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„Die Tribute von Panem 5“ kommt als Film: Ab heute könnt ihr die Geschichte lesen

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

© StudioCanal

Von 2012 bis 2014 sprengte die beliebte Science-Fiction-Reihe alle Erwartungen. Dass die „Tribute von Panem“-Reihe weitergeht, ist jetzt sicher – und diesmal erwartet uns ein ungewöhnlicher Held.

Die Geschichte von „Die Tribute von Panem“ basiert auf der gleichnamigen Roman-Trilogie von Suzanne Collins. Im Prinzip wurden die Bücher komplett verfilmt und auch die Aufteilung des dritten Buchs in zwei Filme „Die Tribute von Panem - Mockingjay Teilt 1“ und „Mockingjay Teil 2“ hat die Geschichte maximal ausgereizt. Wie soll es dann noch ein „Tribute von Panem 5“ geben?

Einfache Antwort: Suzanne Collins schreibt ein neues Buch! Am 19. Mai 2020 erscheint ihr neues Werk aus der dystopischen Welt von Panem , das den Titel „Das Lied von Vogel und Schlange“ trägt. Jetzt wissen wir auch offiziell, dass es einen weiteren Film geben wird, der auf diesem Roman basiert.

Dank des Buchs könnt ihr die Geschichte jetzt schon lesen:

Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 3.6.2020 8:40 Uhr

 

Das zuständige Studio Lionsgate lässt sich diese Chance natürlich nicht nehmen, was auch verständlich ist: Die ersten vier Verfilmungen nahmen immer gut drei Milliarden US-Dollar an den weltweiten Kinokassen ein. In einer Pressemitteilung (via Collider) verkündete Lionsgate-Vorsitzender Joe Drake den insgesamt fünften Film der Reihe:

„Das Warten auf Suzanne Collins‘ neues Buch hat sich gelohnt. Es bietet alles, was sich Fans von den Hungerspielen erwünscht und erhofft haben, während gleichzeitig Neuland betreten und ganz neue Charaktere eingeführt werden. ‚Das Lied von Vogel und Schlange‘ ist unglaublich fesselnd und führt diese Welt in völlig neue Dimensionen, die atemberaubende filmische Möglichkeiten offenbaren. Wir freuen uns darauf, das Filmteam mit dieser einzigartigen Reihe wieder zusammenzuführen und können es kaum erwarten, mit der Produktion loszulegen.“

Das Drehbuch schreibt der Oscar-prämierte Autor Michael Arndt („Toy Story 3“), der unter einem Pseudonym auch schon am zweiten Teil der Reihe, „Catching Fire“, mitwerkelte. Einen Kinostart für den fünften „Die Tribute von Panem“-Film verkündete Lionsgate nicht. Vermutlich wird sich die Produktion aufgrund der aktuellen Corona-Krise verzögern, entsprechend sollten wir wohl allerfrühestens für 2022 mit dem Film rechnen, gegebenenfalls müssen wir uns aber noch länger gedulden.

Auch andere Dystopie-Filme konnten überzeugen:

Präsident Snow ist diesmal der Held

Richtig gelesen: Der Böse aus der bisherigen „Die Tribute von Panem“-Reihe ist diesmal der Protagonist. Präsident Snow kennen wir bereits aus der Romantrilogie und den vier Filmen, in denen ihn Donald Sutherland spielte. In Katniss‘ Geschichte war der Präsident des Kapitols zweifellos nicht auf der Seite der Guten – in der Vorgeschichte lernen wir ihn jedoch tatsächlich als Held kennen!

Entertainment Weekly veröffentlichte ein erstes Exzerpt von Collins‘ kommenden Buch. Die Handlung spielt 64 Jahre vor „Die Tribute von Panem“, Snow ist darin noch ein Teenager. Er kommt aus einer wohlhabenden Familie, sehnt sich aber nach etwas anderem als materiellem Reichtum. Er soll nahezu nichts mit dem späteren Präsidenten gemeinsam haben, sondern freundlich, charmant und eben tatsächlich der Held der Geschichte sein.

Dabei startet er sie nicht gerade auf der guten Seite der Ereignisse, wie der veröffentlichte Auszug verrät. Coriolanus Snow, so der Name des späteren Präsidenten, ist in dem Roman ein Mentor bei den Hungerspielen. Diese stehen hier gerade noch am Anfang und sind nicht ansatzweise das gigantische, durchoptimierte Massenevent der späteren Jahre. Immerhin lag der Bürgerkrieg, aus dem die Hungerspiele hervorgingen, da gerade einmal zehn Jahre zurück.

Snow soll als Mentor einem der Tribute mit Rat zur Seite stehen und zu seinem Entsetzen wird ihm ein Mädchen aus Distrikt 12 zugewiesen, genau jenem Distrikt, aus dem viele Jahre später auch Katniss kommen soll. Die Tribute aus Distrikt 12 haben selten eine Chance in den Hungerspielen, sehr zum Missfallen von Snow. Wie genau er unter diesen Umständen tatsächlich zu einem Held werden soll, bleibt abzuwarten.

Ein Wiedersehen mit Katniss Everdeen gibt es in dem neuen Roman verständlicherweise nicht, schließlich war sie zum Zeitpunkt der Handlung noch lange nicht geboren. Laut einem Statement (via The Hollywood Reporter) will Collins in ihrer Neuerscheinung die Frage ergründen, was die Menschheit ausmacht und was sie als nötig erachtet, um ihr Überleben zu sichern. Die behandelte Zeitepoche wird auch als „Dark Days“ bezeichnet und der Name kommt nicht von ungefähr. Im Zentrum stehen eben die 10. Hungerspiele, quasi ein erstes Jubiläum für die zweifelhafte Praxis des despotischen Kapitols.

Wahrscheinlich geht es dabei zentral auch um den frühen Status der unterschiedlichen Distrikte und um das Kapitol, das seine Macht so kurz nach dem Krieg dazu genutzt hat, ein ausbeuterisches System aufzubauen. Collins dürfte in dem Buch zudem ergründen, wie das Kapitol und die umliegenden Distrikte diese grausame Praxis zu Beginn wahrnahmen und wie viel sich verändert, bis Katniss die Bühne Jahrzehnte später betreten wird.

Wie es der Darstellerin von Katniss‘ Schwester erging, erfahrt ihr hier:

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Was wurde aus Willow Shields? Das macht der „Tribute von Panem“-Star heute!

Wie sieht die Zukunft der „Die Tribute von Panem“-Reihe aus?

Wie es danach weitergeht, ist allerdings eine ganz andere Frage. „Die Tribute von Panem“ ist neben „Twilight“ das erfolgreichste Film-Franchise von Lionsgate. Entsprechend wird das Filmstudio darum bemüht sein, weitere Teile folgen zu lassen. Genug Möglichkeiten dafür gäbe es. Zwischen dem neuen Buch von Collins und der bisherigen Reihe liegen schließlich über 60 Jahre, entsprechend könnten zahlreiche Geschichten diese Spanne überbrücken.

Nicht nur „Twilight“ wird vermutlich keine direkte Fortsetzung mehr erhalten:

Ob das Publikum daran Interesse hat und die Filme sich finanziell lohnen, ist also der entscheidende Knackpunkt. Der letzte Film war der teuerste der Reihe, spielte allerdings am wenigsten ein. Nicht gerade das, was man sich von einem großen Finale erhofft. Mit 653 Millionen Dollar an weltweiten Einnahmen war er allerdings dennoch erfolgreich. Ob die Vorgeschichte dann aber einige Jahre nach dem bisherigen Ende des Franchise an solch hohe Einspielergebnisse anknüpfen kann, ist nicht garantiert.

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