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Down

   Kinostart: 23.05.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Hollywood-Hochglanzversion des Genrehits "Der Lift - Fahrstuhl des Grauens" mit spektakulären Effekten und bösen Späßen.

In einem New Yorker Superhochhaus spinnt der Aufzug in todbringender Weise. Ein Mechaniker und seine investigative Journalistenfreundin stoßen auf eine schaurige Verschwörung. Hollands Genre-Experte Dick Maas („Do Not Disturb„) verpackt seinen eigenen, gut dreißig Jahre alten „Fahrstuhl des Grauens“ in Hollywoods Hochglanzpapier.

Über dem „Millennium Building“, Manhattans neustem und höchstem Wolkenkratzer, liegt ein düsteres Geheimnis: Immer wieder fallen Menschen im Gebäudeinnern dem scheinbar eigenmächtig agierenden Aufzugsystem zum Opfer. Ein Ex-Marine, der nun als Liftmechaniker arbeitet, und eine junge Sensationsreporterin, gehen gemeinsam dem Geschehen auf den Grund.

Im „Millennium Building“, einem frisch errichteten Wolkenkratzer zu New York, gehen seltsame Dinge vor. Ausgerechnet die ausgeklügelte Aufzuganlage, welche die 86 Stockwerke miteinander verbindet, entpuppt sich als pannenanfällig und fordert, von der Hausverwaltung diskret unter den Teppich gekehrt, bald erste Todesopfer. Liftmechaniker Newman kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur und muss, als nur eine Sensationsjournalistin sich für seine Entdeckung zu interessieren scheint, selbst die Initiative ergreifen.

In einem hochmodernen Wolkenkratzer in Manhattan spinnt das Aufzugsystem. Ahnungslose Besucher werden schneller befördert, als ihnen lieb ist. Aufwendiges Remake des 82er-Gruselklassikers „Fahrstuhl des Grauens“ von Dick Maas.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Down: Hollywood-Hochglanzversion des Genrehits "Der Lift - Fahrstuhl des Grauens" mit spektakulären Effekten und bösen Späßen.

    Stürze aus großer Höhe sind ein Running Gag in einem bonbonbunten Horrorfilm über Wolkenkratzer-Eingeweide auf dem Kriegspfad, der das Pech hatte, ausgerechnet in einem Jahr das Licht des Marktes zu erblicken, als Witze über einstürzende Neubauten in den US-Kinos überhaupt nicht gefragt waren.

    Das Leben muss weitergehen. Auch für Hochhaus-Horror der nicht ganz so geschmackssicheren Art. Aber seit wann hätte Horror auch die Aufgabe, den Gaumen zu kitzeln oder Trauerarbeit zu leisten. Der niederländische Filmemacher Dick Maas gehört zu Hollands erster Regiegarde und hat wie seine Landsmannen Verhoeven und De Bont längst ein festes Standbein in der Traumfabrik (wenn auch zwei bis drei Budgetetagen tiefer ). 1982 debütierte Maas in seiner Heimat mit einem aufsehenerregenden, kleinen Schocker namens „Fahrstuhl des Grauens“, in welchem ein computergesteuerter Hochhausaufzug unerquickliches Eigenleben entwickelt und auf so phantasievolle Weisen, wie sie Hochhausaufzügen eben zur Verfügung stehen, nichtsahnende Menschen ins Jenseits befördert. Aufgrund einiger origineller Einfälle, Gespür für Situationskomik und visionärem Gebrauch des Sujets Biotechnik fand der Film damals Beifall auch unter Feuilletonisten, die ansonsten mit farbenprächtigen Enthauptungen und ähnlichen Zutaten des modernen Splatterwesens wenig anzufangen wussten.

    Im Zuge der aktuellen Horrorwelle schien die Zeit für ein Remake gekommen, zumal gewisse Fortschritte im Bereich der Computertechnik nun Effekte und Wolkenkratzer-Montagen möglich macht, von denen Maas 1982 höchstens träumen konnte. Das Hochhaus heißt nun „Millenium Building“, steht natürlich mitten in New York und bietet Platz für 86 Stockwerke. Als die ersten Menschen verschwinden, merkt es nicht einmal jemand, so viele Menschen strömen täglich in den futuristischen Kasten hinein und hinaus. James Marshall, bekannt aus der „Twin Peaks“-Serie, ist Mark Newman, der junge Liftmonteur, dem als erster Unregelmäßigkeiten auffallen, für die sich jedoch außer einer Sensationsjournalistin (Naomi Watts) niemand so recht zu interessieren scheint. Erst, als Menschen vor den Augen anderer Menschen gequetscht, halbiert oder mit 300 Stundenkilometern durchs Hausdach geblasen werden, rücken zwielichtige Experten und schließlich sogar Militär und Präsident („My fellow Americans…“) zur Konfliktbewältigung bzw. großflächigen Vertuschung an. Schließlich handelt es sich um ein Projekt der nationalen Sicherheit, das hier außer Kontrolle geriet.

    Bis auf eine wirklich spektakuläre Szene, in der eine rasende Kamera zwei Rollerbladern auf einer spektakulären Fahrt in den Tod folgt, sind alle Höhepunkte so oder ähnlich bereits aus dem Vorgänger bekannt, und ob die mit Genre-Charakternasen wie Ironside, Hedaya oder Perlman reich bestückte, gleichwohl sonderbar unmotivierte amerikanische Starbesetzung bzw. das zehnfache des Ur-Budgets dem gleichwohl irgendwie altmodisch wirkenden Film gut getan haben, wird unter eingefleischten Horrorfans eher umstritten sein. Ein durch die Kenntnis des Originals nicht weiter vorbelasteter, moderner Trash-Konsument jedoch, der einfach sein legitimes Recht auf Realitätsflucht wahrnimmt und nicht mehr als einen amüsanten Popcorn-Kracher mit schön schwarzem Humor erwartet, der sitzt bei Maas im richtigen Aufzug. ab.

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