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Dom durakov - La maison de fous

Filmhandlung und Hintergrund

Bizarre Tragikomödie, die in den Wirren des Tschetschenienkriegs in einem von Soldaten eingenommenen Irrenhaus spielt.

Als Soldaten im Tschetschenienkrieg eine psychiatrische Anstalt einnehmen, flieht die Belegschaft - und überlässt die Patienten den Besetzern, die sich in der Klinik einquartiert haben. Eine junge Patientin verliebt sich in einen der Soldaten und verlässt dafür ihren früheren Freund (Bryan Adams).

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dom durakov - La maison de fous: Bizarre Tragikomödie, die in den Wirren des Tschetschenienkriegs in einem von Soldaten eingenommenen Irrenhaus spielt.

    Ein Heim für geistig Behinderte wird für einige Tage zum Kriegsschauplatz. Der Russe Andrei Konchalovsky bewegte am Lido mit einem Drama, bei dem man am Ende nicht weiß, wer verrückter ist, die normalen Soldaten oder die gestörten Insassen des „House of Fools“. Das pralle Stück Kino erhielt in Venedig den Großen Preis der Jury.

    Der Film spielt im wahrsten Sinne des Wortes in einem Irrenhaus nahe den Fronten im Tschetschenien Krieg 1996. Nachdem sich Arzt und Krankenschwestern aus dem Staub gemacht haben, bricht Chaos aus. Die Kranken müssen für sich selbst sorgen und eine Art Ordnung aufstellen. Am liebsten würden sie in die Freiheit fliehen, aber nahe Bombeneinschläge treiben sie wieder ins Haus. Im Mittelpunkt steht die wunderschöne Janna, unsterblich verliebt in Rocker Bryan Adams, der in ihrer Traumwelt sansoweich „Have you ever really loved a woman“ singt. In diese eingebildete Idylle platzen tschetschenische Soldaten, von denen einer im Spaß behauptet, Janna heiraten zu wollen, was Adams „Verlobte“ ganz schön durcheinanderbringt. Soll sie ihrem Barden untreu werden? Sie kann dem Reiz des Hochzeitskleides nicht widerstehen. Doch dann tauchen russische Truppen auf, das einzige was Janna der wilden Sodateska entgegensetzen kann, sind die Rhythmen ihrer Zieh-Harmonika. Laut und bunt ist Konchalovskys Werk, bei dem Schauspieler und geistig Behinderte gemeinsam vor der Kamera stehen. Dröhnend knallt er dem Zuschauer den Wahnwitz eines Krieges um die Ohren, den niemand versteht und in dem jeder gegen jeden kämpft. Zwischen allen Fronten stehen die Heim-Insassen mit ihren manchmal skurrilen Ideen zum Überleben. Immer wieder gelingt es ihnen, dem Tod durch Granaten und Mörser zu entkommen. Und wenn mitten im Getümmel Gaststar Bryan Adams säuselt, ist das eine herrliche Parodie auf den Gegensatz von heiler und realer Welt. Konchalovsky, der den Film mit französischem Geld realisierte, lässt trotz Blut und Tränen die Lebenslust triumphieren. Es wird gefeiert, gesoffen und gefressen wie in besten Zeiten, es gilt jede Sekunde zu genießen, wer weiß, ob es noch eine nächste gibt. Das Schwelgen im Pathos und der Wink mit dem politischen Zaunpfahl sind Programm - einst verteidigten die jetzigen Feinde gemeinsam in Afghanistan die Idee des Kommunismus. Im „House of Fools“ treffen sie wieder aufeinander. Fazit: Die Welt, ein großes Irrenhaus. Eigentlich eine ziemlich präzise Aussage. mk.
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