Die Trauzeugen AG

  1. Ø 4.3
   2014
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Trauzeugen AG: Hochzeit-mit-Hindernissen-Komödie und "Bromance" um einen Bräutigam, der einen professionellen Trauzeugen engagiert mit dem mit "Ride Along" erfolgreichen Comedian Kevin Hart.

Der professionelle Trauzeuge Jimmy Callahan springt ein, wenn ein Bräutigam keine Freunde hat. Dieses Problem hat auch der liebenswerte und pummelige Doug Harris, da seine hübsche Verlobte Gretchen sich eine Hochzeit im großen Stil wünscht – was bedeutet, dass gleich acht männliche Trauzeugen gefordert sind. Jimmy stellt für Doug ein Team von unsäglichen Verlierern zusammen. Während alle acht versuchen, ihre falschen Identitäten aufrecht zu erhalten, amüsiert sich Doug köstlich mit seinen gekauften Freunden.

Ein Bräutigam bekommt von einem professionellen Trauzeugen ein Team von unsäglichen Verlierern zusammengestellt. Hochzeit-mit-Hindernissen-Komödie und Bromance mit „Ride Along“-Comedian Kevin Hart.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nicht besonders originell, aber routiniert umgesetzt. Kevin Hart ist dabei das Highlight des Films.
  • Die Beziehungskomödie mit Standup-Komiker Kevin Hart („Ride Along“) pendelt zwischen krudem Humor und gemütvollen Momenten.

    Diese Sparte von Komödie machte insbesondere Adam Sandler populär. Der Originaltitel seiner Hitkomödie „Eine Hochzeit zum Verlieben“ „The Wedding Singer“ inspirierte den Originaltitel von „Die Trauzeugen AG“ „The Wedding-Ringer“. Außerdem haben Regienovize Jeremy Garelick und sein Ko-Drehbuchautor noch weitere Anleihen von Happy-Madison-Produktionen genommen, wie unwillkürlich eingebaute, überdrehte Nonsense-Sequenzen (z. B. wird die Oma in Brand gesteckt und ein schlammiges Footballmatch mit rabiaten Senioren ausgetragen). Hauptdarsteller Hart, der sich bislang mit hyperaktiven Nervensäge-Gebaren kombiniert mit rapide runtergerasselten Wortsalven einen Namen gemacht hat (wie u.a. in „Denk wie ein Mann 2“, in dem er ebenfalls einen Trauzeugen spielt), zeigt sich hier von einer vergleichsweise gemäßigten Seite. Er kopiert zwar nicht Sandlers unschuldige Mannkind-Masche, versucht jedoch mehr denn je sich als Sympathieträger zu etablieren.

    Der professionelle Trauzeuge Jimmy Callahan (Hart) springt ein, wenn ein Bräutigam keine Freunde hat und sich bei seiner Hochzeit keine Blöße geben will. Dieses Problem hat auch der liebenswerte und pummelige Doug Harris (Josh Gad aus „Jobs“), da sich seine hübsche Verlobte Gretchen (Kaley Cuoco-Sweeting aus der TV-Serie „Big Bang Theory“) eine Hochzeit im großen Stil wünscht – was bedeutet, dass gleich acht männliche Trauzeugen dabei sein sollen. In seiner Not wendet sich Doug an Jimmy, für den diese Aufgabe einen „Goldenen Smoking“ sprich den größten Coup seiner Laufbahn bedeutet. Dafür stellt Jimmy ein Team von Verlierern zusammen, die in Folge, wie er, ihre falschen Identitäten aufrecht erhalten müssen, alldieweil Doug sich köstlich mit seinen gekauften Freunden amüsiert und neue Lebensperspektiven gewinnt.

    Selbstverständlich wartet die frenetische Farce neben Screwball-Eskapaden, einem Bad-Taste-Gag (Hunde-Oralsex) und sporadischen Verbalwitz-Einlagen auch mit einigen Gefühlskomplikationen auf. So besteht Jimmy darauf, Service, aber nicht seine Freundschaft anzubieten, wobei er letztlich ähnlich einsam wie seine Klienten bleibt. Dann wird allmählich der wahre Charakter der Verlobten entlarvt, woraufhin die Romance endgültig zu einer Bromance mit solidem, relativ arglosen Unterhaltungswert mutiert. ara.
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  • In Zeiten, in denen jede Komödie sich nur noch darauf zu konzentrieren scheint, in Sachen Humor möglichst noch derber zu werden als ihre Genre-Kollegen, geht Regisseur und Autor Jeremy Garelick (Drehbuch für „Trennung mit Hindernissen“) einen umgekehrten Weg. Sein Langfilmdebüt „Die Trauzeugen AG“ verlässt sich nämlich nicht auf frivolen Fäkalhumor und geht in seiner sympathisch-beschwingten Art auch nur im seltensten Fall direkt unter die Gürtellinie. Stattdessen begeben sich Garelick und sein Co-Schreiber Jay Lavender auf die Spuren sympathisch-klassischer Hollywoodcomedies der Neunzigerjahre, als das Hoch der frechen Gefühle noch ein doppeldeutiges Wortspiel darstellte. Ganz so brav wie einst geht es in „Die Trauzeugen AG“ zwar dann doch nicht zu, doch die kreative Idee, dass sich ein freundloser Außenseiter zu Hochzeitszwecken auf die Suche nach einem Trauzeugen begibt, ist wie schon im Falle der 2009 erschienen Tragikomödie „Trauzeuge gesucht“ die halbe Miete. Den Rest bildet ein sympathischer Cast, ein zum Großteil sehr kurzweiliger Erzählstil, aber auch ein nicht immer ganz ausbalanciertes Verhältnis aus Komik und Tragik.

    Die stimmige Chemie zwischen Josh Gad (Olaf in „Die Eiskönigin“) und Comedian Kevin Hart („Ride Along“) ist es, durch die „Die Trauzeugen AG“ zur so wichtigen, mitreißenden Dynamik findet. Wie sich die beiden, vollkommen unterschiedlichen Männer mit der Zeit annähern und von den unterschiedlichen Charakterzügen des jeweils anderen zu ihrem wahren Ich finden, hält die ansonsten recht genrekonforme Geschichte am Laufen. Selbst dieser Handlungsstrang ist genau genommen nicht wirklich neu, hat dank der interessanten Zusammenstellung des Nebendarstellercasts aber jede Menge Möglichkeiten, aus den komödiantischen Vollen zu schöpfen. Die Gruppe aus insgesamt sieben Fake-Trauzeugen kombiniert die aberwitzigsten Charakterypen, was es schlussendlich auch auszugleichen schafft, dass ausgerechnet solch wichtige Figuren wie Gads Freundin Gretchen zu nicht mehr finden, als einer oberflächlichen Zeichnung.
    Neben sketchartigen Einzelszenen, die wie im Falle eines aus dem Ruder laufenden Familienessens zünden, im Rahmen eines aus Plotsicht irrelevanten Fußballmatches aber auch schon mal komplett ins Leere laufen, weiß Regisseur Garelick sein Publikum immer mal wieder mit niedlichen Details zu überraschen. Wie Ehemann in spe Doug auf die Idee kommt, seinen Trauzeugen Bic Mitchum zu nennen und wie seine Frau seine List schließlich durchschaut, hat echtes Schenkelklopferpotenzial. Auch der originelle Schlussakt unterstreicht schließlich noch einmal, dass die Macher alles gegeben haben, um keine weitere US-Komödie von der Stange zu inszenieren.

    Fazit: „Die Trauzeugen AG“ ist besser und vielfältiger als die meisten Hollywoodcomedies der vergangenen Zeit. Regisseur Jeremy Garelick profitiert von einem harmonischen Cast und einem perfekten Gefühl für Timing auf Seiten seiner beiden Hauptdarsteller. Trotz Längen und einem nicht immer ganz stilsicheren Gefühl für kohärente Szenenzusammenführung erweist sich sein Streifen als ideales Programm für einen Pärchenabend, solange man sich mit den üblichen Verwicklungen einer RomCom denn gern arrangiert.
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