Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

  1. Ø 3
   2004
Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse: Fortsetzung des spannend-gruseligen Thrillers, der Jean Reno auf der Suche nach einem Serienkiller in ein Kloster in den französischen Berge führt.

In einem abgelegenen Kloster hoch droben in den Bergen fließt beim Versuch, einen Nagel für ein neues Kruzifix einzuschlagen, Blut aus der Wand. Das Wunder entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eingemauerter Kadaver. Davon gibt es noch mehr, müssen Kommissar Niemans (Jean Reno) und sein Assistent Inspektor Reda (Benoît Magimel) bald feststellen. Im Laufe der Ermittlungen stoßen die Fahnder auf rätselhafte Aufzeichnungen und verstörende Vorzeichen, die es erst zu deuten gilt, um den oder die Mörder in Mönchskutte zu stellen.

Jean Reno goes „Name der Rose“ in diesem atmosphärisch dichten Nachfolger zum Serienkiller-Hit „Die purpurnen Flüsse„. Regie führt Olivier Dahan, das Drehbuch stammt von Luc Besson, und Christopher Lee ist auch mit von der Partie.

Grausame Leichenfunde bringen Kommissar Niemans und seinen ehemaligen Polizeischüler Reda auf die Spur unheimlicher Killer, die in Mönchskutten mit schier übermenschlichen Kräften Jagd auf eine Jesussekte machen. Hinter der Mordserie verbirgt sich der geheimnisvolle Plan eines gefährlichen Machtmenschen, der die Schlüssel zum Weltuntergang in seinen Händen hält.

Als Kommissar Niemans wegen eines mysteriösen Vorfalls in das Kloster Lothaire gerufen wird, macht er eine grausame Entdeckung – in einer Wand findet er eine eingemauerte Leiche. Während seiner Recherchen trifft er auf seinen ehemaligen Schüler Reda, der einem ähnlichen Fall bearbeitet. Schnell kommen die beiden auf die Spur unheimlicher Killer, die in Mönchskutten blutige Jagd auf eine Jesussekte machen. Als Niemans und Reda schließlich auf ein versiegeltes Buch stoßen, wird ihnen ein grausames Geheimnis offenbart.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Vorspann verrät schon, was sich die Macher für diese zweiten Folge des französischen Erfolgsfilms „Die purpurnen Flüsse“ vorgenommen haben: alles soll spektakulärer sein als gehabt. Fährt die Kamera im Original aus dem Jahr 2000 in detailreichen, intensiven Großaufnahmen einen toten und gequälten Körper ab, muss sie hier schon ins Innere eindringen. Adern und Zellstrukturen, Farben von rot bis purpur. Doch die bunten Formen werden zu harmlosen ästhetischen Arrangements ohne schockierende Wirkung. Dies kann man als Motto für den gesamten Film begreifen. Ein Film nach der „man nehme..“ Methode. Lang ist die Liste der Vorbilder, die Regisseur Dahan in seinem misslungenen Film verwurstet: Farbästhetik und biblische Referenzen wie in „Sieben“, ein Buch im Mittelpunkt des Begehrens wie in „Die neun Pforten“, eine Prise „Stigmata“, die Ausstattung oft angelehnt an „Delikatessen“. Das alles arrangiert um den Türen eintretenden Hauptdarsteller Jean Reno. Man merkt ihm an, wie unwohl er sich inmitten der haarsträubenden Geschichte fühlt. „Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse“ setzt sich bis in kleinste Details aus Bildern, Motiven und Dialogen seiner Vorbilder zusammen, doch es gibt keine starke Idee, die das Ganze zusammenhält. Ästhetisch wie inhaltlich geht alles unter in dieser maßlos überwürzten Suppe. Luc Besson („Das fünfte Element“, „Leon – der Profi“) hat ein Drehbuch geschrieben, das volle Konzentration fordert, will man der Haupthandlung folgen. Doch zu sehr sollte man sich auch wieder nicht konzentrieren, dann nämlich treten die zahlreichen logischen Brüche, die oft lachhaften Figuren und Dialoge voll ins Bewusstsein. Flics, die einen Mann auf der Strasse schwer anfahren und dann lustige Sprüche darüber machen, oder ein Amphetamin aus Kriegszeiten, das –ähnlich Obelix’ Zaubertrank – unverwundbar und fast unendlich stark macht.

    Die französische Provinz wird hier, wie schon im viel besseren ersten Teil, von zurückgebliebenen Hinterweltlern besiedelt, man ist im Mittelalter stehen geblieben. Erst Kommissar Niemans bringt Licht ins Dunkel und klärt uns einmal mehr darüber auf, dass der Aberglauben meistens von finsteren Hintermännern missbraucht wird, um ihre weltlichen Ziele durchzusetzen. Ein rationalistischer Gedanke, den der Film selbst torpediert, wenn er bewusst Metaphysisches zu zeigen versucht - Holzbalken leuchten voll innerer Glut, und ein reinkarnierter Jesus visioniert im Krankenbett liegend, was zugleich andernorts geschieht. Dort versucht der ewige Nazi (Christopher Lee), das Geheimnis des Christentums an sich zu reißen. Natürlich gelingt ihm das nicht; Niemans Sieg ist natürlich so sicher, wie das Amen in der Kirche. Bleibt nur zu hoffen, dass die Produzenten von einem weiteren Sequel absehen. Empfehlenswert nur für ausgesprochene Reno – Fans.

    Fazit: Der Psychothriller vermittelt eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die diesen Film mit seiner abstrusen Story und seinen Ungereimtheiten allerdings allein nicht tragen kann. Selbst in seinen besten Momenten ist „Die purpurnen Flüsse 2 – Die Reiter der Apokalypse“ meilenweit von seinen Vorbildern entfernt.
  • Drei Jahre nachdem in einer abgeschiedenen Alpenuniversität kreativ gezüchtet und gemordet wurde, wird Jean Renos Kommissar für außergewöhnliche Fälle an einen neuen Tatort gerufen. Dieses Mal geht es um nichts weniger als die biblische Apokalypse, ein ominöses, von Gott geschriebenes Buch und, wie „Die Passion Christi“, um einen Mann namens Jesus, der seines Lebens, aber auch seiner Jünger beraubt werden soll. Weil schon der Vorgänger in den deutschen Kinos mit über 800.000 Zuschauern gut abschnitt, ist es wohl Vorbestimmung und kein Wunder, wenn dies auch dem Nachfolger gelingt.

    War das Original noch eine Adaption eines Bestsellers von Jean-Christophe Grangé, so übernimmt das in Frankreich bereits sehr erfolgreiche Sequel die Hauptfigur des Kommissars Niemans (Reno), das Konzept zweier zusammenführender Fälle und den düsteren Background, um damit einen neuen Plot mit absurden Touch zu stricken, für den hier Frankreichs Hitgarant Luc Besson verantwortlich zeichnet. Für die Regie verpflichtet wurde Olivier Dahan, der in seinem fünften Kinofilm Stärken und Schwächen vereint, die für ehemalige Clipspezialisten nicht untypisch sind. Dazu gehören eine hyperaktive Kamera, ein gutes Gefühl für die Kinetik von Actionsequenzen und die Lust am Bild, aber auch sehr artifizielle Lichtsetzung und eine dramaturgische Gestaltung, die auf den Effekt setzt und Glaubwürdigkeit ignoriert. Bessons Drehbuch vermischt Sektenkult mit „Der-Name-der-Rose“-Atmosphäre, hat seine zentralen Schauplätze in einem abgelegenen Kloster, in Tunneln und Geheimgängen entlang der Maginot-Linie, des unfertig aufgegebenen französischen Verteidigungswalls. Meteorologisch dominiert der Regen, zeitlich die Nacht, während die Mönche des Klosters Lothaire im Auftrag eines mächtigen Hintermannes Jagd auf eine Jesus-Sekte machen, um die Sieben Siegel der Apokalypse zu öffnen, um über das Buch Gottes mit eben diesem „kommunizieren“ zu können. Dafür aber müssen der moderne Jesus und seine zwölf Apostel, die die gleichen Namen und Berufe haben wie ihre biblischen Vorbilder, sterben. Diese Erkenntnis muss Niemans sich aber erst erarbeiten, gleichzeitig weitere Morde zu verhindern versuchen. Nach etwa 40 Minuten erhält er Unterstützung von einer Religionswissenschaftlerin, die mittlerweile bei der Polizei arbeitet, und seinem ehemaligen Schüler Reda, der ursprünglich in einem anderen Fall ermittelt.

    Frankreichs in Kunst- und Kommerzfilmen gleichermaßen einsetzbare Allzweckwaffe Benoit Magimel spielt diesen Aktivposten, der wie schon Vincent Cassel im Vorgänger für den Körpereinsatz zuständig ist und mit Reno ein sympathisches Team bildet. Auch wenn die Handlung kaum Gründe liefert, ernst genommen werden zu müssen, und das geöffnete Buch Gottes im Unterschied zu Spielbergs Bundeslade wenig Spektakuläres zu bieten hat, können Thrillerfans im Copduo, vor allem aber einigen Actionsequenzen Kompensation finden. Dazu gehört auch eine frenetische, extrem vitale Verfolgungsjagd zu Fuß, die vorbildhaft für den Film insgesamt hätte sein müssen. Denn sie ist unglaubwürdig, aber trotzdem mitreissend. kob.

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