Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama mit komödiantischen Untertönen um eine Mutter-Tochter-Beziehung nach der gleichnamigen Erzählung von Elke Heidenreich.

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Kritikerrezensionen

  • Die schönsten Jahre: TV-Drama mit komödiantischen Untertönen um eine Mutter-Tochter-Beziehung nach der gleichnamigen Erzählung von Elke Heidenreich.

    Road-Movie, Drama, Psychogramm: „Die schönsten Jahre“ ist ein ganz besonderer Film.

    „Frauen, die sich trauen“ heißt eine Porträtreihe, an der Journalistin Nina gerade arbeitet. Sie selbst gehört nicht dazu: Seit geraumer Zeit schafft sie es nicht, ihrer Mutter zu gestehen, dass ihre Ehe längst im Eimer ist; steht ein runder Geburtstag an, muss Gatte Ludwig – wenn er überhaupt mitkommen darf – an ihrer Seite heile Welt spielen. Kein Wunder: Eva (Doris Schade) wäre bei jedem Wettbewerb um Mütterlichkeit komplett chancenlos. Was immer auch Nina (Ulrike Kriener) versucht, nie ist es Eva gut genug. Erst am Ende wird sich zeigen, warum die alte Dame schon in jungen Jahren nie aus ihrer Haut konnte. Und noch später lüftet Nina ein Geheimnis, dass das Leben ihrer Mutter in völlig anderem Licht zeigt.

    „Die schönsten Jahre“ (nach einer Erzählung von Elke Heidenreich) ist zwar Frauenfernsehen, aber auch für Männer keineswegs zu zart. Selbst wenn man früh ahnt, dass auch Nina etwas zu verbergen hat und es daher keineswegs überrascht, wenn beide Frauen letztlich die gleiche Art von Geheimnis hüten: Dank der beiden Hauptdarstellerinnen ist die von Scarlett Kleint adaptierte Geschichte perfekt zum Leben erweckt. Bis auf Details (die Erzählung spielt in Mailand, der Film in Budapest) hält sich das Drehbuch eng an die Vorlage. Vor allem aber trifft Gaby Kubachs Inszenierung Heidenreichs Warmherzigkeit. Gerade Doris Schade wandelt ja auf schmalem Grat: Ihr Verhalten ermutigt einen geradezu, sie von Herzen zu verabscheuen. Und doch gelingt es ihr, auch über den Altersbonus hinaus Verständnis für eine Frau zu wecken, die in ihrem Leben ganze fünf Jahre genießen konnte: als ihr Mann an der Front war.

    Natürlich ist der Film, wie praktisch alle Road-Movies, eine Reise vor allem im übertragenen Sinne: Nina schafft es endlich, ihrer Mutter auf der Fahrt nach Ungarn all jene Fragen zu stellen, die ihr schon seit Jahrzehnten auf der Seele liegen; und Eva kommt zum ersten Mal nicht nur aus ihrem Bayerischen Kaff, sondern auch aus sich selbst heraus. Dritte im Bunde ist Flora (Julia Bremermann), die das Duo erstklassig ergänzt. „Die schönsten Jahre“ ist ein ganz besonderer Film. tpg.

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