Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimi um eine Medizinstudentin, die versucht, den vermeintlichen Selbstmord ihres Ex-Freundes aufzuklären.

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Kritikerrezensionen

  • Die Pathologin - Im Namen der Toten: TV-Krimi um eine Medizinstudentin, die versucht, den vermeintlichen Selbstmord ihres Ex-Freundes aufzuklären.

    Meinen es die Autoren gut mit ihnen, sind Pathologen in deutschen Krimis etwas schräge Gestalten, deren Genialität oft mit ein bisschen Wahnsinn gepaart ist. Gern verkörpern sie auch das Abstellgleis der Medizin: Wer im Keller der Klinik gelandet ist, steckt in der Sackgasse, ganz gleich, ob als Arzt oder als Patient. Einige Fernsehfiguren haben allerdings viel für das Ansehen des Berufsstandes getan: „Tatort“-Professor Boerne aus Münster zum Beispiel, Gerichtsmediziner Kolmaar aus der ZDF-Reihe „Der letzte Zeuge“ und natürlich die Ermittler aus der Erfolgsserie „CSI Miami“. Ganz in diesem Sinne macht ProSieben nun eine junge Frau zur Titelfigur eines spannenden Medizin-Thrillers, selbst wenn der schlichte Titel „Die Pathologin“ (Regie: Jörg Lühdorff, Buch: Rafael Sola Ferrer) streng genommen nicht ganz der Wahrheit entspricht: Die Heldin ist Medizinstudentin.

    Eigentlich will Leo (Maria Simon) ihr praktisches Jahr bei dem renommierten Transplantationsexperten Wagner (Rudolf Kowalski) absolvieren. Doch als ihr Ex-Freund Max unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, die Polizei den Tod aber als Selbstmord zu den Akten legt und die Leiche daher nicht obduzieren lassen will, tauscht sie den Praktikumsplatz kurzerhand mit Kumpel Constantin (Daniel Krauss), der das bittere Los der Pathologie gezogen hat. Gemeinsam mit Kommissarin Johanna König (Elke Winkens) findet Leo heraus, dass Max tatsächlich ermordet worden ist. Und nicht nur das: Einiges deutet darauf hin, dass ausgerechnet der saubere Wagner Dreck am Stecken hat. Tatsächlich glaubt der Forscher, bahnbrechende Fortschritte in der so genannten Xeno-Transplantation gemacht zu haben: Mit Erfolg hat er Organe aus Schweinen in Menschen gepflanzt, allerdings ohne deren Wissen. Doch die Experimente sind aus dem Ruder gelaufen, und weil Max das entdeckt hat, musste er sterben: Zusammen mit einer Leber wurden auch bislang harmlose Viren übertragen, die im neuen Wirtskörper mutiert sind und nun eine tödliche Epidemie auslösen können.

    Auch wenn man Elke Winkens die Kommissarin nicht so ohne weiteres abnimmt und eine alte emotionale Rechnung zwischen den beiden jungen Frauen, die aus dem gleichen Dorf nach Berlin gezogen sind, etwas weit hergeholt wirkt: Der Film ist in seinen besten Momenten ähnlich packend wie der Kinoknüller „Anatomie“, und die von Maria Simon mit einer sympathischen Mischung aus Unbekümmertheit und Hartnäckigkeit gespielte Studentin hat absolut das Zeug zur Reihenfigur. Reizvoll sind auch die Nebenrollen, etwa Thierry van Werveke als Johannas abweisender Vorgesetzter oder Nina Petri, die ihre Chefin der Pathologie mit ziemlich harten Zügen ausstattet, hinter denen ab und an eine unverhoffte Weichheit durchschimmert. tpg.

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