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Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Es ist müßig zu fragen, ob nun das Gangsterdrama "The Thieves" ("Do-Dook-Deul") oder der Monsterthriller "The Host" der (bislang) erfolgreichste koreanische Film aller Zeiten sei. Zumindest stemmte Regisseur Choi Dong-Hun ("War of Flowers") mit seinem vierten Spielfilm eine Großproduktion, die zunächst ganz nach dem Prinzip der amerikanischen "Oceans"-Filme funktioniert und eine zusammen gewürfelte Gruppe aus zehn eigenwilligen Individuen auf Diebestour schickt, wobei ihre ausgeklügelten Pläne nicht ganz so glatt aufgehen wie geplant. Jenseits der bewährten "Caper Movie"-Formel lässt sich der immense Erfolg gleichsam damit erklären, dass hier gleich zwei Filmmärkte bedient werden, denn das Protagonistenteam besteht paritätisch aus chinesischen und koreanischen Verbrechern. Deren Sprachgemisch lässt eine Synchronisation nicht gerade einfach erscheinen.

      Zu den international bekanntesten Namen innerhalb der Besetzung zählt Johnny Tos Stammschauspieler Simon Yam ("Election"), während man den meisten Jungdarstellern ihre Ex-Modelkarriere ansieht. Das ändert nichts daran, dass hier eine Riege an koreanischen Topstars wie Kim Yun-seok ("The Chaser") gewonnen wurde. Schon allein ihre aus der Popkultur und Werbeindustrie entlehnten Namen wie "Popie" (= Popeye), "Chewingum", "Zampano" oder "Pepsee" lassen erkennen, dass die Charaktere zunächst auf bewährte Typen reduziert wurden. Zumindest wirkt das tragische Schicksal des älteren Gaunerpärchens als interessantester Handlungsstrang, was der Story für kurze Zeit eine tragische Note verleiht, während man von den restlichen verführerischen Amazonen und coolen Typen nicht allzu viel Tiefe erwarten darf.

      Zunächst gilt es jedoch erst, die zehn Profigauner samt Entourage auseinander zu halten. In kurzen Rückblenden erhält man ihre miteinander verwobene Vergangenheit aufgerollt, womit ein Spiel aus alten Rivalitäten, gescheiterten Zielen sowie dem neu aufblühenden Liebesdreieck zwischen Macao Park, Popie und Pepsee losgetreten wird. Auch der Rest der Mannschaft kocht teils sein eigenes Süppchen, während die Gesetzeshüter nicht untätig bleiben, so dass der perfekt geplante High-Tech-Raubzug um den Superdiamanten ein kompliziertes Geflecht aus wechselnden Allianzen und Identitäten in Gang setzt.

      Besonders zu Beginn baut der im Gangsterkino versierte Dong-Hun stark auf glatte, modische Reize, wechselnde Schauplätze, Slapstickhumor, ein wenig Erotik und flotte Action. Schon beim riskanten Coup des Prologs erscheint die Reihung an Cliffhanger-Situationen und halsbrecherischen Stunts wichtiger als jede Glaubwürdigkeit. Im Verlauf des verwickelten Plots spitzen sich Konflikte und Intrigen zu, so dass die Handlung an Dramatik gewinnt und zunehmend die anfängliche Leichtigkeit verliert. Wenn im letzten Drittel erste Verluste zu verzeichnen sind und die Gesetze des asiatischen Actionkinos die Oberhand gewinnen, entfernt sich "The Thieves" weitgehend von der Prämisse einer lockeren Gaunerkomödie.

      Dies wirkt sich durchaus zum Vorteil des Films aus. Neben der finalen Jagd auf die flüchtigen, versprengten Kriminellen erklimmt die kompliziert angelegte Story dank eines schwindelerregenden Zweikampfs auf den Balkonen eines Hochhauses tatsächliche Höhen. Dank der atemberaubenden Leistungen der Choreografen, der Stuntleute und des dynamischen Schnitts gelang eine der eindrucksvollsten Kampfsequenzen des asiatischen Kinos. Dafür verzeiht man dem glamourös angelegten, überlangen Krimi gerne das eine oder andere Klischee.

      Fazit: Während der koreanische Blockbuster "The Thieves" zunächst auf eine unnötig komplizierte Struktur und Oberflächenreize setzt, gewinnen Story und Inszenierung zunehmend an Tempo und Überraschungseffekten
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