Filmhandlung und Hintergrund

TV-Psychothriller um eine Anwältin, ihre Mandantin und ein zukünftiges Mordopfer...

Bilderstrecke starten(6 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Die Mandantin

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Die Mandantin: TV-Psychothriller um eine Anwältin, ihre Mandantin und ein zukünftiges Mordopfer...

    Der Plan ist ebenso infam wie scheinbar perfekt. Allerdings hat er schon in vielen Krimis nicht funktioniert: Man treibt einen Mitmenschen erst in den Wahn und dann in den Suizid; oder lässt ihn in der Psychiatrie verschwinden.

    Anders als berühmte Vorbilder (der Klassiker: „Wiegenlied für eine Leiche“ von Robert Aldrich) verzichtet Silke Zertz‘ Drehbuch völlig auf vordergründige Spannungselemente. Und weil sich auch Regisseur Marcus O. Rosenmüller konsequent auf die Darsteller konzentriert, entsteht eine Intensität ganz eigener Art, die als Katz-und-Maus-Spiel aber nicht weniger packend ist. Die Geschichte beginnt mit einem Freispruch aus Mangel an Beweisen. Besonders triumphabel ist der prominenten Verteidigerin Ariane Leonhardt (Barbara Rudnik) nicht zu Mute: Sie leidet unter Mulitpler Sklerose; dies war ihr letztes Mandat. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung tritt ein schwarzer Engel (Jasmin Gerat) ins Leben der Juristin. Die junge Frau stellt sich als „nächsten spektakulären Fall“ vor und ersucht um eine Verteidigung für einen Mord, den sie allerdings noch nicht begangen hat. Sie berichtet von ihrem verheirateten Liebhaber, der es einfach nicht schaffe, seine Frau zu verlassen und sie schon viel zu lange vertröste. Besondere Befriedigung verschaffe es ihm, verrät sie später, wenn sie zu ihm ins Haus komme. Und als einem noch durch den Kopf geht, ob es sich bei dem Geliebten womöglich um den scheinbar so fürsorglichen Gatten (August Zirner) handelt, weil die Frau in Schwarz auch intime Details von der Anwältin weiß, wird aus dem Verdacht Gewissheit. Und noch etwas beginnt Ariane zu ahnen: Das Opfer des angekündigten Mordes soll keineswegs ihr Mann sein, sondern sie selbst.

    Während Zirner durch die Rolle als Anzug- und Bedenkenträger nicht sonderlich gefordert wird, ist das darstellerische Duell der beiden Schauspielerinnen in der Tat sehenswert. Je intensiver dieser Zweikampf geführt wird, desto unauffälliger ist auch Rosenmüllers ohnehin unaufgeregte Inszenierung. Sorgt Stefan Spreer (Kamera) zunächst noch dafür, dass man Arianes körperliche Strapazen nachempfinden kann, beschränkt sich die Bildgestaltung mehr und mehr aufs Beobachten. Etwas effekthascherisch ist allerdings die Einweisung Arianes in eine geschlossene Anstalt, die zudem etwas plötzlich kommt und weitgehend folgenlos bleibt. Das dramatische Finale, bei dem sich zudem die ganze Perfidie des Plans offenbart, ist deutlich besser ausgeklügelt. tpg.

Kommentare