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Die Taube auf dem Dach

   Kinostart: 09.09.2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Sozialdrama um eine junge Bauleiterin zwischen zwei Männern, das 1973 in der DDR verboten wurde, verschwand, als Schwarz-Weiß-Kopie wiedergefunden und rekonstruiert wurde.

Linda Hinrichs arbeitet im Süden der DDR auf einer Großbaustelle für Plattenbauwohnungen als Bauleiterin. Dort arbeitet auch Student Daniel als Azubi, dessen Ausbildung von der Kranführerin Erika überwacht wird. Linda und Daniel fangen eine Beziehung an. Doch auch Hans Böwe, der ältere Baubrigadier, ist an Linda interessiert und macht ihr einen Heiratsantrag, den diese aber ablehnt.

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Darsteller und Crew

  • Monika Lennartz
    Monika Lennartz
    Infos zum Star
  • Amina Gusner
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    Infos zum Star
  • Heidemarie Wenzel
    Heidemarie Wenzel
  • Günter Naumann
    Günter Naumann
  • Andreas Gripp
    Andreas Gripp
  • Wolfgang Greese
    Wolfgang Greese
  • Herbert Köfer
    Herbert Köfer
  • Christian Steyer
    Christian Steyer
  • Annalene Hischer
    Annalene Hischer
  • Erika Koellinger
    Erika Koellinger
  • Lotte Loebinger
    Lotte Loebinger
  • Heinz Scholz
    Heinz Scholz
  • Chista Löser
    Chista Löser
  • Katrin Martin
    Katrin Martin
  • Hilmar Baumann
    Hilmar Baumann
  • Eva-Maria John
    Eva-Maria John
  • Helmut Gauß
    Helmut Gauß
  • Simon Harik
    Simon Harik
  • Iren Sütö
    Iren Sütö
  • Werner Heitel
    Werner Heitel
  • Katrin John
    Katrin John
  • Jürgen Karl Klauß
    Jürgen Karl Klauß
  • Margarete Taudte
    Margarete Taudte
  • Willi Neuenhahn
    Willi Neuenhahn
  • Günter Rüger
    Günter Rüger
  • Inken Gusner
    Inken Gusner
  • Iris Gusner
    Iris Gusner
  • Regine Kühn
    Regine Kühn
  • Roland Gräf
    Roland Gräf
  • Jürgen Lenz
    Jürgen Lenz
  • Helga Krause
    Helga Krause
  • Gerhard Rosenfeld
    Gerhard Rosenfeld

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Taube auf dem Dach: Sozialdrama um eine junge Bauleiterin zwischen zwei Männern, das 1973 in der DDR verboten wurde, verschwand, als Schwarz-Weiß-Kopie wiedergefunden und rekonstruiert wurde.

    Verbotener, verschollener und rekonstruierter Defa-Klassiker über eine Dreiecksgeschichte auf einer Großbaustelle in der DDR.

    Zu den trotz liberaler Kulturpolitik der Ära Honecker verbotenen DDR-Filmen gehört Iris Gusners „Die Taube auf dem Dach“, der von den Leitungsgremien der Defa nach Fertigstellung 1973 nicht abgenommen wurde. 1990 erlebte der Film, dessen Farbnegativ erhebliche Schäden aufwies, eine zweimalige Kinoaufführung. Das Auffinden des schwarzweißen Dup-Negativs, ermöglichte 2009 Restaurierung und Wiederaufführung.

    Auf einer Großbaustelle im Süden der DDR, wo Plattenbauwohnungen entstehen, erweist sich die junge, aus Mecklenburg stammende schlagfertige Linda Hinrichs (Heidemarie Wenzel) als tatkräftige Bauleiterin. Sie beginnt ein Verhältnis mit Student Daniel (Andreas Gripp) und wird von dem älteren Baubrigadier Hans Böwe (Günter Naumann) umworben. Linda weist Böwes Heiratsantrag zurück. Das Ende bleibt offen.

    Die Dreiecksgeschichte auf einer Großbaustelle ist typisch für Defa-Filme von „Auf der Sonnenseite“ bis „Spur der Steine“ (mit Manfred Krug), die spannungsvoll Diskrepanzen zwischen Alltagsrealität, Arbeit, Konflikten in der Materialwirtschaft und privaten Glücksvorstellungen, Zukunftsträumen, Beruf und Privatleben beschreiben. So setzt „Taube“ Daniels von Kranführerin Erika (Erika Köllinger) überwachte Ausbildung, Szenen von dessen Idealen (Weltraumfahrt) entgegen, und konterkariert Böwes Erfahrung als Brigadier, der überall Neues aus dem Boden gestampft hat, mit dessen privaten Unsicherheiten. Die realistisch illusionslose Beschreibung, in der Kritik an den herrschenden Verhältnissen und Defiziten angelegt ist, reichte für ein Verbot.

    Filmisch ist „Taube“ wegen der offenen Dramaturgie interessant, die in kurzen prägnanten Szenen Schlaglichter setzt und Mitarbeit des Zuschauers fordert. Zu entdecken ist Heidemarie Wenzel, die in Filmen dieser Jahre, so in „Zeit der Störche“ und als Pauls Ehefrau in „Die Legende von Paul und Paula“, moderne selbstbewusste Frauen spielte. ger.

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