Rennpferdes Mariah’s Storm aus den 90er Jahren inspirierte Mär über den Triumph des Außenseiters in jenem paradiesischen Amerika, wie es Jerry Bruckheimer in Filmen wie „Gegen jede Regel“ immer wieder gerne zeigt. Oder eben „Dreamer“-Produzent Brian Robbins, der bereits bei „Varsity Blues“ oder „Sie nennen ihn Radio“ durchschimmern ließ, dass sentimentale, allamerikanische David-gegen-Goliath-Geschichten auf seiner Wellenlänge liegen. Hier ermöglicht der Produzent seinem „Coach Carter„-Autor John Gatlins das Regiedebüt, das dieser ohne stilistische oder erzählerische Überraschung, dafür solide und sicher abwickelt. Schneller als man „Seabiscuit“ sagen kann, breitet Gatlins das Szenario aus: Pferdetrainer Ben Crane, der schon bessere Tage gesehen und die eigene Farm aufgeben musste, arbeitet für den arroganten Stallbesitzer Palmer, der auf das Rennpferd Sonador setzt. Als es sich zum Auftakt des Films bei einem Rennen ein Bein bricht, befiehlt er Crane, das Tier zu töten. Seiner Tochter Cale zuliebe weigert sich Crane. Er kündigt und nimmt Sonador gleich mit. Obwohl ihn selbst der eigene Vater für verrückt erklärt, päppelt Ben das Pferd mit Hilfe von Cale wieder auf – und schickt es nach Überwinden der üblichen Widerstände als Außenseiter in den Breeder’s Cup und stellt im Verlauf die angeknacksten Beziehungen zur Tochter und dem Vater wieder her. Das ist von großer filmischer Gefälligkeit und tut gut daran, auf die Darsteller zu vertrauen: Kurt Russell, Kris Kristofferson und die allgegenwärtige Dakota Fanning, die von Entertainment Weekly unlängst zur mächtigsten Schauspielerin Hollywoods erklärt wurde, haben die Routine und das Können, dem nicht allzu frischen Stoff das nötige Leben und die rechte Emotion einzuhauchen, dass man selbst über die groben musikalischen Schnitzer von John Debney hinwegsehen kann. Wer immer noch auf ein Remake von „Der Pferdeflüsterer“ – in Deutschland immerhin von 4,5 Mio. Kinobesuchern gesehen – hofft, kann die Wartezeit mit diesem Stück Amerikana gut überbrücken. deg.

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