Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung zum sympathischen Animationsabenteuer um den Drachenreiter Hicks.

Der aufstrebende Drachenreiter Hicks (im Original Jay Baruchel, im deutschen Daniel Axt) und sein verspielter Drache Ohnezahn sind zurück und stürzen sich in „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ in ein weiteres Abenteuer, bei dem sie auf allerhand weitere sympathische, aber auch gefährliche Drachen treffen.

Die Handlung beginnt fünf Jahre nach den Ereignissen von „Drachenzähmen leicht gemacht“. Die Wikingerinsel Berk und die Drachen leben jetzt zusammen in friedlicher Koexistenz. Hicks Vater und Stammesführer Haudrauf (im Original Gerard Butler) veranstaltet sogar regelmäßig Drachen-Turniere für die jungen Drachenreiter, doch sein Sohn Hicks und dessen Drache Ohnezahn erforschen lieber neue Gebiete des Landes. Die beiden sind ein unzertrennliches Team, das über die Jahre eng zusammengewachsen ist. Bei ihren zahlreichen Erkundungstouren treffen sie auf Drachenjäger von Drago Blutfaust (im Original Djimon Hounsou), die entschlossen Jagd auf besonders seltene Drachenexemplare, wie beispielsweise Nachtschatten Ohnezahn, machen. Doch Hicks und sein Drache treffen nicht nur feindlich gesinnte Charaktere. Ihre beiden Schicksale werden maßgeblich verändert, als sie hoch über den Wolken Bekanntschaft mit Valka (im Original Cate Blanchett) und ihren wilden Drachen machen. Sie hütet bereits seit Jahren ein Geheimnis, dass die gesamte Gemeinschaft der Wikingerinsel Berk schnell in große Gefahr bringt.

Auch „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ basiert lose auf der gleichnamigen Buchreihe von Cressida Cowell, nur das beim zweiten Teil des furiosen Abenteuers nicht mehr der Co-Autor und Co-Regisseur Chris Sanders mit dabei ist, da er sich dem Animationsfilm „Die Croods“ widmete. So meistert Dean DeBlois das Projekt allein und durfte bei der Golden Globe Verleihung 2015 den Preis  als „bester Animationsfilm“ mit nach Hause nehmen.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

4,8
12 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Mindestens genauso gut wie der erste Teil. Auch wenn sich die Stärken und Schwächen im Vergleich zum Vorgänger leicht verschoben haben.
    2. Drachenzähmen leicht gemacht 2: Fortsetzung zum sympathischen Animationsabenteuer um den Drachenreiter Hicks.

      Im Mittelteil seiner DreamWorks-Drachen-Trilogie setzt Dean DeBlois zu Ungunsten von Story und Charakterzeichnung auf Spektakel, Effekt-Zauberei und famose Flugschauen.

      Richtig großes Kino war das, was das Regieduo Dean DeBlois und Christopher Sanders 2010 mit ihrem 3D-Knaller aus dem Hause DreamWorks Animation aus der Taufe gehoben hatte. „Drachenzähmen leicht gemacht“ besaß eine originelle Story, tolle Charaktere und furiose Fabelwesen, die sich akrobatisch-dreidimensional in die Lüfte erhoben. Weil das Ganze auch noch extrem witzig war und technisch auf höchstem Niveau stattfand, gab’s gute Mundpropaganda und immerhin so viel Boxoffice, dass es neben der TV-Serie nun auch mindestens eine Kino-Trilogie geben wird. Der Mittelteil nennt sich der Einfachheit halber „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ und beschäftigt sich mit dem heranwachsenden Helden Hicks, der inzwischen zum Jugendlichen gereift ist und das Herz der furchtlosen Astrid erobert hat. Allerdings möchte Hicks, der seinem Alter angemessen ein Leuchtschwert der Marke „Star Wars“ mit sich führt, immer noch nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und Stammesoberhaupt von Berk werden. Viel lieber jagt er auf seinem getreuen schwarzen Drachen Ohnezahn neuen Abenteuern entgegen. Für DeBlois, der den Regiestuhl nunmehr für sich allein beansprucht, ist die Coming-of-Age-Story aber nur Staffage. Ihm ist das Spektakel wichtiger als die Entwicklung der Figuren. So zeigt er lieber kuriose Drachen-Wettkämpfe, die einem Quidditch-Spiel aus dem Harry Potter-Zyklus ähneln und bei dem Schafe eingefangen und zielgenau in einer Art Basketballkorb ohne Loch versenkt werden müssen. Außerdem inszeniert er ein aus „Troja“ oder auch „300“ entliehenes Schlachtengemälde epischen Ausmaßes, bei dem sich Aberhunderte von Fabeltieren samt ihrer Reiter gegenüberstehen. Das alles geht recht harmlos und unblutig vonstatten, schließlich will die anvisierte Zielgruppe, im Groben sind dies wohl Grundschüler beiderlei Geschlechts und älter, nicht verprellt werden. Für sanftere Momente sorgt die Begegnung mit Hicks‘ verschollen geglaubter Mama, die selbstlos jahrzehntelang in einem Versteck heimatlose Drachen gepflegt und behütet hat. Wieder versöhnt und vereint geht es dann gemeinsam gegen all diejenigen, die ihren feuerspeienden Lieblingen Böses antun wollen. An Schauwerten, 3D-Effekten und fliegenden Kuriositäten hat Teil 2 seinem Vorgänger einiges voraus. Was diesmal fehlt, ist jedoch der eine oder andere auflockernde Oneliner sowie der „menschelnde“ Aspekt, was den ersten Teil so anders, so besonders machte. Statt stringenter Story dominiert die große Show, tricktechnisch perfekt realisiert und somit für alle Drachen-Liebhaber und Digital-3D-Fans ein Genuss. lasso.
      1. Der Animationsfilm "Drachenzähmen leicht gemacht" nach den Kinderbüchern von Cressida Cowell entwickelte sich 2010 zum Publikumsliebling. Aus dem schlaksigen, zum Leidwesen seines starken Vaters völlig sanftmütigen Wikingerjungen Hicks ist nun im Sequel ein junger Mann geworden. Regisseur und Drehbuchautor Dean DeBlois ("Drachenzähmen leicht gemacht", "Lilo & Stitch") inszenierte den zweiten Film der geplanten Trilogie als martialisches Actionspektakel. Hicks versucht sich erneut als Friedensstifter, stößt dabei aber auch auf tragische Weise an seine Grenzen. Die aufregende, rasant geschnittene Handlung mit den vielen Kampfszenen ergibt ein bildgewaltiges 3D-Abenteuer, das besonders Jungen im Grundschulalter schätzen dürften.

        Hicks und seine blonde Freundin Astrid aus dem ersten Teil reiten wie die anderen Bewohner von Berg gerne auf ihren Drachen durch die Lüfte. Die wichtigste neue Menschenfigur des Sequels ist Valka, von der ihr Sohn Hicks offenbar sein Talent im Umgang mit den Drachen geerbt hat. Der Austausch mit der Mutter und das Wiedersehen der Eltern nach 20 Jahren bilden den emotionalen Anker der Geschichte. Für Action sorgt der böse Krieger Drago mit seinem stoßzahnbewehrten Monsterdrachen, der den verspielten, putzigen Ohnezahn nur mit der Kraft seines Blicks umpolt. Aus friedlichen Drachen werden, so erklärt es der Film in Analogie zur Hundehaltung, in der Gewalt schlechter Menschen gefährliche Kampftiere. Der Film wartet mit einer Vielzahl der feuer- oder gefrierendes Wasser speienden Geschöpfe auf, die sich im Dorf Berg und über dem arktischen Eismeer tummeln.

        Die Geschichte wird mit spektakulären 3D-Motiven in Form dynamischer Flug- und Kampfszenen bebildert. Auch die Schauplätze, wie das Eismeer und die tropische Oase, auf der Valka mit ihren Schützlingen lebt, sind interessant gestaltet. Die humorvolle Leichtigkeit wird von der Actionfülle mit ihren furchterregenden Gestalten und Vorkommnissen zurückgedrängt. So bietet das Sequel spannende Unterhaltung, die allerdings weniger charmant und verspielt ausfällt als im ersten Film.

        Fazit: Das turbulente und bildgewaltige Animationsabenteuer "Drachenzähmen leicht gemacht 2" verschiebt den Schwerpunkt vom charmanten Humor des ersten Films zu adrenalinreicher Action mit vielen Kampfszenen.
      2. „Wertvoll”

          Dem Häuptlingssohn Hicks ist es zu verdanken, dass die Bewohner der Wikinger-Insel Berk friedlich mit den gezähmten Drachen zusammenleben. Vor allem Hicks hat in dem Nachtschatten-Drachen Ohnezahn einen treuen Freund und Begleiter gefunden. Als eines Tages die Nachricht das Dorf erreicht, dass der böse Drago Blutdurst auf Kriegspfad ist und eine Drachenarmee formt, entschließt sich Hicks dazu, sich mit Ohnezahn auf die Suche nach Drago zu begeben, um für Frieden zu sorgen. Ein Abenteuer voller Geheimnisse, wilder Drachenkämpfe und großer Überraschungen beginnt. Vier Jahre sind seit dem erfolgreichen ersten Abenteuer des jungen Wikingers Hicks und seinen Drachenfreunden vergangen. Nun wird seine Geschichte als abenteuerlustiger junger Mann, der sich erneut den Regeln seines strengen Vaters widersetzt und zusammen mit seinem Drachen und seiner Freundin Astrid die weite Welt erkundet, weitererzählt. Neben den rasanten Kampfszenen und Verfolgungsjagden werden auch sanfte leise Töne angeschlagen, zum Beispiel in der Begegnung Hicks mit seiner tot geglaubten Mutter. Als Held mit Handicap ist Hicks auch die ideale Identifikationsfigur für junge Zuschauer, die erfahren, dass man nicht perfekt sein muss, um sich im Leben durchsetzen. Jedoch mutig, entschlossen und immer neugierig. Das sind wertvolle Botschaften, die in dieser gelungenen Fortsetzung des Familienabenteuers auf spielerische und schnittige Weise vermittelt werden. Dazu kommt eine Farb- und Figurengestaltung, die kunstvoll eine stimmige Fantasy-Welt imaginiert, in der jedes Fabelwesen ganz natürlich erscheint. Der zweite Teil von DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT ist gelungenes Familienkino, das seine Zuschauer mit Spaß, Action und Abenteuer begeistern wird.

          Jurybegründung:

          Die Drachen sind inzwischen gezähmt, und so beginnt die Fortsetzung von DRACHEN ZÄHMEN LEICHT GEMACHT mit einem Wettkampf, bei dem die jungen Wikinger der Insel Berk auf ihren dressierten Drachen fliegen und versuchen, sich gegenseitig ein markiertes Schaf abzujagen. Dass diese Jagd sehr an das Quidditch Spiel aus den Harry Potter-Geschichten erinnert, ist leicht zu verzeihen, denn in den ersten Minuten des Films wird so ein furioser Flug geboten, bei dem die Effekte ausgiebig ausgestellt werden. Der Häuptlingssohn Hicks ist inzwischen älter geworden, er muss seinem Vater und den Dorfbewohnern nicht mehr beweisen, dass seine Art, mit Herz und Köpfchen Probleme zu lösen, wirkungsvoller ist als die bei den Wikingern sonst üblichen Keilereien. Stattdessen ist schon die Rede davon, dass er zum neuen Häuptling des Dorfes wird, und mit der selbstbewussten Astrid hat er auch eine zukünftige Frau an seiner Seite. Aber dennoch unternimmt er auf seinem schwarzen Drachen Ohnezahn lieber Entdeckungsflüge in unbekannte Welten, die mit einer überschäumenden Fantasie gestaltet sind. Bei der Gestaltung der zerklüfteten Eiswüsten, Endzeitlandschaften und Paradies-Auen reicht die Bandbreite der Zitate von Caspar David Friedrich bis zu japanischen Animees. Außerdem hat jede einzelne Figur einen markanten Charakter, der sowohl durch die Animation wie auch durch das Drehbuch betont wird. Dies gilt sowohl für die Wikinger wie auch für die Drachen, bei denen die Verhaltensweisen von Hunden und Pferden gemischt wurden. So können sie nicht anders als Stöckchen holen und einem Anführer folgen, und ironisch werden die beiden Überdrachen, deren Kampf ein wenig zu martialisch ausgefochten wird, dann auch schlicht Alpha-Tiere genannt. Dies ist nur ein Beispiel für die beachtlichen Qualitäten des Drehbuchs, in dem es zwischen den vielen Flügen, Jagden und Schlachten gelingt, einige erstaunlich ernsthafte Nebengeschichten zu erzählen. So findet Hicks etwa seine totgeglaubte Mutter wieder, die ein bewahrendes Verhältnis zur Natur und den Drachen hat. Eine kleine humanistische Botschaft besteht auch darin, dass Hicks, der im ersten Teil einen Fuß verlor und nun mit einer Prothese ausgestattet ist, als Behinderter ganz selbstverständlich von allen anderen für voll genommen wird. Leider wurde die Synchronisation, nach Ansicht der Jury, nicht mit der gleichen Sorgfalt und Raffinesse produziert wie der Rest des Films.

          Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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