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Die Spielerin

Kinostart: 17.06.2005

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama: Hannelore Elsner in der Rolle einer Spielsüchtigen, nach Motiven des Dostojewski-Romans "Der Spieler".

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Kritikerrezensionen

  • Die Spielerin: TV-Drama: Hannelore Elsner in der Rolle einer Spielsüchtigen, nach Motiven des Dostojewski-Romans "Der Spieler".

    Eine Frau verliert Vermögen und Würde durch ihre Spielsucht: Hannelore Elsner brilliert in einer Filmerzählung nach Motiven des Romans „Der Spieler“ von Fjodor Dostojewski.

    Sie ist ein Glückskind, das besage eindeutig ihr Horoskop, eröffnet der Anwalt Friedrich Mühlbichler (Erwin Steinhauer) seiner neuen Bekannten Polina Sieveking (Hannelore Elsner). Er bittet sie deshalb, für ihn Roulette zu spielen, ganz genau dreißig Minuten, als ob man damit die Gefahr einer Sucht eindämmen könnte. Denn Friedrich hat ein Geheimnis: ihm droht ein Prozess, weil Millionen unterschlagen haben soll. Polina hat in dieser schicksalhaften halben Stunde eine sagenhafte Glückssträhne, die ihr Leben verändern wird. Nach und nach verfällt sie erst Friedrich und dann dem Glücksspiel. Um ihm zu helfen, verzockt sie in Spielbanken in Hamburg und Travemünde ihr gesamtes Vermögen. Am Schluss hat Friedrich zwar den Prozess gewonnen, seine Geliebte jedoch an die Spielsucht verloren.

    Autor Fred Breinersdorfer und Regisseur Erhard Riedlsperger (er drehte mit Hannelore Elsner bereits „Die Rosenzüchterin“) erzählen den sozialen und moralischen Abstieg einer Dame aus gehobener Schicht eindringlich und mit einem ausgefeilten Bild- und Tonkonzept. Hannelore Elsner verkörpert die Ängste und Nöte dieser gefallenen Frau einprägsam und so glaubhaft, dass sie nach der Premiere beim Filmfest Hamburg von Betroffenen dafür gelobt wurde - und das ohne den Einsatz eines inneren Monologs, wie er in Dostojewskis Klassiker eingesetzt wird. Das Glücksspiel hat bei ihr nichts Glamouröses an sich, es ist ein Teufelskreis, in dem Polina nicht nur ihr Hab und Gut, sondern auch ihre Würde verspielt. Wie sie von Selbstmordgedanken und Scham geplagt unter der Dusche steht, gehört zu den packendsten Momenten dieses Films, denen sich Hannelore Elsner schonungslos und scheinbar ungeschminkt ehrlich stellt. Erwin Steinhauer spielt den Co-Süchtigen überzeugend zwischen Euphorie und Resignation, in Nebenrollen glänzen Nina Petri, Gesine Cukrowski und Frank Giering. sw.

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