Die zweite Hälfte der Nacht

Kinostart: 16.03.2006

Filmhandlung und Hintergrund

Verträumt-poetische Turiner Version von „Jules und Jim“, Hommage an Buster Keaton und die Traumwelt des Kinos. Ein Film wie sein italienischer Originaltitel „Nach Mitternacht“, wenn Bilder aus Filmen in die Erzählung übergehen und umgekehrt. Der verträumte Martino, der Buster-Keaton-Filme über alles liebt, arbeitet als Nachtwächter im Filmmuseum und hat sich dort ein Zimmer eingerichtet. Amanda schlägt sich als...

Auf der Flucht vor der Polizei und dem zudringlichen Chef, dessen Libido sie eben erst mit einer Ladung siedendem Öl bremsen musste, landet Amanda (Francesca Inaudi) im nächtlichen Reich des in sich gekehrten Filmvorführers und berufenen Filmfreak Martino (Giorgio Pasotti). Dort, in Martinos eigenwilliger Zauberwelt, fühlt sich Amanda geborgen wie noch nie. Doch Amanda hat selbst einen Lover (Fabio Troiano), und der beobachtet die Annäherung mit gemischten Gefühlen.

Die romantische Ménage à trois-Komödie mit viel Sinn für Cineastenträume wurde von Regisseur Davide Ferrario ins architektonisch reizvolle Turiner Filmmuseum gebettet. Ausgezeichnet mit dem „Caligari-Preis“ bei der Berlinale 2004.

Der verträumte Martino arbeitet als Nachtwächter im Filmmuseum und hat sich dort ein Zimmer eingerichtet. Amanda schlägt sich als Fast-Food-Verkäuferin und ihr Freund Angelo als Dieb aus der Vorstadt durch. Als Amanda ihren Job verliert, findet sie durch Zufall bei Martino Aufnahme und lässt sich vom Zauber der kinomagischen Räume verführen. Sie schläft mit dem scheuen Martino und kehrt nach zwei Tagen verändert zu Angelo zurück. Die Männer wollen, dass sie sich zwischen ihnen entscheidet. Amanda will beide.

Bilderstrecke starten(6 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Die zweite Hälfte der Nacht

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Verträumt-poetische Turiner Version von „Jules und Jim“, Hommage an Buster Keaton und die Traumwelt des Kinos.

    Ein Film wie sein italienischer Originaltitel „Nach Mitternacht“, wenn Bilder aus Filmen in die Erzählung übergehen und umgekehrt. Der verträumte Martino, der Buster-Keaton-Filme über alles liebt, arbeitet als Nachtwächter im Filmmuseum und hat sich dort ein Zimmer eingerichtet. Amanda schlägt sich als Fast-Food-Verkäuferin und ihr Freund Angelo als Dieb aus der Vorstadt durch. Als Amanda im Streit mit dem Chef ihren Job verliert, findet sie per Zufall bei Martino Aufnahme und lässt sich vom Zauber der kinomagischen Räume verführen. Sie schläft mit dem scheuen Martino und kehrt nach zwei Tagen verändert zu Angelo zurück. Die Männer wollen, dass sie sich zwischen ihnen entscheidet. Amanda will beide. Ein deus ex machina führt ein tragikomisches Ende herbei.

    Mit bei uns unbekannten Schauspielern inszeniert Davide Ferrario („Hannibals Kinder“, 1998) eine sanfte, stille und skurrile Dreiecksgeschichte, die sich aus dem Fundus der Filmgeschichte an genau jenem Ort bedient, wo der Hort der Träume liegt: im Filmmuseum. Ferrario hatte Gelegenheit, dort mit digitaler HD-Technik zu filmen und nutzt die phantasievolle Architektur und Einrichtung des Turiner Filmmuseums für seine Streifzüge in die Stummfilmzeit, deren Dokumentarfilme Martino mit einer eigenen alten Kamera nachstellt. Szenen aus zwei Buster-Keaton-Filmen kommentieren die Handlung, Kreisblenden beenden Szenen, neue Kinomythen und Schönheiten wie Monica Bellucci werden gewürdigt. Kongenial der Soundtrack, gespielt auf Akkordeon und Trompete. Ein Erzähler (Silvio Orlando) kommentiert die moderne „Jules und Jim“-Version mit etwas anderem Ausgang. Für Freunde italienischer Filmkunst und Cineasten. ger.

Kommentare

  1. Startseite
  2. Alle Filme
  3. Die zweite Hälfte der Nacht