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Dovlatov

Kinostart: 17.02.2018

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Filmhandlung und Hintergrund

Drama um einen russischen Künstler, der im Heimatland nicht mehr veröffentlichen darf.

Darsteller und Crew

  • Milan Maric
  • Artur Beschastny
  • Danila Kozlowskj
  • Anton Shagin
  • Helena Sujecka
  • Aleksei German

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dovlatov: Drama um einen russischen Künstler, der im Heimatland nicht mehr veröffentlichen darf.

    Drama um einen russischen Künstler, der im Heimatland nicht mehr veröffentlichen darf.

    Alexei German Jr. nutzt historisch verbürgte Ereignisse, um sehr explizit etwas über die Welt zu erzählen, in der sich der Filmemacher bewegt: Sieben Tage im Jahr 1971 greift German heraus, um aufzuzeigen, in welch erschütternden Verhältnissen der russische Schriftsteller Sergei Dowlatow - und mit ihm viele seiner Kollegen - sich damals befand, als es ihm das Breschnew-Regime untersagte, seine Romane in Russland zu veröffentlichen. Die milchigen, vernebelten Scope-Bilder sehen aus, als hätte man die Luft zum Atmen aus ihnen gesaugt. Immer wieder streift die Kamera in verrauchten Wohnungen an erschöpften, abgekämpften Gesichtern vorbei: Die Künstler treffen sich, sie lesen sich gegenseitig ihre neuesten Gedichte und Texte vor, und sie verzweifeln, weil ein Künstler nichts ist, wenn er seine Kunst nicht anderen Menschen zugänglich machen kann.

    Dowlatow selbst hält sich mit albernen Auftragsarbeiten über Wasser, deren Belanglosigkeit ihm körperliche Pein bereiten. Er leidet unter seiner Scheidung und dass er seine Tochter nur selten sehen kann. Wie alle seine Gleichgesinnten und Freunde - unter ihnen der spätere Nobelpreisträger Brodsky - wird er ausspioniert und bespitzelt. Was soll er machen? Er kann sich dem Regime beugen. Er kann das Land verlassen. Er kann den Freitod wählen. Warum Dowlatow welche Entscheidung trifft, was er in diesen sieben so scheinbar harmlosen, aber doch ereignisreichen Tagen erlebt, das hält Alexei German so unmittelbar fest, als wäre man dabei, als würde man spüren, wie das vergiftete Klima einer ganzen Gesellschaft sich festsetzt in jeder Pore. Natürlich ist es ein Film über das Russland Putins. „Dovlatov“ ist nur das Trojanische Pferd. Am Schluss spricht Dowlatow über eine bereits schwarze Leinwand direkt zu uns. Er redet über Kunst und Hoffnung. Und er meint uns. Jetzt. ts.
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