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Filmhandlung und Hintergrund

Diese Liebe: Porträt der Altersjahre der 1996 verstorbenen französischen Schriftstellerin Marguerite Duras basierend auf dem gleichnamigen Roman ihres letzten Lebensgefährten.

Yann Andrea (Aymeric Demarigny), Student der Literaturwissenschaften, stolpert eher zufällig über Schriften der Autorin Marguerite Duras (Jeanne Moreau) und ist von ihrer Literatur sofort gebannt. Fortan verschlingt er ihre Werke und schreibt der Duras über fünf Jahre hinweg manchmal täglich mehrere Briefe. Als sich beide schließlich in einem Seebad treffen, können weder der eklatante Altersunterschied noch die absehbar kurze Zeit, die ihr noch verbleibt, das romantische Glück zu zweit verhindern. Beider Bücher aus der gemeinsamen Zeit werden zu internationalen Bestsellern.

Einfühlsames Portrait einer großen und fruchtbaren Beziehung, basierend auf den autobiographischen Erinnerungen Yann Andreas und von Josée Dayan angemessen werktreu in Szene gesetzt.

Yann Andrea entdeckt als Literaturstudent seine Begeisterung für die berühmte Schriftstellerin Marguerite Duras. Er beginnt, der Duras regelmäßig zu schreiben, und als sich beide erstmals begegnen, verlieben sie sich trotz des großen Altersunterschieds. Der Endlichkeit ihrer gemeinsamen Tage bewusst, verbringen sie eine leidenschaftliche Zeit des Lachens, Weinens, Liebens und Redens.

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Kritikerrezensionen

  • Frankreichs Super-Star Jeanne Moreau trumpft auf als die große Literatin Marguerite Duras, die die letzten sechzehn Jahre bis zu ihrem Tod 1996 mit Yann Andrea verbringt, einem jungen, ihr ergebenen Mann. Der Film beruht auf dessen Bericht über die gemeinsame Zeit. Eine einzigartige Liebesgeschichte so einfach und kompliziert wie das Leben selbst.

    Sie zählt zu den größten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts: Marguerite Duras. Starrköpfig und immer sie selbst, scherte sie sich nicht um Regeln oder Moral. Der Student Yann begegnete ihr 1975 zum ersten Mal und bat sie um ihre Adresse. Bis zu fünf Briefe am Tag erhielt die Duras, nach fünf Jahren lud sie ihn nach Trouville ans Meer ein. Beginn ihrer letzten großen Leidenschaft. Josée Dayan erzählt von dieser Liebe in allen Höhen und Tiefen. Die 1914 Geborene ist manchmal unerträglich, egozentrisch und rücksichtslos. Kaum eingezogen, wirft sie den Überraschten hinaus und seine Sachen aus dem Fenster, um ihn am nächsten Tag mit hausgemachter Suppe zu verwöhnen. Ihre literarischen Themen absolute Liebe, Zerstörung und Tod dominieren auch diese schicksalhafte Beziehung. Jeanne Moreau spielt souverän diese Frau zwischen Megäre und Mädchen, in ihrer Fragilität und großer Poesie, ihrem Alkoholismus und scharfem Intellekt. Beide wissen, das Zusammensein ist nicht von Dauer, der Tod gewährt nur einen Aufschub. Sie stehen sich als Seelenverwandte in einem Machtkampf gegenüber, dessen Energie sich in Romanen wie „Der Liebhaber“ kanalisiert. Der Junge gibt der Älteren die Jugend zurück, die Kraft zum Schreiben, den Widerstand gegen das Sterben. Sie diktiert, er tippt, gemeinsam delektieren sie sich an kleinen Fluchten und dem raffinierten Spiel mit Worten. Die Moreau, Ikone der Nouvelle-Vague, verkörpert dieses widersprüchliche Wesen in allen Facetten – mal mit knallrotem Lippenstift und knallroter Weste, mal in unauffälligen Strick-Klamotten. Mal ist sie charmant, zärtlich und liebevoll, dann wieder hart und ungerecht, betrinkt sich bis zur Besinnungslosigkeit mit Côtes du Rhône, stellt Yann bei Freunden bloß, dann wieder zieht sie sich zurück in ihre Einsamkeit, lauscht Hervé Vilards Hit „Capri c’est fini“, eine Schlüsselszene. Beim Refrain „Nie wieder gehen wir dahin, wo du mir gesagt hast, du liebst mich“ möchte man heulen. Da wird Moreaus Gesicht zur Offenbarung, in dem Trauer über verlorene Liebe, die Tränen über erloschene Leidenschaften zu ahnen sind. In „Der Liebhaber“, der Roman, für den Marguerite Duras 1983 den Prix Goncourt erhielt und den Jean-Jacques Annaud verfilmte, äußert ein Mann: „Alle sagen, Sie seien schön gewesen, als Sie jung waren. Ich bin gekommen, Ihnen zu sagen, dass ich Sie heute schöner finde als in Ihrer Jugend. Ich mochte Ihr junges Gesicht weniger als das von heute, das verwüstete“. Jeanne Moreau ist in diesem Meisterwerk wunderschön, ihr Antlitz Spiegelbild eines gelebten Lebens. Wer das Leben liebt, sollte „Diese Liebe“ nicht missen. mk.

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