Die Toten von Hameln

  

Filmhandlung und Hintergrund

Vom "Rattenfänger von Hameln" inspirierter Mysterythriller.

Chorleiterin Johanna Bischoff fährt mit ihren Mädchen zu einem Konzert in ihre Heimatstadt Hameln. Da verschwinden bei einer Wanderung vier der Teenagerinnen und der Organist David in einer Höhle des Ith - jenem sagenumwobenen Berg, in den vor rund 750 Jahren der Rattenfänger die Kinder geführt haben soll. Johanna bittet ihren Ex-Freund, inzwischen Polizeirevierleiter der Stadt, um Hilfe. Eine fieberhafte Suche nach den Verschollenen beginnt. Johanna erkennt, dass das Rätsel um die Vermissten untrennbar mit ihrem eigenen tragischen Familiengeheimnis verbunden ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Toten von Hameln: Vom "Rattenfänger von Hameln" inspirierter Mysterythriller.

    Von Christian von Castelberg gekonnt als Mysterythriller umgesetzte moderne Variante der deutschen Volkssage um den „Rattenfänger von Hameln“.

    Erinnerungen an Peter Weirs Kultfilm „Picknick am Valentinstag“ werden wach. Schülerinnen verschwinden bei einem Ausflug - ein atmosphärischer Albtraum, angesiedelt im australischen Outback des Jahres 1900. Im Hier und Heute spielt „Die Toten von Hameln“. Eine Gruppe aufgekratzter, pubertierender Teenagerinnen, ein Mädchenchor, ist im Bus unterwegs zu einem Konzert. Die Straße schlängelt sich durchs sanft hügelige Weserbergland. Saftig grüne Wiesen, Blumen, Rapsfelder. Eine pastorale Idylle. Ein Berg taucht am Horizont auf. „Was ist das für ein Berg?“ wird Chorleiterin Johanna Bischoff (Julia Koschitz) gefragt. „Der Ith“, lautet die Antwort.

    Der berühmte Berg also, in dessen Höhlen der Rattenfänger von Hameln vor rund 750 Jahren 130 Kinder geführt haben soll. Kurz darauf werden hier vier Mädchen vermisst. Bald auch Organist David Fernandez, der nach ihnen gesucht hat. Die populäre Sage bildet den Ausgangspunkt des Skripts, das Annette und Christiane Hess den modernen Zeiten angepasst haben. Teils als Thriller, teils als Mystery mit „Blair Witch Project“-Anklängen hat „Bella Block“-Regisseur Christian von Castelberg es umgesetzt. Die fieberhafte Suche nach den Verschollenen ist nur Teil des Plots. Ein Höhlenforscher, der unter mysteriösen Umständen tödlich verunglückt ist, kommt bald ins Spiel. Johannas Vater (Matthias Habich), Ex-Bürgermeister der Stadt, weiß mehr über diesen Unfall als er zugibt. Und dann sind da noch die Visionen, die seine Tochter heimsuchen…

    Geschickt werden die Handlungsfäden verknüpft, bald wird klar, dass alles mit einem Geheimnis im Zusammenhang steht, das in der NS-Zeit wurzelt. Fast überambitioniert, im Bezug auf die Story etwas überfrachtet wirkt diese Ziegler-Film-Produktion, bei der auch ein Liebesdreieck - Johanna steht zwischen ihrem Ex, dem Polizeirevierleiter, gespielt von „Stromberg“-Sidekick Bjarne Mädel und David - seinen Platz findet. Die Zeichen stehen jedoch primär auf Spannung, die geschickt, dem Genre entsprechend, schleichend aufgebaut wird. Stimmungsvoll sind Eeva Fleigs Bilder - ziehende Wolken, dunkle Wälder, harte Schatten. Zum Finale braust Chormusik auf - in Moll, passend zu den weiteren Toten. Dann noch eine raffinierte finale Volte: Die Kamera fährt zurück in die Wälder. Hoch oben am Felsen steht ein Mann mit einer Flöte in der Hand. geh.

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