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Fakten und Hintergründe zum Film "Dragonball Evolution"

Kino.de Redaktion |

Dragonball Evolution Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktionsnotizen

DRAGONBALL: EVOLUTION ist der sehnlichst erwartete Spielfilm nach den berühmten Mangas von Akira Toriyama, der mit Graphic Novels, Videospielen und einer Fernsehserie sagenhafte Erfolge feierte.

Die Mangas, Spiele und die Serie verleihen dem neuen Film seinen reichhaltigen Mythenschatz und aufregende, vielschichtige Charaktere, die rund um den Erdball schon Millionen von Fans jeden Alters in ihren Bann gezogen haben. Dragonball hat sich als eine der größten Manga-Franchises aller Zeiten etabliert, unterhält eine riesige Fanbasis im Internet und gehört mit zu den meistgesuchten Begriffen bei Google und Yahoo! Allein mit Merchandising setzte dieses weltweite Phänomen schon mehr als vier Milliarden Dollar um.

Dragonball setzte Maßstäbe in Bezug auf den Standard von Videospiel-Umsetzungen und von 25 unterschiedlichen Spielen wurden seit Mai 2002 über zehn Millionen Exemplare verkauft. Die 500 Folgen der TV-Serieerreichten Top- Quoten in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten.

Für den Film DRAGONBALL: EVOLUTION haben sich nun erfahrene Schauspiel-Veteranen mit einer Riege aufstrebender Jungstars vor der Kamera versammelt: Justin Chatwin, der Tom Cruises Sohn in Steven Spielberg WAR OF THE WORLDS („Krieg der Welten“, 2005) darstellte, spielt die Rolle des heldenhaften Goku. Dieser mächtige Krieger schützt die Erde vor einem nicht enden wollenden Ansturm von Bösewichten, die sich die zum Ziel gesetzt haben, die Dragonballs und damit das ganze Universum unter ihre Kontrolle zu bringen.

Emmy Rossum (THE DAY AFTER TOMORROW („The Day After Tomorrow“, 2004)) ist Bulma, eine schöne junge Frau, die ihre eigenen Gründe für die Suche nach den mystischen „Dragonballs“ hat; Jamie Chun („Samurai Girl“, 2008) ist Chi Chi, eine junge Kampfkünstlerin, auf die Goku ein Auge geworfen hat; und Filmlegende Chow Yun- Fat (CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON („Tiger & Dragon“, 2000)) ist Roshi – Gokus Meister, der den jungen Recken auf seinem epischen Feldzug gegen die Mächte der Dunkelheit leitet.

James Marsters („Buffy the Vampire Slayer“ („Buffy – Im Bann der Dämonen“, 1997 – 2003)) ist Lord Piccolo, dessen Wiederkehr womöglich die letzten Tage der Erde einleitet. Das koreanische Multitalent Joon Park ist Yamcha, ein charismatischer „bad boy“, der mit seinem Tun die Reise des Helden vielleicht jäh beenden wird und die beliebte japanische Schauspielerin Eriko (HEROES („Heroes“, 2007)) spielt die Killerin Mai, die mit Piccolo zusammen arbeitet. Ernie Hudson (GHOSTBUSTERS („Ghostbusters“, 1984)) ist Sifu Norris, ebenfalls ein Meister und Zeitgenosse von Roshi; und Randall Duk Kim (THE MATRIX: REVOLUTIONS („Matrix Revolutions“, 2003)) spielt Gokus Großvater Gohan, der mit seinen weisenRatschlägen den jungen Krieger auf die gewaltigen Herausforderungen vorbereitet, die vor ihm liegen.

Viele dieser Darsteller absolvierten ein anstrengendes Training unter der Leitung der herausragenden Stuntmen-Gruppe 87Eleven, die sich für einige der gewaltigsten Action-Szenen der Filmgeschichte verantwortlich zeichnet, zu finden in Filmen wie THE MATRIX („Matrix“, 1999), THE BOURNE SUPREMACY („Die Bourne Verschwörung“, 2004), MR. & MRS. SMITH („Mr. & Mrs. Smith“, 2005) oder 300 („300“, 2007).

DRAGONBALL: EVOLUTION wurde von dem legendären Filmemacher Stephen Chow produziert, dessen bekannteste Filme als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor SHAOLIN SOCCER („Shaolin Kickers“, 2001) und KUNG FU HUSTLE („Kung Fu Hustle“, 2004) – eine einzigartige Verbindung von Kampfkunst, CGI-Effekten und Humor eingingen. Regie führte James Wong, der früher als Ausführender Produzent und Autor bei renommierten Science-Fiction-Serien wie „The X-Files“ („Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“, 1993 – 2002), „Millennium“ („Millennium“, 1999) und „Space: Above and Beyond“ („Space: 2063“, 1995 – 1996) tätig war und bei den Leinwand- Hits FINAL DESTINATION („Final Destination“, 2000) und FINAL DESTINATION 3 („Final Destination 3“, 2005) als Ko-Autor und Regisseur fungierte. Ben Ramsey (LOVE AND A BULLET („Love and a Bullet“, 2002)) verfasste das Drehbuch nach der Manga-Serie Dragonball von Akira Toriyama, die in der Reihe Shonen Jump des Tokioter Verlages Shueisha erscheint.

Gokus Suche, in der es um nicht weniger als das Schicksal unseres Planeten geht, beginnt recht harmlos im Hof des Hauses von Gokus Großvater, wo Gohan dem jungen Mann einige ausgefallene Kampf- Manöverbeibringt. Goku feiert seinen 18. Geburtstag, und Gohans Geschenk für den Enkel besteht aus einem Dragonball, einer kleinen, runden Kugel mit glatter Oberfläche wie bei einer Perle, aus deren Tiefe aber ein milchiges Licht schimmert. Vier Sterne gleiten im Inneren des Balls umher. Es gibt nur sechs weitere Dragonballs, und man erzählt sich, alle sieben zusammen würden dem Besitzer einen besonderen Wunsch erfüllen.

Zur Legende der Dragonballs gehören auch Gokus mysteriöse Vergangenheit – er lernte seine Eltern nie kennen – und die bevorstehende Sonnenfinsternis, die für abergläubische Gemüter das Ende der Welt anzeigt. All diese Geheimnisse will Gohan seinem Enkel bei einem ganz besonderen Geburtstagsdinner, das er für ihn vorbereitet hat, enthüllen.

Doch Goku setzt sich ab, um an einer Party von Chi Chi teilzunehmen, einer Mitschülerin, zu der er sich hingezogen fühlt. Als die beiden gerade dabei sind, einander kennen zu lernen, sorgt zuhause eine dunkle Macht für eine Tragödie – und zwingt Goku, Roshi, Bulma, Yamcha und Chi Chi auf eine wilde Jagd nach den sieben Dragonballs. Diesmal geht es um alles: Goku wird den tödlichsten Feinden der Welt gegenüberstehen und eine Macht namens Ki beherrschen müssen, die der Schlüssel zur Energie des Universums ist – und er wird die Wahrheit erfahren über seine unglaubliche Vergangenheit… und eine unvorstellbare Zukunft.

Es ist nie einfach, eine auf der ganzen Welt von Fans innig geliebte Geschichte zu verfilmen, und so nahm die Umsetzung des Films Jahre in Anspruch, nachdem Twentieth Century Fox sich die Rechte an dem Comic gesichert hatte. Eine Leinwand-Adaption rückte schließlich in greifbare Nähe, als der Filmemacher James Wong, der häufig im Bereich Science Fiction und Fantasy gearbeitet hatte, Interesse an dem Projekt signalisierte. Wong erinnert sich: „Ich las die Mangas, die mein Interesse an dem Thema nachhaltig weckten. Sie machen jede Menge Spaß und entführen uns in eine fantastische Welt mit großartigen Figuren.“

In Anlehnung an den Manga arbeiteten Wong und Drehbuchautor Ben Ramsey an der richtigen Mischung von Action, Humor und interessanten Charakteren. „Wir wollten fantastische Elemente mit einer vertrauten, bekannten Welt verknüpfen“, sagt Wong. Gewaltige Action Szenen, modernste Spezialeffekte und ausgefeilte Kampfsequenzen sollten die Schlüsselelemente von DRAGONBALL: EVOLUTION darstellen, aber es gibt auch bei den einzelnen Figuren viel zu erkunden: Die Hintergründe ihrer Herkunft, ihre individuellen Geschichten und die Beziehungen, die sich zwischen ihnen entwickeln.

„Neben der coolen Action verdankt Dragonball seine Anziehungskraft vor allem der detaillierten Welt, die Akira Toriyama entworfen hat“, sagt Ramsey. „Die übermächtigen Figuren, die diese Welt bewohnen,sind äußerst komplex, aber auch sehr menschlich. Und von Goku, der Hauptfigur, geht ein unerschütterlicher Optimismus aus.“

Die Filmemacher standen vor großen Herausforderungen: Sie mussten eine Geschichte entwickeln, die sowohl den Hardcore-Fans gefallen als auch neue Anhänger gewinnen würde. „Wir beginnen in einer Welt, die sehr bekannt aussieht und führen nach und nach die fantastischen Elemente ein. In der Mitte des Films befinden wir uns dann vollkommen im Dragonball-Universum“, bemerkt Ramsey. „Wenn man aus einem Manga oder einer Zeichentrick-Serie einen Realfilm machen will, dann ist die Darstellung der Wirklichkeit oft eine große Last,“ fährt er fort. „Wenn die Figuren zu Fleisch und Blut werden, dann ändern sich die Regeln, wenn auch nur ein bisschen. Animierte Charaktere können sich einfach mehr erlauben. Beim Schreiben für Schauspieler muss man die Dialoge, die Dynamik der Charaktere und die Action viel stärker nuancieren.“

Ramsey und Wong war klar, das die Charaktere des Mangas und die Ausstattung der Welt, in der sie leben, der Grund für die allgemein große Beliebtheit der Geschichte und das Wichtigste für die Fans in aller Welt sind. „Der Film DRAGONBALL: EVOLUTION spielt wie die Vorlage in einer multikulturellen Gesellschaft der nahen Zukunft. Einer Welt, in der „Vergangenheit und Zukunft eins werden“, sagt Wong, „und wo Ethnisches keine wichtige Rolle mehr spielt.“ Daher war der Casting-Prozess des Films auch, wie Wong es nennt, „farbenblind“. In Los Angeles, New York, Vancouver, London, Hongkong und Japan wurden Casting-Büros eingerichtet – „das dichteste Netz, das wir je ausgeworfen haben, um eine Besetzung zu finden“, bemerkt der Regisseur.

Nach sehr gründlichen, weltweiten Castings ergatterte schließlich Justin Chatwin die Rolle des Goku. Dieser Goku ist ein Schüler, der seine Arglosigkeit und Naivität ablegen und zu einem wahren Helden werden muss. „Diese Figur macht eine großartige Entwicklung durch – vom High School-Freak zum Retter des Planeten“, sagt Wong. „Zunächst ist Goku ein Schüler, der nicht so recht mit seinen Klassenkameraden klar kommt; dann macht er sich auf zu einer unglaublichen Suche.“ Chatwin, der sich viel mit Mythologen wie Joseph Campbell und dessen Schriften über Heldenfiguren befasst hat, war von diesem Konzept der „Heldenreise“ begeistert. „Goku beginnt seine Reise als ganz normaler Teenager, der plötzlich merkt, dass das Schicksal Großes mit ihm vorhat“, sagt Chatwin. „Er wird zu einem Symbol des Guten.“

So faszinierend Gokus Reise auch sein mag und so beeindruckend seine Kampfkünste erscheinen, ebenso großes Augenmerk legte man auf sein… Haar. Die große Anhängerschaft von Dragonball erkennt den Charakter vor allem an seiner einmalig spitz zulaufenden Megatolle. „Das war meine erste Frage an Jimmy Wong“, sagt Chatwin mit einem Lachen. „‘Wie machen wir das mit den Haaren?‘ Es ist unglaublich wichtig, dass selbst die Haare zu Höherem streben!“ (Im Laufe des Films wird Gokus Haar langsam zu dem legendären spitzen Schopf.) Einer der ersten Schritte auf Gokus Reise ist die Suche nach Roshi, einem alten Meister, der Gokus Training vollendet und ihm dabei hilft, die Geheimnisse seiner Vergangenheit zu lüften – und der ihm beim Versuch, die Welt zu retten, zur Seite steht. Roshi ist anders als die klassischen Meister aus Fernost: Er ist von hübschen Frauen und Hawaiihemden angetan. So wie James Wong es sah, kam für diese Rolle nur eine Schauspiellegende in Frage, die die Komplexität dieses Charakters genauso darstellen konnte wie dessen unglaubliche Fähigkeiten. „Wir hatten uns mit der Suche nach Roshi wirklich Großes vorgenommen“, sagt Roshi, „und wir entschieden uns schließlich, Chow Yun-Fat anzusprechen“ – den internationalen Superstar, der in einigen der bahnbrechendsten Action-Filmen auftrat, darunter dem Oscar-Gewinner CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON.

Ganz offensichtlich war Chow rein physisch nicht der Roshi aus dem Manga und der Anime-Serie. Wong erklärt: „Im Manga ist Roshi ein schrulliger, unberechenbarer Alter. Jedenfalls nicht der traditionelle Meister, der hehre Weisheiten von sich gibt.“ Das Magazin People nannte Chow einen der 50 schönsten Menschen der Welt, und die Los Angeles Times bezeichnete ihn als „coolsten Schauspieler der Welt“ – klar, dass kein Make-up und keine Prothesen der Welt ihn in den zierlichen Greis der Mangas würden verwandeln können. Umso härter musste Chow daran arbeiten, dem Geist der Figur gerecht zu werden. „Ich hatte noch nie eine solche Herausforderung zu bewältigen wie die Rolle des Roshi“, sagt der Darsteller. „Er hat so vieles an sich – Humor, Dynamik, Romantik, Gefühl. Trotz seiner außergewöhnlichen Kräfte ist er immer noch witzig und menschlich.“

Zu den zahlreichen Ideen des Schauspielers gehörte auch der Einsatz von grau getönten Kontaktlinsen, die die Entwicklung des grauen Stars andeuten sollten. „Die Linsen sollten Roshi realistischer und bodenständiger erscheinen lassen“, sagt Chow, der vor und während der Dreharbeiten regelmäßig Tai Chi praktizierte.

Das gesamte Team war begeistert vom Dreh mit einer Ikone des Kinos – aber nicht minder begeisterte Chow sie mit seiner Einstellung. Er zog sich zwischen den Szenen nie zur Entspannung in seinen Wohnwagen zurück und ging regelmäßig den Technikern zur Hand. Das Herumschleppen schwerer Kameraausrüstung machte ihn so zum wohl berühmtesten Setarbeiter der Branche. „Chow verließ niemals das Set“, staunt Kameramann Robert McLachlan. „Er war wie ein Teil der Crew.“ Für Chow selbst bedeutete dies keine große Sache. „In Hongkong haben wir es immer so gehandhabt, seit ich meine Karriere beim Fernsehen begonnen habe“, sagt er. „Das Team war winzig, also mussten wir uns gegenseitig helfen, so gut es ging.“

Chow inspirierte alle, vor allem die jüngeren Darsteller wie Justin Chatwin und Jamie Chung. Chung spielt die Hauptrolle in der beliebten Familienserie „Samurai Girl“, die in den USA auf ABC läuft und konnte ihre dort erworbenen Kampfkünste auch in DRAGONBALL: EVOLUTION nutzen. Doch die aufgeweckte, attraktive Schauspielerin brachte weit mehr in ihre Rolle der Chi Chi ein als nur Fitness und Geschicklichkeit. Dem Energiebündel gelang es, beide Seiten ihres Charakters zum Strahlen zu bringen. „Chi Chi ist ein ‚It Girl’ - das beliebteste Mädchen an der Schule“, sagt Chung. „Sie kommt aus einer reichen Familie, so dass viele Erwartungen auf ihr lasten. Aber sie hat noch ein zweites Leben – ein geheimes –, in dem sie ihre Liebe zum Kampf auslebt. Sie mag wie ein Mädchen von nebenan erscheinen, aber wenn sie richtig aufdreht, dann zeigt sie allen, was eine Harke ist!“ Die Beziehung zwischen Chi Chi und Goku entsteht zum Teil auch, weil die beiden sich als Seelenverwandte begreifen. „Chi Chi fühlt sich von Gokus verborgenen Kampfkünsten angezogen“, sagt Chung. „Sie fühlt, dass etwas Besonderes in ihm schlummert, und sie kann es ans Tageslicht bringen.“

Zu den beiden gesellt sich mit Bulma eine weitere schöne Frau, eine Wissenschaftlerin, die in den Mangas als „schlauestes Mädchen der Welt“ bezeichnet wird. Auch im Film ist sie selbstbewusst, konzentriert und intelligent – und entschlossen, stets genau das zu bekommen, was sie will. Und nun will sie den Dragonball zurück, der aus der Firma ihres Vaters entwendet wurde. Ausgerüstet mit einer lasergesteuerten High-Tech-Pistole und einem Dragonball-Suchgerät macht Bulma sich auf die Jagd nach dem Dragonball mit fünf Sternen, von dem sie sich eine unerschöpfliche Energiequelle erwartet – und jede Menge Geld.

Emmy Rossum freute sich auf die Gelegenheit, eine solch vielschichtige Figur zu spielen, deren sture, konfrontative Einstellung sich ändert, nachdem sie Goku und Roshi getroffen hat. „Bulma lernt, dass es im Leben um mehr geht als um ihre eigenen Interessen“, sagt Rossum. „Ihr Charakter in den Mangas und jetzt im Film ist so lebendig, feurig und witzig. Sie ist etwas ganz Besonderes.“ Die Schauspielerin war ebenso glücklich, dass sie das Fahren auf Bulmas Speedster, einem Gefährt, das die Produktion aus einem Harley-Motorrad entwickelt hat, erlernen konnte.

Im Manga ist Bulmas blauer Haarschopf ihr Markenzeichen. Die Filmemacher versuchten sich an unterschiedlichen Methoden, um ihre Farbe und ihr Styling zu treffen – vom Färben über Extensions bis hin zu Haarteilen –, entschieden sich aber schließlich für einen realistischeren Look. Dennoch finden sich im Outfit der Figur immer wieder Spuren von Blau und Purpur.

Auf der Suche nach den Dragonballs müssen Goku, Roshi und Bulma sich ihrem Widersacher Lord Piccolo stellen. Wie schon in der Vorlage ist Piccolo ein komplexer und faszinierender Charakter, der auf seinem Weg sowohl das Böse als auch das Gute repräsentiert. Teil der Mythologie von Dragonball ist es schließlich, dass jeder sich ändern kann, von Gut zu Böse oder umgekehrt. James Marsters, den Millionen von Fans in aller Welt für seine Rolle des Vampirs Spike in den Hit-Serien „Buffy the Vampire Slayer“ und „Angel“ („Angel - Jäger der Finsternis“, 1999 - 2004) lieben, stellt Piccolo im Film dar. Seine Figur ist der Antagonist der Geschichte – „Er ist verbittert, und sein Ziel ist Rache“, wie Marsters es ausdrückt – doch es gibt Hinweise, dass seine Reise auch ein Entwicklungsprozess ist.

Mit Piccolo arbeitet die böse, exotische Schönheit Mai zusammen. Ihre Spezialität ist der tödliche Wurf mit Messern, die „shiruken“ genannt werden. Die japanische Schauspielerin Eriko, die nach ihrer bekannten Rolle in HEROES zu DRAGONBALL: EVOLUTION kam, genoss die Darstellung einer „starken, kompromisslosen Frau auf einer Mission“. James Wong fügt hinzu, dass Eriko der Rolle eine „ganz besondere Qualität und Härte“ gab.

Diese Top-Besetzung wird abgerundet durch Joon Park als Yamcha. Auf der Suche nach dem schnellen Geld setzt er Goku, Roshi und Bulma in der Wüste fest. Schließlich aber kann er überzeugt werden, sich ihnen anzuschließen. Park ist in seinem Heimatland Korea ein Rock-Star, der auch schon mal vor 100.000 kreischenden Fans auftritt – eine Erfahrung, die er in seine Rolle einbringen konnte. „Joon hat alles, was Yamcha benötigt, Charisma natürlich, aber auch eine gewisse Bosheit“, sagt Wong. „Yamcha wirkt sehr schroff, aber er hat ein weiches Herz“, fügt Park hinzu. „Da ist etwas in seiner Vergangenheit, das ihn verletzt hat, und nun driftet er durchs Leben und versucht, auf leichtem Wege an Geld zu kommen.“

Produktion: Action a la Dragenball: Evolution

„Wie können wir Action-Sequenzen gestalten, die anders aussehen und anders wirken als das, was das Publikum schon zur Genüge kennt?“ Das war die erste Frage, die Wong seinem Team stellte, als er begann, sich über die Erwartungen Gedanken zu machen, die all die Fans an eine Verfilmung von Dragonball stellen würden. Die Antworten, die ihm das berühmte Stunt-Team 87Eleven, Kameramann Robert McLachlan und Visual Effects Supervisor Ariel Velasco Shaw gaben, gefielen Wong – und nicht anders wird es den Fans der Serie und allen Action-Liebhabern ergehen.

Velasco Shaw etwa installierte die Geräte, die Wong „Faustkameras“ nennt. Diese kleinen Wunderwerke der Firma Iconix sind so winzig, dass sie auf die Faust eines Darstellers montiert werden können und so die Wucht eines Schlages direkt ins Publikum übertragen. „Wir sehen also quasi die Subjektive einer Faust“, erklärt Wong. Von McLachlan stammte die Idee, neue Hochgeschwindigkeitskameras vom Typ Phantom einzusetzen, um in wichtigen Action-Szenen eine extreme Zeitlupe präsentieren zu können. „Wir haben mit den Phantoms viel ausprobiert und Pionierarbeit geleistet“, sagt McLachlan, der die damals noch experimentelle Methode bei YouTube fand. In dem Video auf YouTube zerplatzte ein Wasserballon, was mit 1000 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet wurde. McLachlan und Wong waren mehr als beeindruckt vom Ergebnis. „Am meisten gestaunt habe ich darüber, wie das Wasser noch in Kugelform verharrte, bevor es in sich zusammen fiel“, erinnert sich Wong.

Konventioneller, dafür aber nicht minder wichtig für die rasante Action waren die Stunts unter der Aufsicht von 87Eleven und den Stunt-Koordinatoren Jonathan Eusebio, Julian Bucio Montemayor und Jared Eddo. Oberste Priorität hatte die Vorbereitung der Darsteller Riege, zu der ein intensives Training der Choreographien ebenso gehörte wie die Gewöhnung an akrobatische Manöver mit umfangreicher Verkabelung. Das Training war gnadenlos: „Wenn die Schauspieler nicht vor der Kamera standen, waren sie beim Üben“, berichtet Eusebio.

Die jungen Darsteller bekamen nicht nur einen individuellen Trainingsplan – es gibt noch nicht mal zwei Figuren, deren Kampfstil identisch wäre –, sondern auch eine Spezialdiät verordnet, mit der Fitness und Ausdauer während der Dreharbeiten aufrechterhalten wurden. Wie es in Dragonball heißt, ist Goku der größte Krieger der Erde. Diesem Erbe stellte sich Justin Chatwin mit großem Ernst. Sechs Wochen vor Drehbeginn begann er mit seinem Ernährungsplan und dem Stunt- und Kampftraining bei 87Eleven, was er beides auch während des Drehs fortsetzte.

„Das pumpte jede Menge Adrenalin durch meinen Körper“ sagt der Schauspieler, der währendseiner Vorbereitungen auch auf Zucker, Weizen und Pasta verzichtete. Mindestens fünf Stunden täglich verbrachte er beim Training, lernte Karate, Kung Fu und eine brasilianische Kampfkunst namens Capoeira, die Bewegungen aus Kampf, Spiel und Tanz verbindet. Für die extremeren Manöver stand Jackson Spidell zur Verfügung. Sein Markenzeichen: Der Sprung in die Luft, dann eine halbe Drehung, und ein gewaltiger Schlag gegen den Feind auf dem Weg nach unten.Chow Yun-Fat erhielt als Roshi einen etwas weicheren Stil, ähnlich wie Tai Chi, der Weisheit und Erfahrung der Figur angepasst. Jamie Chung in der Rolle der jungen, enthusiastischen Kämpferin Chi Chi gehthärter zur Sache mit einem Stil, der an Kickboxen, Karate und Thaiboxen angelehnt ist. Chung mochte vor allem einen Höhepunkt der Geschichte, in dem Chi Chi antritt gegen… Chi Chi (Mai kann ihr Aussehen verändern und verwandelt sich in Chi Chi, um einen Dragonball zu stehlen.) „Ich musste beide Gegnerinnen spielen und die Choreographien von Chi Chi und Mai erlernen“, erinnert sich Chung – wobei letztere Kung Fu praktiziert. Modernste Spezialeffekte, darunter auch Motion Control, veredelten dieses hochkomplexe Duell.

Und welches Training braucht ein Schauspieler, der eines der mächtigsten Wesen des Universums darstellt – Lord Piccolo? James Marsters erzählt, es seien harte Einheiten mit Schlag/Tritt/Block Kombinationen gewesen. „Ich dachte, mein Körper würde jeden Moment auseinander brechen“, sagt der Darsteller mit einem Lachen. „Aber die Trainer wussten genau, wie viel er aushalten würde.“

Eine der Lieblingsszenen des Stunt-Teams war ein früher Trainingskampf zwischen Goku und seinem Großvater Gohan auf einer Wäscheleine – mehrere Meter über dem Boden. „Gohan und Goku kämpfen zwar, aber auf spielerische Weise“, erklärt Stunt Koordinator Jared Eddo. Fünf Männer an den Seilen und eine Stuntcrew von elf Leuten, inklusive Doubles und Sicherheitsexperten, waren an dieser Szene beteiligt. Flaschenzüge und Maschinen sowie die gute alte Muskelkraft erzeugten die Illusion, die Figuren stünden auf der Wäscheleine und mit einer speziellen Takelage konnten wir die Stuntleute und Schauspieler bewegen.“

Ein entscheidender Kampf zwischen Goku und Piccolo im detailliert entworfenen „Drachentempel“ erwies sich als gigantische Schlacht, die zehn Drehtage in Anspruch nahm. Hier wendet Goku seine Spezialaktion „Kame-Hame- Ha“ an, für die er menschliche und übermenschliche Energien heraufbeschwört, um einen vernichtenden Riesenblitz auf seinen Gegner zu schleudern. Für diese Szene mussten sich Justin Chatwin und James Marsters aus einer Höhe von sechs Metern herabstürzen, oder sie scheinen hinter einigen Felsvorsprüngen hervorzuschweben – alles freilich mit der Hilfe von Drähten und Kabeln. Später bekämpfen sie sich in der Luft, was vor einem Green Screen aufgenommen wurde.

Produktion: Das Design

Die Action-Szenen komplettieren mit ihrem einzigartigen Look die Ausstattung und Fotografie des Films. Produktionsdesigner Bruton Jones und seine Berater Richard Holland und Bruce Crone zitieren die Comic- und Serien-Vorlagen und ließen sich ebenso von zahlreichen anderen Stilen beeinflussen, die dem multikulturellen Setting des Films aus Vergangenheit und imaginierter Zukunft entsprangen. Der Drachentempel etwa setzt sich aus architektonischen Stilen Russlands, Japans und Chinas zusammen.

Vor Drehbeginn prüfte Kameramann Robert McLachlan zahlreiche Arten von Filmmaterial, bis er sich für eines von Fuji entschied, das ihm am besten die gesättigten Farben präsentieren konnte, die er sich für den Film vorstellte. Umso intensiver erscheint die Sonnenfinsternis im Film, die in der Geschichte ein böses Zeichen darstellt. „Wir wollten unsere Sonnenfinsternis außergewöhnlich surreal aussehen lassen mit seltsamen, intensiven, rötlichen Farben“, sagt McLachlan.

Ariel Velasco Shaw kümmerte sich um die zahlreichen, mannigfaltigen visuellen Effekte, zu denen auch die Energie Ki gehörte. Die Nutzbarmachung von Ki ist einer der zentralen Punkte fernöstlicher Philosophie, und so verbindet Ki die unglaublichen Geschehnisse in Dragonball mit unserer Wirklichkeit. In der „Luftbiege“-Technik von Ki stößt der Beschwörer die Arme von der Brust ab, lässt so die Luft um sich herum erzittern und schleudert dann die geballte Energie auf seinen Feind. Ki hat eine solche Macht, dass ein geübter Beschwörer damit die Kraft des Universums hervorrufen kann – und seine ultimative Manifestation ist Gokus „Kame-Hame-Ha“.

Velasco Shaw entwarf mit seinem Team mehrere Formen von Ki, die sich nach den jeweiligen Figuren richteten. Das Ki eines Menschen etwa sieht anders aus als das eines Aliens oder einer hybriden Lebensform. Außerdem gibt es ein „jüngeres“ Ki für die jugendlichen Charaktere und ein „älteres“, weiter entwickeltes für Roshi.

Die legendären mystischen Dragonballs wurden ebenfalls vom Spezialeffekte-Team entworfen. „Jeder hatte eine eigene Vorstellung, wie sie aussehen und sich verhalten sollten“, sagt Velasco Shaw. Die Dragonballs, die ihre Existenz modernster CGI-Magie verdanken, strahlen ein geheimnisvolles Leuchten aus, das ihre zahlreichen Fähigkeiten erahnen lässt.

Velasco Shaw war auch für die Entstehung zweier Wesen verantwortlich, die komplett dem Computer entstammen: Das Monstrum Oozaru und die dämonischen Meuchelmörder Fu Lum, deren abgeschlagene Gliedmaßen einfach wieder nachwachsen.

Alec Gillis und Tom Woodruff Jr., die Chefs eines der besten Make-up- und Prothetik-Studios der Branche namens Amalgamated Dynamics Inc. (ADI), entwarfen das Make-up für Lord Piccolo. Die ausgefeilten Prothesen brachte Make-up-Artist Edward French an Lord Piccolos Körper an.

Produktion: Die Drehorte

Die Filmaufnahmen begannen in Mexiko City, wo eine hochmoderne Privatschule als Gokus High School fungierte. Über 100 Schüler wurden als Statisten in den Klassenzimmern, Gängen und Parkplätzen eingesetzt. Die Szene einer Schüler-Party wurde in einem weitläufigen Anwesen in einer exklusiven Wohngegend gedreht, das Elemente der asiatischen und der englischen Tudor-Architektur in sich vereint. Eine weitere Gegend der mexikanischen Hauptstadt wurde zu Paozu City, wo Roshi in seiner Hütte zwischen Wolkenkratzern lebt.

Nach sechs Tagen in Mexiko City zog das Team weiter nach Durango in Mexiko, wo die restlichen Aufnahmen stattfanden. „In Durango gibt es wunderschöne Ecken, wir fanden dort sowohl die hohen Berge als auch die Felsformationen und Wüsteneien, die wir brauchten“, sagt der Ausführende Produzent Tim Van Rellim, der ein Jahrzehnt zuvor schon mit einer Produktion in Durango gearbeitet hatte. In einer neun Hektar großen stillgelegten Jeans-Fabrik schlug das Team seine Zelte auf und errichtete dort Büros, Lagerräume und Garderoben, Bühnen und ein vier Hektar großes Areal im Freien, das für Außenaufnahmen verwendet wurde.

Die hoch aufragenden, einsamen Felsformationen von Mexiquillo wurden zu der geheimen Ausbildungsstätte von Toi San. Über 200 Kampfkünstler aus Durango transportierte man samt ihrer Trainer für eine gewaltige Trainingsszene in das entlegene Gebiet. Das Team fand dort extreme Bedingungen vor, die Temperaturen reichten von einem Grad unter Null in der Morgenkälte bis hin zu knapp 27 Grad am Nachmittag, ab und zu zogen Sandstürme auf. Im weiteren Verlauf der Dreharbeiten funktionierten die Filmemacher ein großes Erholungsgebiet in Durango in die Toi-San-Turnierarena um. Tausend Statisten füllten die Arena und sorgten für jede Menge Jubel.

Los Organos State Park mit seinen spektakulären Felsformationen, die an Orgelpfeifen erinnern, wurde zum Drachentempel, in dem die vielleicht aufregendsten Actionszenen des Films spielen. In riesigen Sanddünen im

Norden von Durango, den „Dunas de Bilbao“ filmte das Team Reiseszenen und die Außenaufnahmen einer Wüstenhöhle in Yamchas Reich.

Aus einem Getreidelager, das im 19. Jahrhundert errichtet worden war, entstand der Marktplatz von Toi San. Zu den neuen architektonischen Elementen, die man hinzufügte, gehörten Verzierungen im nahöstlichen Stil, die sich mit einer Art Flohmarktatmosphäre vermischen sollten.

In der ehemaligen Jeansfabrik bauten die Filmemacher für Innenaufnahmen unter anderem die zweistöckige Baracke von Roshi, eine sechs Meter hohe Höhle, den Innenhof des Tempels von Toi San, Lord Piccolos Genesis Chamber und sein Luftschiff sowie die Sets für Green-Screen-Aufnahmen.

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