Rasanter, komplexer, bombastischer: Die immens unterhaltsame Fortsetzung des magischen Blockbusters über eine Gruppe krimineller Illusionisten übertrifft Teil eins in jeder Hinsicht.

Die Unfassbaren“ waren 2013 eine Art „Ocean’s Eleven“ in magisch: Eine Gruppe virtuoser Illusionisten, die ihr ganz spezielles Talent dazu einsetzten, unglaubliche Raubzüge durchzuführen. Und nicht genug damit, dass ihre Delikte dem FBI wie auch dem Zuschauer als wahre Magie erscheinen mussten: Das während ihrer Zaubershows erbeutete Geld verteilten Sie dazu sofort wieder ans Publikum – was die sogenannten „vier Reiter“ in Augen ihrer Fans zu Helden, in Augen der Polizei zu unberechenbaren Intensivtätern machte. Schon damals drehte sich alles um Ablenkung im ganz großen Stil. Nichts – und schon gar nicht die Figuren der rasant erzählten Story – waren, was sie ursprünglich zu sein schienen.

Bereits Teil eins erwies sich damals als riesiger Erfolg. Prompt nimmt Teil zwei den Faden genau dort auf, wo er vor drei Jahren abgelegt wurde – was für Neueinsteiger übrigens eine echte Hürde darstellt. Wieder müssen die „vier Reiter“ all ihre Künste aufbieten, um einen eigentlich unmöglichen Coup durchzuziehen. Allerdings werden sie diesmal dazu gezwungen: Ein alter Feind hat die mittlerweile untergetauchte Gruppe in der Hand. Für ihn müssen Sie aus einer Hochsicherheitsanlage einen Computerchip herausschmuggeln – durch alle Körperscanner und unter ständiger Aufsicht durch bewaffnetes Sicherheitspersonal.

Aber ihnen ist auch klar: In dem Moment, in dem ihr Widersacher den Chip in Händen hält, sind sie für ihn wertlos – und damit so gut wie tot. Eine Ablenkung ist das einzige, das sie vielleicht retten kann. Doch wie täuscht man einen Feind, der über ein immenses Vermögen sowie eine Armee an Sicherheitspersonal verfügt – plus Zugriff auf alle Überwachungseinrichtungen der Stadt hat? Und zu dessen Verbündeten sowohl ein technisches Genie als auch ein virtuoser Illusionist gehören, die alles dafür tun, die geheimen Pläne der „Reiter“ zu durchkreuzen…

Die Unfassbaren 2“ sind letztlich das filmische Pendant zu einer gewaltigen Zaubershow in Las Vegas: Trick folgt auf Trick – immer größere, komplexere, gigantischere Wunder erstrahlen vor den Augen der Zuschauer. Und doch ist klar: Alles nur Schein, alles nur große Show – nur Täuschung, Tricks und Illusion. Was das Publikum aber keinesfalls davon abhalten sollte, das Gebotene staunend zu genießen. Und dirigiert von Regisseur Jon M. Chu zaubern „Die vier Reiter“ eine Show auf die Leinwand, wie sie dort noch nie zu sehen war. „Die Unfassbaren 2“ ist pure Dynamik in Hochglanz-Optik. Die in sich selbst verschachtelten Ablenkungen und Tricks präsentieren sich in solcher Rasanz und Größe, dass man die fehlende Logik darüber völlig vergisst.

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Pures glamouröses Entertainment also, veredelt durch erfahrene Veteranen Hollywoods wie Morgan Freeman oder Michael Caine – dazu auf Hochtouren beschleunigt durch eine massive Auswahl angesagter Stars wie Jesse Eisenberg, Dave Franco, Daniel Radcliffe, Woody Harrelson und Lizzy Caplan. Dieser Mix und die spürbare Spielfreude des ganzen Teams machen die bombastische Show auch erst zu einem echten Vergnügen.

Augen auf und  durch“, lautet das Motto. Warum sich den Spaß rauben lassen, dadurch das man alles erklärt haben will? Hollywood ist eben die Traumfabrik – und Träume erklären sich nicht. Ebenso wie Magier ihre Illusionen. Und dass bei den „Unfassbaren 2“ hinter den Illusionen der „Reiter“ die besten CGI-Experten Hollywood stecken, schmälert den Genuss der magischen Achterbahnfahrt erst, wenn man anfängt, darüber nachzudenken. Aber das muss man ja bekanntlich nicht. Denn: „It’s not a trick – it’s magic…

 Der Trailer zu „Die Unfassbaren 2“ 

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