Dina - Meine Geschichte

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   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Dina - Meine Geschichte: Ambitioniertes Drama von Ole Bornedal um das mentale und körperliche Erwachen einer in der Kindheit traumatisierten Frau.

Mitte des 18. Jahrhunderts verursacht die kleine Dina (Maria Bonnevie) aus Norwegen einen Unfall, bei dem ihre Mutter ums Leben kommt. Der verstörte Vater gibt sie darauf in die Obhut des Stallknechts, wo sie zu einem wilden Teenager ohne jede Kultur heranreift. Zumindest letzteres ändert sich, als der Vater (Björn Floberg) auf Veranlassung seines Freundes Jacob (Gérard Depardieu) schließlich doch einen Hauslehrer engagiert, der der Wildkatze die Wonnen des Cellospiels nahe bringt. Jacob seinerseits entdeckt tiefere Gefühle für Dina und heiratet sie bald darauf. Alles scheint gut zu gehen, bis Jakob einen fatalen Unfall erleidet.

Für ein zweistelliges Millionenbudget und vor gewaltigen Fjord-Kulissen verfilmte Dänemarks Ole Bornedal („Nightwatch„) den Roman „Dina’s Book“ von Herbjorg Wassmo als fesselndes Melodram mit internationaler Starbesetzung.

Im Norden Norwegens verursacht in der Mitte des 18. Jahrhunderts die kleine Dina einen Unfall, an dessen Folgen ihre Mutter stirbt. Der Vater kann den Anblick seiner Tochter nicht mehr ertragen und so wächst sie unter Obhut der Stallburschen zu einer wilden Kreatur heran, die nicht sprechen und lesen kann. Nach der Intervention eines Freundes stellt der Vater einen Hauslehrer ein, der sie mit Hilfe von Musik zurück in die Zivilisation führt. Sie heiratet einen Freund des Vaters. Als dieser verunglückt, wird sie Herrin über die Besitztümer- ganz zum Missfallen ihrer erwachsenen Stiefsöhne.

Norwegen Mitte des 18. Jahrhunderts. Als Kind verursacht die kleine Dina einen Unfall, an dessen Folgen die Mutter stirbt. Später wächst sie, vom Vater vernachlässigt, unter der Obhut der Stallburschen ohne Schulbildung und emotionale Bindung fast alleine auf. Jahre später erhält Dina auf Drängen eines Freundes des Vaters einen Hauslehrer, der ihr durch die Musik einen Weg zu sich selbst eröffnet. Doch die unangepasste Dina gerät auch weiterhin mit ihrem Umfeld in Konflikt. Am Ende überwirft sie sich als reiche Witwe mit ihren Stiefsöhnen.

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Kritikerrezensionen

  • Was der Däne Ole Bornedal („Nightwatch“) seiner Hauptdarstellerin Maria Bonnevie in dem radikalen Melodram „I Am Dina“ abverlangt, war der Jury in Montréal zu Recht den Hauptdarsteller-Preis wert, den Zuschauern den Publikumspreis. Beim World Filmfestival lief das amibitionierteste Filmprojekt, das je in Skandinavien gedreht wurde, erstmals außerhalb des Heimat, wo ihm der erwartete Erfolg versagt war: Mit etwa 600.000 Zuschauern blieb der für den internationalen Markt produzierte Film weit hinter den Erwartungen zurück.

    Ausgestattet mit einem in jeder Einstellung sichtbaren Budget von 15,9 Mio. Dollar konnte das Drama um das mentale und körperliche Erwachen einer in der Kindheit traumatisierten Frau weder die nordische Kritik noch das Publikum überzeugen. „Elling“ dagegen, auf den heimischen Markt ausgerichtet, erwies sich als norwegischer Film-Exportschlager, der allein in Deutschland, traditionell ein guter Markt für nordische Filme, mehr als 400.000 Besucher lockte.

    Das Skript von Bornedal und Jonas Cornell nach dem Roman „Dina’s Book“ von Herbjorg Wassmo liefert einen bestürzenden Einblick in die deformierte Psyche eines traumatisierten Kindes – und in Folge einer heranwachsenden Persönlichkeit, die ein Leben lang nach ihrer Stellung in der Welt suchen und am Umgang mit den Mitmenschen scheitern wird. Wie soll eine Frau lieben, die als Mädchen verstoßen wurde, vom Vater in die psychische Einzelhaft gezwungen? Dieser zentralen Frage geht der Film nach und bleibt dabei – das ist sein großes Plus – zu jeder Zeit ganz nah an der fulminant aufspielenden Hauptdarstellerin Maria Bonnevie. Gérard Depardieu dagegen scheint in seinem Part als Ehemann vom Sexhunger seiner Frau überfordert, von den schauspielerischen Anforderungen eher unterfordert zu sein. Sein Spiel kommt nicht auf den Punkt, und auch sein britischer Kollege Christopher Eccleston hinterlässt als mysteriöser russischer Reisender und Dinas späterer Liebhaber keinen bleibenden Eindruck. Aus dem skandinavischen Cast liefert allerding Bjorn Floberg als monströse Vaterfigur eine überzeugende Leistung.

    In der Einsamkeit Nord-Norwegens verursacht in der Mitte des 18. Jahrhunderts die kleine Dina im Waschhaus der Familie einen Unfall, an dessen Folgen ihre geliebte Mutter stirbt. Der Vater kann den Anblick seiner Tochter nicht mehr ertragen, die Diener verstecken die Kleine vor ihm. Sie spielt mit dem Stallburschen und wächst zu einer wilden Kreatur heran, die nicht sprechen und lesen kann. Nach der Intervention eines Freundes Jacob (Depardieu) stellt der Vater den Hauslehrer Lurch ein, der sie mit Hilfe der Musik – Dina entbrennt leidenschaftlich fürs Cellospiel – zurück in die Zivilisation führt. Die Beziehung zum Vater bleibt schwierig, Jahre später heiratet sie dessen Jacob. Der wesentlich ältere Mann ist fasziniert von Dinas Wildheit, muss aber bald erkennen, dass ihre Lebens- und Liebeslust seinen Untergang bedeuten könnten.

    Nach einem Unfall ihres Mannes, für den sich Dina verantwortlich fühlt, beendet sie sein Leiden, indem sie ihn, statt ihn ins Hospital zu schaffen, über die Klippen ins Meer stürzt. Jetzt ist sie Herrin über die Besitztümer, was seinen beiden erwachsenen Söhnen nicht gefällt. Dina verführt den Stallburschen, ihren Freund aus Kindertagen, und bringt einen Sohn zur Welt. Erst als sie sich in den Durchreisenden Leo (Eccleston) verliebt, entdeckt sie neue Seiten in ihrer Gefühlsskala.

    Bisweilen überfrachtet das Buch mit einem Zuviel an Information in einer zu kurzen Zeitspanne. Das Timing des Films ist nicht geglückt, der Gesamteindruck ist der eines breit angelegten, aber nicht konsequent zu Ende geführten Kunstwerks. Die großen Emotionen, von denen der Film handelt, verlieren sich zwischen der fantastisch-erdrückenden Landschaft der Fjorde und schneebedeckten Berge. Gedreht on location in Kjerringøy, hinterlassen die grandiose Umgebung und Maria Bonnevies exzellentes Spiel dennoch einen starken Eindruck. boe.

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