Double Whammy

  1. Ø 0
   2001
Double Whammy Poster

Filmhandlung und Hintergrund

An einem Tag, der nicht der seine ist, versagt der New Yorker Polizist Ray Pluto kläglich im Einsatz und gerät zum Gespött von Medien und Mitarbeitern gleichermaßen. Zutiefst frustriert harrt der Cop auf eine Gelegenheit, die Sache auszubügeln. Seine Chance kommt, als in direkter Nachbarschaft ein Mordversuch geschieht. Gegen alle Widerstände reißt Pluto den Fall an sich, nur um als nächstes auch noch den letzten Kredit bei Chefs und Kollegen zu verspielen. Dafür lernt er wenigstens eine hübsche Frau kennen.

Ein Cop macht sich zum öffentlichen Gespött und strebt auf verschlungenen Wegen nach Wiederanerkennung. Denis Leary ist der Pechvogel und Liz Hurley die Heilung in dieser heiter-besinnlichen Kriminalkomödie.

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Kritikerrezensionen

  • Eine vielschichtige schlitzohrige Komödie ist Tom DiCillos neuer Film, der wie ein Krimi beginnt, als Psychodramolett so manchen Schabernack treibt und am Ende mit dem befreienden Effekt eines bizarren Cop-Movie aufwartet. Denis Leary hat eine chiropraktische Romanze mit Elizabeth Hurley und Steve Buscemi eine sexuelle Identitätskrise. Ein schräger Film, der es in sich hat für ein cineastisches Publikum mit Sinn für schwarzen Offbeat-Humor.

    Tom DiCillo ist ein eigenwilliger und eigensinniger Filmemacher. Entsprechend sind seine Filme auch keine Schmuseware für Hollywood-Studios mit Mainstream-Interesse. „Double Whammy“, was so viel heißt wie doppelter Schicksalsschlag, erzählt von einem Polizisten (Denis Leary), der extrem viel Pech hat, bevor er sich schließlich einen Zufall zu Nutze macht, sein lädiertes Cop-Image und Selbstachtung wieder herstellen kann. Der Filmtitel mag aber auch symbolisch sein für die nicht gerade kleinen Schwierigkeiten beim Zustandekommen einer Independent-Produktion. Wenn man seine eigenen Ideen konsequent durchsetzen will, ist man nicht nur doppelten, sondern mehrfachen Schicksalsschlägen ausgesetzt. Tom DiCillo hat sie wieder mal überstanden, sein fünfter Spielfilm ist wieder eine originelle, spielerisch verzinkte Paraphrase auf Kinogeschichten und Genres mit Stars, die bewusst gegen ihren Rollentypus besetzt sind. Nichts Böses ahnend sitzt Polizist Ray Pluto eines Tages in einem Fastfood-Restaurant beim Lunch, als ein bewaffneter Gangster mit viel Getöse einen Überfall begeht. Ray zieht die Waffe – und wird im nächsten Moment von bestialischen Rückenschmerzen lahmgelegt. Ein sechsjähriger Junge greift nach dem Revolver hält den Ganoven bis zum Eintreffen der Polizei in Schach und wird zum Medienhelden, Ray zum Loser-Cop. Nach diesem atemberaubenden Anfang spinnt DiCillo die Fäden seiner verschiedenen skurrilen Handlungsstränge zu einem schillernden, reißfesten Kino-Garn. Rays Partner und Freund Jerry (Steve Buscemi), der selbst gerade in panischem Zweifel darüber lebt, ob er homosexuell ist, rät Ray, seine schmerzhaften Rückenprobleme mit einer Chiropraktikerin zu regeln. Dr. Ann Beamer (Elzabeth Hurley) kommt ihm per einrenkender Behandlung physisch nahe und schon bald auch emotional. Ray, der immer noch an dem vor Jahren passierten Unfalltod seiner Frau und Tochter leidet und seitdem seine Zeit am liebsten zu Hause vor dem Fernseher bei Fitness-Shows und dem einen oder anderen Hasch-Pfeifchen verbringt, beginnt allmählich seinen Lebensüberdruss abzubauen. In dem abgewirtschafteten Appartementhaus, in dem er wohnt, gibt es ewig Streit zwischen dem Nachbarn Juan (Luis Guzman) und dessen aufmüpfiger Teenager-Tochter, die schließlich sogar dafür sorgt, dass ihr strenger Vater lebensgefährlich verletzt wird. Und es ist schon fast Tradition, dass DiCillo in seinen Filmen irgendwann einen mehr oder weniger sarkastischen Kommentar über die Erfahrung des Filmemachens abgibt – diesmal sind es zwei im selben Haus wohnende Drehbuchautoren, die verzweifelt versuchen, eine besonders krasse Gewaltszene zu Papier zu bringen und sich dafür Rat bei Cop Ray holen. Für diesen ist das wieder so ein Zufall, durch den sein Leben den entscheidenden Pusch bekommt. Und DiCillo findet für seinen ironischen Film ein strahlend sarkastisches Ende. fh.

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