Die Weisheit der Krokodile

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   1998
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Weisheit der Krokodile: Atmosphärisch fesselnder Vampirfilm über die Suche eines Unsterblichen nach der reinen Liebe.

Getrieben vom eigenen Verfall und seiner Natur-bedingten Gefühlsleere sucht Großstadtvampir Grlscz nach der Frau, deren reines, von bedingsloser Liebe zu ihm veredeltes Blut ihn körperlich erneuern und emotional bereichern könnte. Nach zahllosen Opfern glaubt er in Anne Erlösung gefunden zu haben, zögert aber erstmals, Leben aus Tod zu schöpfen.

Steven sieht blendend aus, ist gebildet, wohlhabend und charmant. Niemand ahnt, daß der charismatische junge Mann ein Vampir ist, der seine Freundinnen aussaugt. Aus dem Blut seiner Opfer extrahiert er die menschlichen Gefühle, die er zum Überleben braucht. Da lernt er die Ingenieurin Anne kennen. Und diesmal ist alles anders, diesmal scheint er die wahre Liebe gefunden zu haben. Oder verschont er sie nur, weil sich die Polizei schon auf seine Fersen geheftet hat? Stevens Körper verfällt zusehends, der Wettlauf mit dem Tod beginnt…

Der Yuppie Steven ist ein Vampir, der aus dem Blut seiner Freundinnen die menschlichen Gefühle extrahiert, die er zum Überleben braucht. Als er die Ingenieurin Anne, die eigentlich sein nächstes Opfer werden sollte, verschont, beginnt der Verfall seines Körpers. Moderne Vampirfabel von Po-Chih Leong, der in beeindruckenden Bildern eine Parabel über die Gefühlskälte der modernen Yuppie-Gesellschaft bietet.

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Kritikerrezensionen

  • Hinter einem bizarren Filmtitel verbirgt sich eine sehr atmosphärische, introvertierte Variation der unsterblichen Vampirthematik aus den Händen des Hongkong-Veteranen Po-Chih-Leong, der sieben Jahre nach seinem Triadenepos „Shanghai 1920“ mit einem in jeder Hinsicht kontrastierenden Projekt in die deutschen Kinos kommt. Die Geschichte eines urbanen Vampirs auf der Suche nach der bedingungslosen, reinen Liebe stellt Affekt über Effekt und gehört zu den verhalteneren Genrebeiträgen, die ihre Heimat nicht in Multiplexen, sondern Programmkunsthäusern haben.

    Der kommerzielle Freitod eines intellektuell verschraubten Vampirfilms ist trotz des poetisch-reflexiven Grundtons Po-Chih Leongs nicht gegeben. Denn sein 15. Spielfilm empfiehlt sich als zugängliches Unterhaltungsangebot mit einem klar definierten Handlungsfaden, ist nachdenklich und zurückgenommen, aber auch geistreich und humorvoll, frei vom romantischen Pathos, wie es Coppola noch in „Dracula“ zelebrierte, und von zwei Hauptdarstellern gesegnet, die in ihren Gesichtern Schönheit und Rätselhaftigkeit vereinen. Der vielversprechende Jude Law, nach „Oscar Wilde“ und „Gattaca“ fast schon ein Veteran des Verfalls, ist perfekt besetzt als mysteriöser Einzelgänger Grlscz, der mit der Perfektion seines Äußeren und der Undurchschaubarkeit seines Inneren Frauen verführt, in ihre Biographien und Seelen dringt, um schließlich mit ihrem Blut ihre Gefühle aufzunehmen. Von seinen Opfern bleibt ihm nur eine detaillierte Akte und die in einem Kristall fixierte Essenz ihrer Emotionen. Weil aber die Transfusionen durch die Seelen der Frauen negativ verunreinigt waren, seinen Verfall beschleunigten, sucht Grlscz nach der unbelastet positiven Emotion, die er schließlich in Anne (Hal-Hartley-Star Elina Löwensohn, in Michael Almereydas „Nadia“ noch selbst ein Großstadtvampir) zu finden glaubt. Parallel zu dieser, zwischen den Polen Vertrauen, Triebzwang und Verrat Spannung zeugender Beziehung entwickelt der Film zwischen dem Fremden und einem Kripomann (Timothy Spall) eine weitere, die unbeschwerter, freundschaftlicher angelegt, Sympathie für den Vampir fördern soll. Nach einem inszenatorisch und atmosphärisch ruhigem Film, der im Effektverzicht wie eine Atempause zum Spektakel „Blade“ wirkt, lassen sich Regie und Drehbuch auf ein theatralisches Finale ein, das als Schlußpunkt zum Erlösungsmotiv nicht überzeugt, aber den positiven Gesamteindruck dieser elegischen Isolationsstudie nicht schmälern kann. kob.

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