Filmhandlung und Hintergrund

Gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Ex-FBI-Ausbilder und seinem ehemaligen Schüler, der zum Töten ausgebildet Jagd auf Menschen macht.

FBI-Fährtenspezialist L.T. Bonham (Tommy Lee Jones) steht vor seiner bisher schwersten Herausforderung: In den weiten Wäldern des Nordwestens muss er den Serienkiller Hallam (Benicio Del Toro) jagen, der sich seinerseits auf das Töten von Jägern spezialisiert hat. Als ihm die Festnahme endlich glückt, geht der Horror erst richtig los: Hallam entkommt in die Stadt und droht den Spieß kurzerhand umzudrehen. Fortan hat Bonham alle Mühe, nicht selbst zur Beute des Menschenjägers zu werden.

Tommy Lee Jones kann langsam Ehrenmitgliedschaft beim FBI beantragen, denn so oft und überzeugend wie er hat bisher kein anderer Schauspieler einen Bundesagenten gemimt.

Im Fall eines brutalen Doppelmordes in den Wäldern von Portland bittet das FBI einen ehemaligen Ausbilder für Einzelkämpfer und Fährtenleser um Hilfe. Schon bald wird klar, dass der Gesuchte ein ehemaliger, auf den Nahkampf spezialisierter Elite-Soldat der US-Army ist. Eine gnadenlose, blutige Hatz auf Leben und Tod beginnt.

Zurückgezogen versucht der Naturliebhaber L.T. Bonham, Ex-Ausbilder bei den Special Forces, seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Bis der wortkarge Einzelgänger von der resoluten FBI-Frau Abby Durrell zur Fahndung nach einem Doppelmörder hinzugezogen wird. Anhand des einzigartigen Modus operandi erkennt der erfahrene Bonham schnell, dass nur der Elitesoldat Aaron Hallam für die Tat verantwortlich sein kann. Der hatte im Kosovo-Krieg die unmenschlichsten Kämpfe miterlebt und gehörte einst zu seinen besten Schülern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Stunde des Jägers: Gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Ex-FBI-Ausbilder und seinem ehemaligen Schüler, der zum Töten ausgebildet Jagd auf Menschen macht.

    Das große Mysterium in dieser Treibjagd von William Friedkin („Der Exorzist“) ist die Frage, ob das zentrale Motiv der Tarnung auch der Film selbst für sich in Anspruch nimmt, ob sich hinter den Bildern ein anderer Film verbirgt, den es aus kommerziellen Gründen nicht mehr geben darf. „Die Stunde des Jägers“ wirkt wie eine entschlackte, auf Actionelemente komprimierte Fassung eines ursprünglich vielleicht ambitionierteren Projekts. Schwerpunkt ist eine fast pausenlose Hetzjagd, die dem Publikum nicht nur mit Tommy Lee Jones den Eindruck vermittelt, wieder „Auf der Flucht“ zu sein. Für das wichtige Marketingkriterium „Wiedererkennungswert“ ist damit also gesorgt.

    Wie „Rules – Sekunden der Entscheidung“ beginnt auch Friedkins, durch Benicio Del Toros Handgelenksbruch verspätet fertiggestellter neuer Film auf einem Kriegsschauplatz. An die Stelle Vietnams tritt der Kosovo, wo 1999 US-Spezialeinheiten dem serbischen Massenmord an albanischen Zivilisten ein Ende setzen wollen. In einem Inferno aus Feuer, Schreien und Schüssen reduziert sich die Lösung auf die Ermordung des verantwortlichen Offiziers durch Aaron Hallam (Del Toro), einer für die US-Regierung tätigen lautlosen, effektiven Tötungsmaschine. Der Lohn ist eine Ehrenmedaille, die Strafe eine traumatisierte Psyche am Rand des Wahnsinns. Drei Jahre später schlachtet der nun desertierte Supersoldat in den Wäldern Nordamerikas vier Jäger ab, weil er durch deren Hightech-Waffen eine faire Jagd ad absurdum geführt sieht. Dass der Täter hier als Opfer wahrgenommen wird, liegt in der Absicht Friedkins, der wie schon in „Rules“ in den anonymen Sesselkombattanten der Regierungsstellen die wahren Schlächter sieht. Sie wollen ihr auf-, nun aber ungezogenes Kind, das sie trainiert und in den Kampf geschickt haben, loswerden. Ein Ramboeskes Motiv mit einem zweifachen Verrat des Vaters am Sohn. Zum einen durch den Staat, zum anderen durch J.T. Bonham (Tommy Lee Jones), der Hallam ausgebildet hat, sich als Tierschützer in die Wildnis zurückgezogen hat und nun Jagd auf den Flüchtigen macht, für dessen Zustand er sich mitverantwortlich fühlt. Die Auseinandersetzungen zwischen beiden Männern zeigt Friedkin archaisch in realistisch effizient wirkenden Nahkämpfen ohne akrobatische Einlagen. Märchenhafteres bieten die teils erstaunlichen Stunts, aber olympiareifes Springen von Brücken oder Geländeschwimmen in Stromschnellen sind nicht erst seit „Auf der Flucht“ als Hollywooddisziplin toleriert. Als größere Euphoriebremse aber entpuppt sich der Plot. Denn er lässt Del Toro immer wieder entkommen, baut Figuren und Nebenhandlungen (die behauptete Bedrohung von Del Toros Freundin, die These Del Toros, reingelegt worden zu sein etc.) auf und lässt sie fallen, lässt beide Männer trotz atemloser Verfolgungsjagd Messer schmieden und Hallam im Blitz-Do-it-yourself eine aufwändige Falle bauen. Defizite, die es vielleicht nicht gäbe, wäre „Die Stunde des Jägers“ einige klärende Minuten länger. So ahnt man das Potenzial und sieht einen geradlinigen Actionthriller, der nie langweilt, in dem aber Regisseur, Stars und der großartige Kameramann Caleb Deschanel ursprünglich mehr gesehen haben könnten. kob.

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