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TV-Thriller: Eine Pianistin erwacht nach jahrelangem Koma und erkennt allmählich, dass sie das Opfer einer Verschwörung ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dornröschen erwacht: TV-Thriller: Eine Pianistin erwacht nach jahrelangem Koma und erkennt allmählich, dass sie das Opfer einer Verschwörung ist.

    Der Titel täuscht: Wenn Dornröschen im Märchen erwacht, wird alles gut. In diesem intensiv gespielten Psychothriller fangen die Probleme mit der Rückkehr ins Leben erst an.

    Vor drei Jahren fuhr die bekannte Pianistin Juliane Meybaum (Nadja Uhl) mit ihrem Auto gegen einen Baum. Nun ist sie aus dem Koma erwacht; eine Wendung des Schicksals, die nicht alle erfreut. Doch von Juliane droht keine Gefahr: An die zwei Monate, die vor dem Unfall lagen, kann sie sich nicht mehr erinnern. Aber irgendetwas muss damals vorgefallen sein, denn alle verhalten sich merkwürdig: der behandelnde Arzt (Ulrich Tukur), ihr Mann (Misel Maticevic) und selbst ihre beste Freundin (Marie-Lou Sellem). Die Parallelen zu typischen Hitchcock-Plots liegen auf der Hand. Regisseur Elmar Fischer kann sich daher mit Andeutungen begnügen, um seine Zuschauer ins Grübeln zu bringen: Wer würde von Julianes Tod profitieren? Welche Rolle spielt der undurchsichtige Psychiater? Nach dem Unfall hat sich Gatte Stefan zielstrebig nach oben gearbeitet: Das Haus von Julianes Eltern hat er für viel Geld verkauft. Mitbewohnerin im neuen Domizil ist Inga, jene Frau, mit der die Pianistin seit Kindertagen aufs engste befreundet ist. Und dann stellt Juliane fest, dass sie ihren Anteil am ehelichen Vermögen nur erhält, wenn ein psychologisches Gutachten ihre geistige Gesundheit attestiert. Dafür wiederum wäre niemand anderes als Professor Seebaldt zuständig, ihr heutiger Arzt, bei dem sie, wie sie herausfindet, schon vor ihrem Unfall in Behandlung war. Juliane hat nur eine Wahl, um die Wahrheit zu entdecken: Sie muss herausfinden, was damals wirklich passiert ist. Stärker noch als an „Spellbound - Ich kämpfe um dich“ erinnert das erste verfilmte Filmdrehbuch von Martin Douven an „Tod im Spiegel“ (Shattered“, 1990), das Hollywood-Debüt von Wolfgang Petersen. Und doch ist „Dornröschen erwacht“ kein Thriller, sondern eher ein Psychodram. Natürlich ist die Suche nach der Wahrheit der Motor der Handlung, doch Fischer konzentriert sich vor allem auf die um den Arzt ergänzte Dreiecksgeschichte. In der Führung von Darstellern liegt ohnehin seine Stärke: Schon sein Debüt „Fremder Freund“, zusammen mit „Folgeschäden“ nach wie vor einer der besten Filme über die Terrorangst, imponierte vor allem durch das Zusammenspiel der drei Hauptfiguren. Auch sein neuer Film lebt vom Schatten des Zweifels, denn die Möglichkeit, Juliane leide tatsächlich unter einer „paranoiden Störung“, darf man getrost außer acht lassen. tpg.

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