Zu Halloween feiert der Horrorfilm hohes Fest. Auch zartbesaitete Gemüter verirren sich dann ins Grusel-Genre. Für alle lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen, denn häufig finden sich altbekannte Gesichter in unerwarteten Rollen.

Schreien allein bringt weder im Film noch für die Karriere was! Bild: Warner

Oftmals sind es nämlich nicht die Scream Queens und Hauptdarsteller der großen Horrorklassiker, die den Durchbruch im Filmgeschäft schafften, sondern die Schauspieler in den Nebenrollen, bzw. in den No-Budget-Filmen.

Die Karrieren von Jamie Lee Curtis („Halloween„), Sissy Spacek („Carrie„) und Neve Campbell („Scream„) sind tatsächlich die Ausnahmen. Heather Langenkamp lässt heute meist nur noch bei Spezialisten die Glocke bimmeln, dabei spielte sie das final girl in „Nightmare - Mörderische Träume„. Den Nebendarsteller des von Freddy schnell und blutig dahin gemetzelten Glen Lantz dagegen erkennt heute beinahe jedes Kind: Johnny Depp.

Freddy macht's vor: Der echte Star ist immer der Killer Bild: VCL

Silikon fürs Film-Nirvana

Das Horror-Genre, vor allem der Teenhorror und das Slasher-Subgenre, ist nicht als Star-Vehikel geplant. Im Zentrum steht der Killer/das Monster, wichtig sind die perfiden Tötungen und die Effekte, mit der die meist attraktive, wenn weiblich, tunlichst vollbusige Opferschar ins Jenseits befördert wird. Ehe dann das attraktivste und vollbusigste Opfer den Killer/das Monster töten darf - Auferstehung zur Fortsetzung inklusive.

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Alle Bilder und Videos zu Die Rückkehr der Killertomaten

Dementsprechend beliebt waren und sind diese Filme - mit wenigen Ausnahmen - auch bei den Schauspielern. Allein, jung und mittellos hatte so mancher spätere Star keine Wahl und verdingte sich widerwillig dennoch als dritter menschlicher Messerblock von links für des grimmen Rippers scharfe Klinge. Und diese Perlen nun wieder auszubuddeln, macht an Halloween gleich noch viel mehr Spaß.

…da, da, da… ganz links, da ist sie: Keira Knightley Bild: Tobis

Leatherface jagte Nurse Betty

Mal ehrlich, wer erinnert sich schon noch, dass Keira Knightley vor noch nicht einmal fünf Jahren die gepushte Quoten-Blondine in dem Klaustrophobie-Thriller „The Hole“ gab. Und sie ist in bester Gesellschaft: Renée Zellweger brillierte dereinst jung und schmollmundig in „Texas Chainsaw Massacre: The Next Generation“ - an der Seite des ebenfalls damals noch reichlich unbeleckten Matthew McConaughey. Da gleitet sogar Leatherface die Kettensäge aus der Hand.

Apropos Stars in schlechten Fortsetzungen von Kultklassikern: Patricia Arquette stand ebenfalls mal auf Freddy Kruegers Schlachtplan, in „Nightmare III„. Ihr Bruder David Arquette ist ein echter Aficionado was Horror-Schinken betrifft, von der „Scream-Trilogie über den Kannibalen-Reißer „Ravenous“ bis zu „Eight Legged Freaks„.

Dereinst auch im Banne der Dämonen: Hilary Swank Bild: Kurt Krieger

Schlachter, Spinnen, Blutsauger

Seine ersten Gehversuche unternahm er jedoch in einem echten Horror-Flopp: „Buffy the Vampire Slayer„. Der Kinofilm von 1992 hat bis auf das Setting nichts mit der Fernsehserie zu tun, und auch Sarah Michelle Gellar wirkt nicht mit. Dafür graut es einem anderen Hollywood-Superstar im Wartestand vor Blutsaugern: Hilary Swank - ja, ja zwei Oscars hatte ihr mit Sicherheit nach diesem Rohrkrepierer niemand vorausgesagt.

Haargenau so erging es Tom Hanks. Von „He knows you’re alone“ ist’s noch ein verdammt langer weg bis „Philadelphia“ und „Forrest Gump„.

Ebenso düster sah es für John Travolta aus. Mit „The Devil’s Rain“ feierte er ein heute höchst interessantes, im Jahre 1975 aber kaum beachtetes Leinwanddebüt, da konnte auch William Shatner nichts mehr daran ändern. Überraschend durfte Travolta ein Jahr später dann noch in der Stephen King-Adaption „Carrie“ ran, die ihn wiederum für „Saturday Night Fever“ samt folgender Weltkarriere qualifizierte.

Jason stellte ebenfalls späteren Stars nach Bild: Promo

Bacon wird Hackfleisch

Einen echten Kultfilm suchte sich Kevin Bacon als Debüt aus. Nicht „Footloose“ - wie dem Publikum heute in schlecht recherchierten 80er-Revival-Shows vorgegaukelt wird - sondern „Freitag, der 13.“ markierten seine ersten Schritte auf die große Leinwand. Wenn es auch verflucht kleine waren.

Demi Moore

Hartes Los zum Karriere-Start: George Clooney Bild: Kurt Krieger

George Clooney, King of Horror

Dabei weist dieser Film sogar noch den absoluten und ungeschlagenen Champion der Karriere-Fehlstarts im Horror-Genre auf. Ladies and Gentleman, die „Ed Wood Gedächtnis-Medaille in Gold“ geht an: George Clooney! Applaus!

Neben „Grizzley II“ wirkte Clooney in der Frühphase seiner Laufbahn noch im ebenso unnachahmlichen wie unfassbaren „Return to Horror High“ mit, sowie in „Return of the Killertomatoes„. Und dieser Film gilt nicht nur als schlechtester Film aller Zeiten, er allein soll der Grund sein, warum 1988 gar der mieseste Jahrgang der Filmhistorie überhaupt sein soll. Clooney hat es nicht geschadet.

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