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Fakten und Hintergründe zum Film "Die Noobs - Klein aber gemein"

Kino.de Redaktion |

Die Noobs - Klein aber gemein Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Ein Blick hinter die Kulissen

Eine hübsche blonde Teenagerin rekelt sich neben einem einladend blauen Swimmingpool in ihrem Badeanzug auf einer Liege, während ganz in der Nähe zwei niedliche Jungs, Zwillinge, auf den Eingang einer perfekt anmutenden Urlaubsunterkunft für die ganze Familie zusteuern. Ein altes, aber gut gepflegtes Haus mit einem Ziegeldach und großen, herrschaftlich anmutenden dunkelgrün lackierten Fenstern. In der offenen Garage liegen ein paar kleine Schlauchboote. Die Wände der dreistöckigen, ziemlich verwinkelten Villa sind mit Angelruten und allerlei Fotos bedeckt, auf denen die Familienmitglieder ihre beeindruckenden Fänge präsentieren. Draußen sind einige Bäume des nahen Waldes und einige sanfte Hügel zu sehen. Ein richtig idyllischer Ferienort. Hier können Vater und Sohn beim Angeln im nahen See viel Zeit miteinander verbringen. Technik gibt es in dem Haus nicht. Weder eine Playstation noch iPods oder andere Dinge, an die die Kinder im Alltag gewöhnt sind.

Wir erreichen das Set des kommenden Films DIE NOOBS - KLEIN ABER GEMEIN

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an einem warmen, ruhigen Tag. Das Drehbuch zu der Abenteuerkomödie stammt von Madagascar-Schauspieler Mark Burton und Adam F. Goldberg, der auch für das Drehbuch von „The Muppets: Wizard of Oz“ verantwortlich zeichnet. Was nach einer typischen Ferienunterkunft für einen Angelurlaub in Michigan aussieht, ist in Wahrheit ein auf der anderen Seite der Welt in den Waldgebieten in der Umgebung von Auckland gelegenes Gebäude.

Zwei Familien, eine aus Detroit, die andere aus Chicago, treffen sich in einer großen, wunderschönen, an einem idealen Angelsee gelegenen Villa. „Dementsprechend haben wir versucht einen Ort zu schaffen, an dem sich diesen Familien die Gelegenheit bietet, auf technische Hilfsmittel zu verzichten, ihre iPods beiseitezulegen und die Natur mit ihren immergrünen Bäumen, saftigen Wiesen und dem wunderschönen, großen Haus in vollen Zügen zu genießen”, erklärt Production Designer Barry Chusid, bekannt für seine Mitarbeit bei The Day After Tomorrow.

Trotz der gewaltigen Entfernung zwischen Neuseeland und Michigan merkt man nicht, dass der Dreh Tausende von Meilen vom eigentlichen Ort der Handlung entfernt stattfindet. Sogar die Steckdosen im Haus wurden durch nordamerikanische Fabrikate ersetzt, und eben diese Detailverliebtheit sorgt dafür, dass niemand bemerken wird, dass der Film auf der anderen Seite der Welt gedreht wurde, wenn er auf der großen Leinwand erscheint.

„Es gibt so viele Kleinigkeiten, die auf der südlichen Welthalbkugel anders sind als auf der nördlichen”, fährt Barry Chusid fort. „Häufig ist es bei einem Film so, dass man diese Unterschiede nicht unbedingt sieht, aber spürt, wie zum Beispiel die falsche Höhe eines Türgriffs oder einer Steckdose. Wir haben dafür gesorgt, dass alles so aussieht wie an einem gewöhnlichen Urlaubsort in Michigan, damit sich die Geschichte vollständig auf die Charaktere, die Außerirdischen und deren Reise konzentrieren kann. Wir haben versucht, uns der Herausforderung zu stellen und ein wenig Spaß zu haben.”

Sogar das Klima ähnelt mit einem fantastischen, wolkenlos blauen Himmel und sich sanft im Wind wiegenden Bäumen dem Sommer in Michigan. Eine Urlaubsidylle, bei der es nur schwer vorstellbar ist, dass sie plötzlich von einem Haufen böser Außerirdischer mit finsteren Absichten gestört werden könnte. Aber genau das geschieht in der Abenteuerkomödie DIE NOOBS - KLEIN ABER GEMEIN.

„Mich hat die Tatsache fasziniert, dass es sich hierbei um eine komplett eigenständige Story mit extrem komischem Konzept und kristallklar herausgearbeiteten Charakteren handelt, sowohl auf der menschlichen als auch auf der außerirdischen Seite. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen und ich konnte das Endresultat kaum erwarten. Dass wir von keinerlei Quellenmaterial abhängig sind, gestattet einem Filmemacher grenzenlose kreative Möglichkeiten”, so Regisseur John Schultz, bekannt für seine Mitarbeit bei The Honeymooners und Like Mike.

Auch Produzent Barry Josephson, der mit John Schultz bei der äußerst erfolgreichen Komödie Like Mike zusammenarbeitete, konnte es kaum abwarten, zusammen mit John Schultz, eine neue Erfolgsgeschichte auf die Leinwand zu bringen.

„Als ich das Drehbuch geschickt bekam, wurde mir gesagt, das müsste ich unbedingt lesen, also habe ich es mir noch in der gleichen Nacht angesehen und mich sofort darin verliebt. Ich liebe seine Originalität. Das Konzept ist so wunderbar, weil ich die Idee von kleinen Außerirdischen, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, so urkomisch finde”, so Produzent Barry Josephson, zu dessen zurückliegenden Erfolgen auch Verwünscht gehört, voller Begeisterung. „In Neuseeland zu drehen war großartig,” so Josephson weiter.

DIE NOOBS - KLEIN ABER GEMEIN ist nicht nur urkomisch, sondern wirft auch einen nuancierten und liebenswerten Blick auf Familienbeziehungen und die Suche nach der eigenen Identität. Im Mittelpunkt steht der Teenager Tom, gespielt von Carter Jenkins, der mit seinen Eltern, seinen Schwestern und weiteren Verwandten Ferien in einem wunderschönen alten Haus in Michigan macht. Er muss den Angriff auf die Außerirdischen anführen, da, wie wir im Film erfahren, die Erwachsenen dazu nicht in der Lage sind.

„Ich beginne als unsicherer Außenseiter, der gerne cool wäre. Ich bin mir wegen meiner Intelligenz unsicher und finde im Laufe des Films heraus, dass all die Dinge, wegen derer ich unsicher bin, hilfreich im Kampf gegen die Außerirdischen sind. Ich muss mich nur trauen, die Rolle als Held anzunehmen”, so der dunkelhaarige Carter Jenkins, dessen gutes Aussehen vermuten lässt, dass er schon bald zu einem der meist umschwärmten Stars Hollywoods zählen wird. „Mein Charakter ist ein Poser, der etwas sein möchte, was er nicht ist. Er glaubt, es sei uncool klug zu sein, aber dann findet er heraus, dass das Gegenteil der Fall ist.”

Ashley Tisdales Charakter Bethany hingegen hält sich zu Beginn des Films für unglaublich cool. Die schlanke, blonde Schauspielerin, die Toms ältere Schwester spielt, ist perfekt für die Rolle als hübsche Teenagerin, die ihren älteren Freund Ricky, gespielt von Robert Hoffman, beeindrucken will, geeignet.

„Bethany ist ein typischer Teenager. Sie hat einen jüngeren Bruder und eine jüngere Schwester. Ihre Beziehung zu ihrem Bruder ist dadurch gekennzeichnet, dass beide sich die ganze Zeit ärgern und er ihr furchtbar peinlich ist”, erklärt Tisdale. „Aber hinter der gemeinen älteren Schwester verbirgt sich ein Mensch mit einer Menge Herz, und als sie mitbekommt, was los ist, steht sie ihrer Familie bei und gibt ihr Bestes, deswegen hat es viel Spaß gebracht sie zu spielen.”

Und Regisseur John Schultz ist sich absolut sicher, dass er für jede Rolle die perfekte Besetzung gefunden hat.

„Unsere Schauspieler haben einen unglaublichen Enthusiasmus an den Tag gelegt, wahrscheinlich weil das Drehbuch jedem der Darsteller viele Gelegenheiten zum Glänzen bietet. Ashley ist die perfekte ältere Schwester. Ihr komödiantisches Talent, ihre unerschöpfliche Energie und ihre vollendeten Fähigkeiten vor der Kamera waren eine Inspiration für all die anderen Kinder”, schwärmt er.

Als wir an einem warmen Freitagmorgen am Set ankommen, dreht Ashley gerade eine Szene mit Robert Hoffman am Pool. Beide liegen auf Liegestühlen, und als er gerade versucht sie zu küssen, eröffnet Tom mit einem Paintball-Gewehr das Feuer auf die beiden! Die Rolle als Ricky gefällt Hoffman sehr, weil sie ihm physisch eine Menge abverlangt – eine einfache Aufgabe für den ausgebildeten Tänzer, der in Step Up 2 The Streets mitgespielt hat.

„Ich habe mich nicht ernsthaft verletzt, aber ich habe mir auf jeden Fall zu einigen Kopfschmerzen verholfen. Gestern hatte ich eine Szene, bei der ich mich selbst ohrfeige und wir stellten fest, dass die ganze Sache noch komischer wäre, wenn ich mich wesentlich härter, schneller und länger ohrfeige. Danach kam ein Dialog und mir war schon etwas duselig! Das Tolle ist, dass ich, als ich das Drehbuch dass erste Mal las, dachte, es wäre nur ein Kinderfilm, aber der Film ist für jeden etwas, dem zum Beispiel Shrek gefallen hat. Es macht so viel Spaß ihn zu sehen, dass er für jede Altersgruppe geeignet ist. Dieser Film hat so viele unterschiedliche Facetten”, so Hoffman.

Woran sich alle Schauspieler bei DIE NOOBS - KLEIN ABER GEMEIN erst gewöhnen mussten, war das Zusammenspiel mit den Außerirdischen. Sie realistisch aussehen zu lassen war ein Job für Animation Director Len Joosen.

„Meine Aufgabe bestand darin, dafür zu sorgen, dass das Zusammenspiel mit den Außerirdischen genauso gut lief, wie das zwischen den Menschen – eine echte Herausforderung. Wir haben sogenannte Stuffies anstelle der animierten Außerirdischen benutzt, die allerdings fast 40 Kilo wogen. Niedlich, aber ganz schön schwer, wenn man mit einem siebenjährigen Mädchen zu tun hat. Ashley Boettcher spielt die kleine Schwester Hannah, die sich mit einem der Außerirdischen anfreundet. Das Problem war, dass sie den Stuffie nicht halten konnte, weil er zu schwer war, deswegen haben wir ihr stattdessen zum Spielen ein hellgrünes, weiches Spielzeug gegeben, damit sie etwas hatte, worauf sie sich konzentrieren konnte.”

Wenn eine Szene abgeschlossen war, wurde jeder Stuffie von Visual Effects Supervisor Doug Smith durch die animierte Version ersetzt.

„Bei jedem neuen Film, bei dem Spezialeffekte zum Einsatz kommen, wird die jeweils modernste Technik verwendet und die baut immer auf all den anderen Filmen auf, die wir bisher gemacht haben. DIE NOOBS - KLEIN ABER GEMEIN verfügt aber auch über viele Besonderheiten. Es kommen Wesen vor, die nicht von diesem Planeten stammen. Wir mussten also spezielle Texturen und andere Dinge entwickeln, mit denen sich die Menschen zwar identifizieren können, die aber nicht von dieser Welt sind. Wir haben die Technik anders eingesetzt, um den Außerirdischen ein besonderes Aussehen zu geben.”

Carter Jenkins war von der eingesetzten Technik hellauf begeistert und das Zusammenspiel mit den Stuffies brachte ihm großen Spaß.

„Es macht viel Spaß mit Spezialeffekten zu arbeiten, weil man im Grunde alleine spielt und seine Fantasie benutzen muss. Man erzählt eine Geschichte, in diesem Fall eine sehr amüsante. Man muss nicht erwachsen werden. Man setzt seine Fantasie ein wie ein Kind. Es wird eine Menge Spaß machen, den Film zu gucken, weil es jede Menge Spaß gebracht hat, ihn zu drehen.”

Das kleinste Mitglied der Familie, die unglaublich süße Ashley Boettcher, hat sich sogar mit ihrem Stuffie angefreundet. „Er ist auch im echten Leben mein bester Freund geworden, er ist mein Lieblings-Alien!” so die Siebenjährige.

Für Regisseur John Schultz war das Beste am Dreh von DIE NOOBS - KLEIN ABER GEMEIN das Gesamterlebnis, „die tagtägliche Arbeit mit den Schauspielern, zu sehen wie sie aus jeder Szene etwas Besonderes gemacht haben und zu erleben wie die Außerirdischen als vollständige Persönlichkeiten zum Leben erweckt wurden.”

Über die Produktion

DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN basiert auf einer Geschichte von Mark Burton, der die Story für einen Familienfilm schreiben wollte, wie er ihn persönlich besonders mag: Er sollte voller Abenteuer stecken und unerwartete Wendungen haben; er sollte geistreich sein und liebenswerte Charaktere besitzen, seien diese nun alt oder jung. Burton, der auch als Ko-Drehbuchautor firmiert, verbrachte zu Hause in London mit seiner Frau, Familie und Freunden den Tag. Während sich die Erwachsenen im Erdgeschoss unterhielten, tobten seine Kinder und die der Bekannten im oberen Stockwerk herum. Was wäre, so dachte sich Burton, wenn die Kinder oben gegen Außerirdische kämpften, während die Erwachsenen unten ahnungslos herumsaßen.

Für Burton dreht sich bei seiner Geschichte alles um Phantasie und Vorstellungskraft. Dabei war seine Inspiration jedoch sehr realitätsbezogen. „Als meine Kinder noch kleiner waren, waren stets viele Nachbarn bei uns zu Besuch“, erinnert er sich. „Wir saßen in der Küche und alle Kinder verschwanden im Obergeschoss. Bald war ein Heidenspektakel im Gange, die Kids rannten umher und beschossen sich gegenseitig mit allen möglichen Dingen. Und als ich eines Tages so dasaß und beobachtete wie die Decke zitterte, fragte ich mich, ob dort oben wirklich eine Schlacht im Gange war, von der wir nichts ahnten? Dies wurde der Hauptbestandteil von ALIENS IN THE ATTIC (zu Deutsch: Aliens auf dem Dachboden). DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN (so der deutsche Titel) ist ein Außerirdischen-Abenteuer, bei dem die Kinder alle Fäden in der Hand halten und die Eltern derweil völlig ahnungslos bleiben“.

Die von den Kindern selbst erstellte Kartoffelkanone ist eine ihrer Hauptwaffen im Kampf gegen die Noobs. Sie verstehen es aber auch sehr schnell, sich die Technologie der Eindringlinge – nämlich die Gedankenkontrollmaschine - für ihre Zwecke zu nutzen. Die genialste Apparatur, die Burton sich ausdachte, ist eine Hightech-Pfeilspitze, die ein Steuerelement im Kopf des Opfers implantiert und es so zum Roboter der Außerirdischen macht. Via Steuerkonsole, die der von Videospielen gleicht, und einem „AlienTooth“-Ohrstöpsel, welcher als technischer Simultandolmetscher (Noobian-Deutsch; Deutsch-Noobian) fungiert, kann nun das Opfer, sei es nun Mensch oder Außerirdischer, wie eine Marionette manipuliert werden. Die Pearson-Kinder begreifen schnell wie man die Noobs-Maschine bedient – im Prinzip wie ein modernes Videospiel.

Burton erinnert sich wie er auf die Gedankenkontrollmaschine kam: „Ich brauchte irgend etwas, das erklärte, warum die Erwachsenen nicht in den Kampf gegen die Außerirdischen eingreifen können. Und so kam ich auf diesen Apparat. Die Eltern sind hilflos, potenzielle Opfer, ihre Kinder – bei welchen der Apparat nicht funktioniert - die letzte Hoffnung fürs Überleben der Menschheit. Und genau dieser Ansatz bot auch jede Menge Möglichkeiten für gute Witze und viel Spaß. So nach dem Motto: Was passiert, wenn die nette Oma plötzlich als Martial-Arts-Kriegerin der Schwerkraft trotzt? Oder: Was passiert, wenn diese Maschine in die Hände der Kinder fällt und sie diese einsetzen, um den lahmen Freund der großen Schwester unter ihre Kontrolle zu bekommen? Die Gedankenkontrollmaschine garantierte fraglos jede Menge Humor.“

Das Drehbuch zu DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN, das Ko-Autor Adam F. Goldberg mit einigen zusätzlichen Finessen „aufbesserte“, gefiel Produzent Barry Josephson auf Anhieb. Er hatte jüngst ENCHANTED („Verwünscht“, 2007) produziert, eine Fantasy-Komödie, die auch stark von Einbildungskraft, Humor und Spaß lebt. „Ich mochte den Ton von DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN sofort“, erzählt Josephson, ein Veteran im Filmgeschäft, der unter anderem den Blockbuster MEN IN BLACK („Men in Black“, 1997) mitverantwortete. Wie schon bei ENCHANTED hatte er bei DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN Familien als Publikum im Auge. „Dies ist kein Film, der ausschließlich für Kinder gedacht ist. Alle können ihn sich ansehen. Es gibt jede Menge zum Lachen, viel Action und originelle Situationen“, fährt Josephson fort. „Man weiß nie genau, wohin die Geschichte geht, was die Außerirdischen im nächsten Moment machen werden. Und Kinder sind immer für Überraschungen gut!“

Bei der Wahl des Regisseurs entschieden sich Josephson, Twentieth Century Fox und Regency Enterprises für John Schultz, der für Josephson schon die Komödie LIKE MIKE („Like Mike“, 2002) inszeniert hatte. Schon während des ersten Treffens wurde klar, dass man bei DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN seiner Kreativität absolut freien Lauf lassen würde – und zwar von der Vorproduktionsphase bis zur Fertigstellung des Films. Die beiden Filmemacher tauschten sich laufend aus und kamen schnell überein, dass der Kampf zwischen den Pearsons und den Außerirdischen das Herzstück der Produktion bilden sollte. „Mir gefiel, dass John viel Enthusiasmus für dieses Projekt aufbrachte“, sagt Josephson. „Er verstand sofort wie die Kinder und die Außerirdischen tickten. Und John wollte auch von Anfang an, dass die Noobs sich von allen Außerirdischen unterschieden, die man bislang im Kino zu sehen bekommen hat.“

Schultz und Josephson setzten sich umgehend mit der renommierten Effektfirma Rhythm & Hues (THE INCREDIBLE HULK ; THE GOLDEN KOMPASS ) und dem Effektüberwacher Douglas Hans Smith in Verbindung. Schultz erklärte den Verantwortlichen der FX-Firma wie er sich seine Außerirdischen und deren Leben vorstellte und Smith versah diese anschließend mit echten „Biographien“. Schultz, Josephson, Smith und die Animatoren von Rhythm & Hues entschieden sich dafür, dass jeder der Noobs seine ganz eigene „Persönlichkeit“ bekam. „Man kann jeden einzelnen identifizieren, ehe er sich bewegt oder spricht“, unterstreicht Josephson. „Skip“ ist der herrische Sergeant, der voll auf die Gedankenkontrolliermaschine setzt und auf den niemand hört. „Spark“ lautet der Name des netten, klugen und begabten „Reparier“-Außerirdischen, der ungeheuer geschickt darin ist, Sachen aufzuheben. Die weibliche Kampfmaschine heißt „Razor“, eine aggressive Mischung aus Schönheit und Bestie, und dann ist da schließlich noch „Spike“, die muskulöse Dumpfbacke, der „Schrecken des Dachbodens.“

Aber die Noobs waren nur Teil der Besetzung. Josephson und Schultz brauchten auch noch reale Darsteller und dabei setzten sie auf einen Mix aus Comedy-Veteranen und aufstrebenden Newcomern. In den Part des liebeskranken Teenagers Bethany schlüpfte die Sängerin und Schauspielerin Ashley Tisdale, bekannt aus den populären HIGH-SCHOOL-MUSICAL-Filmen. Tisdale wollte nach dem Erfolg dieser Serie etwas ganz anderes spielen. Barry Josephson: „Ich fragte Ashley, was sie als nächstes machen wollte. Und sie antwortete: ’Einen Actionfilm.’ Ich darauf: ’Hier hast du einen.’ Und bezog mich dabei auf DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN.“

Tisdale gefiel der Kampf mit den Außerirdischen, obwohl sie als Bethany erst recht spät ins Geschehen eingreift. Aber ehe sie zur Noobs-Jägerin mutiert, ist sie laut Ashley „ein typisches Teenager-Mädchen, das sich älter zu geben versucht als sie wirklich ist.“ Sie ist so in ihren Freund verschossen, dass „sie gar nicht merkt, was für ein Wahnsinn um sie herum vorgeht.“ Als sie dann aber schließlich in den Kampf gegen die Außerirdischen eingreift, ist sie gar nicht in ihrem Element. „Bethany hat normalerweise alles bestens unter Kontrolle. Aber als sie in die Schlacht eintritt, verliert sie diese – zunächst.“ Zum Schluss aber gewinnt Bethany wieder die Oberhand – sie wird auf jedem Planeten letztendlich als Siegerin vom Feld gehen. „Als es zur finalen Schlacht zwischen den Pearsons und den Noobs kommt, steht Bethany wirklich ihre Frau“, sagt Tisdale. „Sie ist niemand, der sich herumschubsen lässt.“

Das Objekt von Bethanys Begierde heißt Ricky Dillman, der es geschafft hat, sich ins Ferienhaus der Pearsons einzuschleichen, um das Wochenende mit seiner Flamme zu verbringen. Aber Ricky ist nicht der nette Typ, der er vorgibt zu sein. Entsprechend ist er das ideale Opfer für die Gedankenkontrollmaschine der Noobs. Als das Implantat in seinem Gehirn appliziert wird, springt Ricky auf die Füße. Sein Kinn fällt herab, seine Augen werden glasig und Speichel tropft aus seinem Mund. Robert Hoffman (STEP UP 2: THE STREETS, „Step Up 2 the Streets”, 2008), ein ebenso renommierter Tänzer wie Darsteller, brachte all sein Talent auf, um die Roboterversion des Ricky, auch bekannt als „Zombie Ricky” zu verkörpern. „Ich hatte viel Spaß und griff auf meine Routine als Tänzer zurück, um den Ricky zur wirklich komischen Figur zu machen“, erzählt er. „Ich fiel wie ein Brett nach hinten um, katapultierte mich aus der Bauchlage wieder auf die Beine, wurde die Treppe hinuntergeworfen und lief ungebremst in Autos hinein.“

Sobald die Pearson-Kinder die Gedankenkontrollmaschine in Händen halten, machen sie sich einen Spaß daraus, Ricky damit zu quälen – so muss er sich beispielsweise immer wieder selbst Ohrfeigen geben. Damit der physische Humor besser rüber kam, gab sich Hoffman nicht mit „Filmschlägen“ zufrieden. „Ich sagte zu Regisseur John Schultz, dass ich wüsste, wie man diese Szenen noch lustiger gestalten könnte – ich müsste nur fester zuschlagen. Was ich dann auch tat.“

Eines der Action-Highlights des Films ist das spektakuläre Martial-Arts-Duell zwischen der lieben Oma der Kinder, Nana Rose, die zu dem Zeitpunkt unter dem Einfluss der von den Pearsons gesteuerten Gedankenkontrollmaschine steht, und Ricky, den die Außerirdischen lenken. Da heißt es Ninja Nana gegen Zombie Ricky, der gegen die rüstige Rentnerin und ihre Kicks, Sprünge, Hiebe und Haue nicht den Hauch einer Chance besitzt. Kurzum: Eine spaßige Kung-Fu-Nummer der Extraklasse.

Die Chance, einen „ferngesteuerten“ Zombie zu verkörpern, konnte und wollte sich die altgediente Schauspielerin Doris Roberts nicht entgehen lassen. Nein, um ehrlich zu sein, waren es eigentlich ihre beiden kleinen Neffen, die darauf bestanden, dass sie diesen Part übernahm. „Sie fanden die Idee zu DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN super toll – und in diesem Zusammenhang besonders die Kampfszene“, berichtet Roberts, die man dank ihrer Rolle der sich stets in alles einmischende Mutter von Ray Romano aus der TV-Serie „Everybody Loves Raymond“ bestens kennt. „Du musst diesen Film machen! sagten sie mir. Du kannst einen Zombie spielen. Das ist super. Also machte ich es. Und es war toll, eine nette Oma zu sein, die in eine ferngelenkte Kampfmaschine verwandelt wird und dann wieder die normale Oma sein darf.“

Ein anderer Comedy-Veteran, Kevin Nealon, spielt Stuart Pearson, den Vater von Bethany und Tom. Stuart ist es, der auf den gemeinsamen Familienausflug besteht. Dabei weiß er natürlich nicht, dass in ihrem idyllischen Urlaubsheim ein Krieg der Welten ausgetragen werden wird. Er organisiert den Ausflug nach bestem Wissen und Gewissen. „Er hofft, im Urlaub wieder Kontakt mit seinem Sohn zu bekommen, der gerade mitten in der Pubertät steckt und den auch Schulprobleme plagen“, führt Nealon aus. Ihn kennt man am besten durch seine Auftritte bei „Saturday Night Live“, deren Truppe er Jahre lang angehörte.

Aktuell war Nealon in der Kult-Serie „Weeds“ zu bewundern. Und weil Nealon im Film nie die Steuerung der Gedankenkontrollmaschine bedienen darf, behauptet er gerne, dass er dafür im richtigen Leben eine „Steuerungsmaschine“ besitzt, mit der er Menschen manipulieren kann. Nealon erklärt mit todernstem Gesicht: „Immer wenn ich die Fernbedienung unseres Fernsehers in die Hand nehme, sagt meine Frau: ’Leg sie sofort wieder hin!’ Sie sehen also, so kann ich sie kontrollieren.“

Tim Meadows, ein weiteres „SNL“-Urgestein, schlüpfte in die Rolle des örtlichen Sheriffs Doug Armstrong. Wie alle anderen Erwachsenen hat auch er nicht den blassesten Schimmer, was auf dem Dachboden der Pearsons passiert – und obendrein hat er ohnehin nicht wirklich den Durchblick. „Er ist eine Ein-Mann-Polizeistation“, sagt Meadows, „und er nimmt seinen Job viel zu ernst.“

Der bekannte Komiker Andy Richter – zur Zeit Sidekick von Conan O’Brien bei der „The Tonight Show“, spielt Onkel Nate Pearson, den Vater der Zwillinge Art und Lee sowie des Teenagers Jake. Im Gegensatz zu seinem Bruder Stuart nimmt Nate das Leben leicht und lässt seine Kinder einfach Kinder sein. „Er ist definitiv ein ganz entspannter Kerl“, sagt Richter über seine Rolle, „manche Leute würden bestimmt sagen, dass er ein wenig verantwortungslos ist. Seine Kinder gehen manchmal einfach rücksichtslos über ihn hinweg.“

Gillian Vigman, die man zuletzt in der Komödie THE HANGOVER („Hangover“, 2009) sehen konnte, porträtiert Nina Pearson, die Ehefrau von Stuart und Mutter von Bethany und Tom. Vigmans Figur ist der stabilisierende Charakter des Films – aber auch sie hat keine Ahnung, dass die ganze Situation in ihrem Ferienhaus völlig außer Kontrolle ist.

Zu diesen bekannten und bewährten Komikern gesellen sich vielversprechende junge Talente, die die Kinder spielen, die auf dem Dachboden gegen die Außerirdischen kämpfen. Da wären Carter Jenkins als Tom Pearson, Austin Butler als Jake Pearson, Ashley Boettcher als Hannah Pearson sowie die Zwillinge Henri und Regan Young als Art und Lee Pearson.

Und dann galt es natürlich noch, die Stimmen der Noobs zu casten. Auch hier entschloss man sich zu einem Mix aus Veteranen und hoffnungsvollen Newcomern. Thomas Hayden Church, Oscar-nominiert für seinen Part in SIDEWAYS („Sideways“, 2004), unvergesslich als Bösewicht Sandman in SPIDER-MAN 3 („Spider-Man 3“, 2007), spricht den Muskel-Außerirdischen Spike, J.K. Simmons, unter anderem bekannt als liebenswerter Papa von JUNO („Juno“, 2007) oder bärbeißiger Chefredakteur Jonah Jameson der SPIDER-MAN-Filme den Kommandanten Skip. Josh Peck (ICE AGE: THE MELTDOWN leiht dem vierarmigen, talentierten Spark seine Stimme und Kari Wahlgren (BOLT der ebenso sexy wie gefährlichen Außerirdischen Razor.

Die Geschichte der Pearson-Kids, die gegen die Außerirdischen antreten, spielt in Michigan, aus Wetter- und produktionstechnischen Gründen drehte man DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN jedoch am anderen Ende der Welt – in Neuseeland. Dort zu arbeiten, erwies sich als Glücksfall, fand man doch in Auckland ein Haus, das ganz den Vorstellungen der Filmemacher entsprach. Das Gebäude im viktorianischen Stil stammt aus den frühen 1900er Jahren. Dann entschloss man sich vor einigen Jahren, es abzureißen, um Platz für ein neues Haus zu schaffen. Dieses Schicksal blieb dem Anwesen nun erspart. Die Produktionsabteilung demontierte es nämlich und baute es im ländlichen Umland von Auckland wieder auf. Zu diesem Zwecke wurde das Haus in acht Stücke „geschnitten“, auf Lastwagen verladen und anschließend wieder rekonstruiert.

Produktionsdesigner Barry Chusid überwachte diesen Prozess und nahm zudem noch einige kleine Veränderungen vor, damit das Haus auch den gewünschten skurrilen Look bekam. Chusid dazu: „Aber das Haus war so wie es war ohnehin fast perfekt. Es war groß und ungewöhnlich gebaut. Man konnte sich leicht vorstellen, dass die Kinder im ersten Stock und auf dem Dachboden gegen Außerirdische kämpfen, während die Eltern ahnungslos im Erdgeschoss zu Gange sind.“

Chefkameramann Don Burgess, ASC, kooperierte eng mit Chusid und genoss es bei seiner Bildgestaltung, von den Gegebenheiten des Hauses zu profitieren. „Einer der Gründe, der mich zu diesem Projekt hinzog, war, dass das Haus eine so wichtige Rolle spielt“, erzählt er. „Es ist so ungewöhnlich und ich konnte mein Licht so setzen wie ich anderswo sicher nicht hätte tun können.“

Nachdem die Hauptdreharbeiten in Neuseeland abgeschlossen waren, begann man bei der Effektfirma Rhythm & Hues – unter genauer Beobachtung von Barry Josephson und John Schultz – damit, die vier Außerirdischen zum „Leben“ zu erwecken. Viele visuelle Tricks waren nötig, um den Kampf der Noobs mit dem Kids entsprechend glaubwürdig und packend in Szene zu setzen. Etwa zeitgleich beendeten Cutter John Pace, Komponist John Debney, Musiküberwacher Billy Gottlieb und die (Alien-)Sprecher ihre Aufgaben. Ashley Tisdale, die jüngst bei den MTV Movie Awards mit einem Golden Popcorn for Breakthrough Performance für ihren Part in HIGH SCHOOL MUSICAL 3: SENIOR YEAR („High School Musical 3: Senior Year“, 2008) geehrt wurde, sagt abschließend über DIE NOOBS – KLEIN ABER GEMEIN: „Ich glaube, dass der Film für alle etwas bereithält. Die Kids werden ihn lieben und auch die Teens werden darin Dinge finden, auf die sie abfahren.“

Die Noobs

SKIP

Skip ist der Anführer der Noobs, aber er sieht aus wie ein alter gemeiner Kerl. Er ist total besessen von einer Gedankenkontrollmaschine, mit der man Menschen in Zombie-Roboter verwandeln kann. (Zum Glück funktioniert diese nur bei Erwachsenen.) Er ist klein, pummelig und regt sich ständig auf, meistens über die anderen Noobs, die er alle für Versager hält. Es wird Zeit, dass ihn mal jemand aufheitert.

SPIKE

Spike ist eine wahre Nervensäge. Er ist stark, zäh, muskulös – und wirklich total dumm. Er handelt erst und denkt hinterher nach… wenn er überhaupt irgendetwas denkt. Auf Noobia hat er vermutlich die meiste Zeit im Fitnessstudio anstatt im Klassenzimmer verbracht. Er ist so etwas wie der Schulhofschläger…nur dass er noch viel unheimlicher aussieht.

RAZOR

Razor ist das einzige, ähm, Mädchen im Noobs-Team, und für eine aus Noobia sieht sie auch ziemlich heiß aus. Sie ist gleichzeitig die „Schöne“ und das „Biest“. Sie versteht einfach nicht, warum sie ihren Job nicht erledigt kriegt – schließlich geht es „nur“ um die Unterwerfung der Erde. Und sie kann es nicht fassen, wie dämlich ihre männlichen Kollegen aus dem Noobs-Team sind.

SPARK

Spark ist definitiv der netteste Kerl der Noobs. Er ist ein wenig tölpelhaft – aber das wärst du auch, wenn du vier Arme hättest! Als Meister im Aufklauben von Dingen kann Spark viele verschiedene Sachen gleichzeitig machen und so ziemlich alles reparieren. (Da ist es wiederum ein großer Vorteil, wenn man vier Arme hat.) Eigentlich unterscheidet er sich kaum von uns Erdenkindern, wenn man einmal von den beiden zusätzlichen Armen absieht.

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