Die Wonder Boys

   Kinostart: 02.11.2000
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Filmhandlung und Hintergrund

Scharfsinnig-seelenvolle Komödie über einen Professor in der Midlifecrisis vom Regisseur von "L.A. Confidential".

Sieben Jahre sind vergangen, seitdem Englischprofessor Grady Tripp mit seinem Debütroman in Literaturzirkeln zum Star aufgestiegen ist. Seither ist es ihm nicht gelungen, das Folgewerk fertig zu stellen. Die Frau hat ihn verlassen, die Geliebte ist schwanger, sein Lektor braucht einen Erfolg. Da tritt der talentierte Student James in Tripps Leben, der den Prof an seine vergessenen Ideale erinnert.

Das Leben des alternden Englisch-Professors Grady Tripp ist ins Stocken geraten. Wie sein Roman, der mit Hilfe vieler Joints inzwischen über 2000 Seiten umfasst und nicht fertig werden will. Und das obwohl Grady vor Jahren für sein Debütwerk als Wunderknabe gefeiert wurde. Da verlässt ihn mitten in seiner Lethargie die dritte Frau, die Gattin seines Chefs erwartet ein Kind von ihm, und sein homosexueller Verleger will sein Manuskript. Als ihn da auch noch sein Student und genialer Literat, James Leer, in bizarre Ereignisse verstrickt, ändert sich alles…

Grady Tripp, Englischprofessor und ehemaliger Starautor, sitzt in der Klemme: Sein Buch wird nicht fertig, seine Frau hat ihn verlassen und die Gattin seines Chefs erwartet ein Kind von ihm. Da tritt der talentierte Student James in Tripps Leben und verstrickt ihn in bizarre Ereignisse. Pointenreiche Midlife-Crisis-Humoreske.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Wonder Boys: Scharfsinnig-seelenvolle Komödie über einen Professor in der Midlifecrisis vom Regisseur von "L.A. Confidential".

    Vor drei Jahren sorgte Regisseur Curtis Hanson mit seiner superben Adaption von James Ellroys Crime-Noir-Roman „L.A. Confidential“ für Furore. Mit entsprechend großer Spannung durfte man nun seinem Nachfolger entgegenfiebern. Hanson, zumeist auf Thriller-Terrain („Die Hand an der Wiege“, „Am wilden Fluss“) zu Hause, begibt sich mit der scharfsinnig-seelenvollen Midlife-Crisis-Humoreske erstmals in Komödien-Gefilde - mit Erfolg. Die zentrale Figur in der konventionelleren und weitaus weniger tragischen „American Beauty“-Variante wird von Mister Aalglatt Michael Douglas („Ein perfekter Mord“) eingenommen, der sich von einer ungewohnt weichen und witzigen Seite zeigt.

    Das Drehbuch wurde von Steve Kloves („Die fabelhaften Baker Boys“) nach dem autobiografischen Roman von Michael Chabon aus dem Jahr 1995 verfasst. Geschildert wird das in schlingernde Bahnen geratene Leben des Englisch-Professors Grady Tripp, der vor sieben Jahren mit seinem Debütroman in literarischen Zirkeln zum gefeierten Star aufstieg und nun keine Folgearbeit zustande bekommt. Dabei ist sein Problem weniger eine klassische Schreibblockade, vielmehr will sein neues Werk kein Ende finden. So ist sein von stetem Marihuanakonsum beflügeltes Manuskript bereits kropfartig auf über 2600 Seiten angeschwollen. Seine Frau hat ihn verlassen und seine Geliebte Sara Gaskell (Frances „Fargo“ McDormand), Leiterin des Colleges, an dem er lehrt, ist von ihm schwanger. Darüber hinaus ist sein homosexueller Lektor Crabtree (Robert Downey Jr.) in der Stadt (gefilmt wurde im trist wirkenden winterlichen Pittsburgh). Er will unbedingt einen Blick auf Tripps Manuskript werfen, da für seine eigene Karriere ein neuerlicher Erfolg bitter nötig ist. Ausgangspunkt für Grady, mit seinem Alter ego, dem höchst eigenwilligen und talentierten Studenten James Leer (Tobey Maguire erinnert stark an Wes Bentleys schräge Figur in „American Beauty“), der den Perspektiven suchenden Proff an sich selbst in jüngeren Jahren erinnert, eine Reihe von bizarren und tragikomischen Situationen zu erleben, die dem Geschehen einen exzentrischen Charme verleihen und das Wochenende für mehrere Beteiligte zur kathartischen Erfahrung geraten lassen.

    Hanson schlägt mit seiner eleganten Inszenierung einen originellen Offbeat-Erzählton an, der nicht nur inhaltlich gewisse Parallelen zum subtil surrealen suburbanen Kosmos von „American Beauty“ wachwerden lässt. Dabei gibt es hier keine Fantasiesequenzen, und das einzige gewaltvolle Ableben wird einem bissigen Hund zuteil. Die Wirkung der Story mindert das nicht. Denn der Film verfügt über perfektes komisches Timing, und Hanson, der schon immer eine sichere Hand mit seinen Schauspielern bewies, animiert das Ensemble zu herausragenden Leistungen. Beim Soundtrack dominieren Songwriter wie Neil Young, John Lennon und Bob Dylan (steuerte einen neuen Song bei), womit das intellektuelle Milieu seine passende akkustische Untermalung erhält. ara.

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