Filmhandlung und Hintergrund

Gefühlvolle Verfilmung von Milena Mosers gleichnamigem Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft.

Die 25jährige liebesgefrustete Irma macht beim Putzen in der Villa der Richterin Frau Dr. Schwarz eine grausige Entdeckung: Die Juristin hält ihre Schwiegermutter Nelly in einem dunklen Kellerloch gefangen. Irma bringt Nelly vorübergehend in ihrer kleinen Dachwohnung unter und ein Racheplan wird ausgearbeitet. Irma steht schließlich als Millionärin da und findet sogar noch ihr Liebesglück.

Als Irma beim Saubermachen der Villa von Richterin Dr. Schwarz zufällig im Keller auf Oma Nelly, die dort von ihrer bösen Schwiegertochter eingesperrt wurde, trifft, ändert sich das bisher eher unspektakuläre Leben der 25-jährigen Putzfrau. Denn die dankbare Alte macht Irma kurzerhand zur Erbin von Villa und Vermögen. Doch gerade, als sich das ungleiche Duo anzufreunden beginnt, macht sich Oma Nelly aus dem Staub. Irma zögert nicht lange und folgt der Gönnerin auf die „Putzfraueninsel“ Mallorca.

Nelly wird von ihrer Schwiegertochter im Keller gefangen gehalten. Doch Irma, die Putzfrau rettet die alte Dame, die auf die Putzfraueninsel flüchtet. Irma folgt ihr. Geschichte über eine außergewöhnliche Frauenfreundschaft nach einer Romanvorlage.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Putzfraueninsel: Gefühlvolle Verfilmung von Milena Mosers gleichnamigem Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft.

    Der Name Peter Timm ist seit „Go Trabi Go“, „Ein Mann für jede Tonart“ und „Rennschwein Rudi Rüssel“ aufs engste (und bisweilen erfolgreichste) mit dem deutschen Film verbunden. Auch mit seiner jüngsten Großstadtkomödie nach dem gleichnamigen Roman von Milena Moser bewegt er sich auf dem vertrauten Terrain deutscher Alltäglichkeiten, in das sich die „Putzfraueninsel“ Mallorca nahtlos einfügt. Schade, daß seine heimischen Abgesänge diesmal nicht die Timm-typischen humorigen Tonlagen treffen, dafür aber mit sozialkritischen Paukenschlägen allzu heftig untermalt werden.

    Als die 25jährige Irma ihre neue Arbeit als Putze im Haushalt der strengen Richterin Frau Dr. Schwarz antritt, die für ihre Interessen über Leichen geht, will sie eigentlich nur einen gemütlichen Job, der sie in ihrem liebenswerten Chaotendasein erhält. Denn zwischen den eigennützigen Couchstunden mit ihrem liebestollen Therapeuten, den Balalaika-Klängen im Schwulenchor und der nachbarlichen Gyros-Kantine findet Irma nicht ihren eigenen Lebens-Drive. Das ändert sich, als mit Oma Nelly, die sie aus dem Kellerverlies der richterlichen Villa befreit, endlich eine lebenslustige und -tüchtige Bezugsperson in ihr Leben tritt. Nach einem Rachefeldzug gegen die böse Schwiegertochter, die Richterin, steht das Aschenputtel Irma plötzlich als Prinzessin da: als Erbin von Villa und Vermögen der alten Dame. Doch als es am schönsten ist, verschwindet Nelly plötzlich, und Irma darf ein weiteres Mal beweisen, daß sie gebraucht wird…

    Nichts gegen einen Stoff, aus dem die schönsten Märchenträume sind. Aber Peter Timm gelingt die Umsetzung der Fabel-Ebene in das Berlin von heute nur gebrochen. Seine Dialoge bleiben hölzern, der „zeitgemäße“ Witz (Schwulenchor, lächerlicher Psychotherapeut) allzu plakativ. Auch die Gesellschaftskritik (richterliche Vorzeigefamilie, abgeschobene Familienmitglieder) trägt nicht weit, die Figuren entwickeln sich nicht, sondern bleiben im Rollenmuster (die böse Schwiegertochter, das farbige Adoptivkind, der freundliche ausländische Mitbürger etc.) und damit im Klischee verhaftet. Timm verzichtet zudem auf bekannte Darsteller. Die Berlinerin Jasmin Tabatabai („Die Mediocren“) zeigt zwar einiges Talent, ist den Anforderungen der Hauptrolle aber nur bedingt gewachsen. Ihr zur Seite sorgt Schaubühnen-Star Christine Oesterlein als Nelly mit Witz und Charme für einige gelungene Szenen, und Dagmar Manzel („Schtonk!“) ist ganz der Richter-Drachen. Aus deutschen Landen frisch auf die Leinwand: Von der Vorliebe des Zuschauers für heimische Komödienkost dürfte auch „Die Putzfraueninsel“ profitieren. Für die Sonnenseite des Kinosommers allerdings wird es kaum reichen. boe.

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