Die Mamba - Gefährlich lustig!

  1. Ø 3.5
   2014
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Mamba - Gefährlich lustig!: Österreichisch-deutsche Verwechslungskomödie über einen internationalen Top-Terroristen und einen Mitarbeiter einer Keksfabrik, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.

Die „Mamba„, ein international gesuchter Top-Terrorist, fürchtet nichts und niemanden. Bis sein Weg sich zufällig mit dem von Hossein Sarivi kreuzt. Der Mann, geplagter Gatte und Sounddesigner einer Keksfabrik, sieht ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. Das Unglück nimmt seinen Lauf als Sarivi fristlos gekündigt wird und sich aus Angst vor seiner Ehefrau heimlich auf Jobsuche macht. Plötzlich wird er für einen Auftragskiller gehalten, von einem neurotischen CIA-Agenten gehetzt und darf sich über ein Groupie in Person einer sexy Nachwuchsterroristin freuen.

Ein internationaler Top-Terrorist und ein Mitarbeiter einer Keksfabrik sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Österreichisch-deutsche Verwechslungskomödie mit Michael Niavarani und Christoph Maria Herbst.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Diese Mamba ist zahn- und giftlos. Wer auf Slapstick steht, könnte sich hier amüsieren, alle anderen werden sich wünschen, das Kino nie betreten zu haben.
  • Ali Samadi Ahadi parodiert das Thrillergenre, derweil Kabarettist Michael Niavarani in seiner Doppelrolle als Tollpatsch und Topterrorist für Action-Klamauk sorgt.

    „Die Mamba“ – würde man dem Titel das Adjektiv „schwarz“ voranstellen, wäre Filmfans gleich klar, womit man es zu tun hat – einem „Edgar Wallace“- oder „Kommissar X“-Krimi, entstanden irgendwann in den Sechziger- oder Siebzigerjahren. Als Persiflage auf genau diese bundesrepublikanischen Publikumserfolge kann man die Verwechslungskomödie lesen, in der Regisseur Ali Samadi Ahadi („Salami Aleikum„) versiert mit den Versatzstücken des Spionagethrillers jongliert und als (Anti-)Helden den in seiner Heimat Österreich populären Kabarettisten Michael Niavarani in einer Doppelrolle besetzt hat.

    Ein im „rosaroter Panther“-Stil gehaltener Zeichentrickvorspann stimmt trefflich ein, dann lernt man Hossein Sarivi (Niavarani) kennen, seines Zeichens Sounddesigner bei einer Wiener Keksfabrik. Den Job ist er aber bald los, weil er einem neuen Gebäck zwecks besseren Beißklangs Zement beigemischt hat. Von diesem Rauswurf darf die Gattin (famose Furie: Proschat Madani), handgreifliche Herrscherin im biederen Reihenhaus, nichts wissen, eine unerwartete „Dienstreise“ kommt dem Unglücksraben da gerade recht. Grund des Trips ist eine Verwechslung – Hossein sieht nämlich einem international gesuchten Topterroristen mit Decknamen „Mamba“ (Niavarani) wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich.

    Der Plot ist wie es sich für die Gattung gehört hanebüchen konstruiert, sprich lediglich Mittel zum Zweck. Um eine „Mission: Impossible“ – Trottel gegen Killermaschine – geht es, in deren Verlauf der vollschlanke Neo-Agent auch schon mal in Tom-Cruise-Manier kopfüber vom Seil hängt und in den Fußstapfen von Leslie Nielsens „nackter Kanone“ seinem Widersacher arges Kopfzerbrechen bereitet. Zum Personal gehören unterbelichtete Islamisten, die bereits an ihrem Bekennervideo scheitern, eine formschöne, im doppelten Wortsinn lustvoll von Melika Foroutan gespielte Nachwuchsterroristin, die im Lara-Croft-Outfit „bella figura“ macht, sowie ein überschlauer CIA-Mann namens Bronski, den Christoph Maria Herbst in bewährt zwanghafter „Stromberg„-Manier zum Leben erweckt.

    Heimisches Gelsenkirchener-Barock-Spießertum trifft auf österreichisch-orientalisches Laissez-faire, „a guada Schmäh“ wird geführt, die Split-Screen-Technik kommt ebenso zum Einsatz wie Zeitlupenactioneinlagen. Hängebauchschweine lassen im Tiergarten Schönbrunn ihr Leben, (versehentlicher) Partnertausch weckt neue Gelüste und natürlich wird auch auf Verfolgungsjagden im pittoresken Labyrinth arabischer Altstadtgassen nicht verzichtet. In punkto Schauwerten gibt es bei dieser handwerklich routiniert gehandhabten Parodie nichts zu mäkeln, budgetbedingt unter Hollywood-Standard bleiben lediglich die pyrotechnischen Effekte. Eine turbulente, kurzweilige und mit Filmzitaten gespickte Scheherazade, die nie vorgibt mehr zu sein, als das was sie ist: derb-dreister Action-Klamauk. geh.
  • Die turbulente Verwechslungskomödie "Die Mamba" nimmt das Genre des Agentenfilms mit viel Klamauk auf die Schippe. Regisseur Ali Samadi Ahadi ("Salami Aleikum", "Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft") jagt seinen Hauptdarsteller Michael Niavarani in einer Doppelrolle durch einen mit Action und Slapstick vollgepackten internationalen Städtetrip. Was als übermütiger Spaß intendiert war, misslingt allerdings weitgehend: Die Witze zünden nicht und der Zuschauer fühlt sich für dumm verkauft.

    Es gibt unglaublich viele Einzelthemen und Nebenstränge in dieser detailverliebten Geschichte. Ihr Personal wirkt bunt zusammengemischt, denn außer den Auftragskillern Die Mamba und Sherazade kommen auch die bösen Russen, der verbissene Terroristenjäger von der CIA und ein paar marokkanische Al-Kaida-Krieger vor. Die eifersüchtige Ehefrau Ravi und die gefährliche Sherazade, die es kaum erwarten kann, mit ihrem großen Vorbild Die Mamba zusammenzuarbeiten, geraten buchstäblich an den Falschen. Die Figur des Hossein sorgt dafür, dass es auch in diesem Film von Ali Samadi Ahadi wieder in lustiger Form um das Thema Migrationshintergrund geht. Aus allen diesen Zutaten hätte theoretisch eine gelungene Komödie entstehen können. Vielleicht wollte sie aber auf zu vielen lustigen Hochzeiten gleichzeitig tanzen.

    Das größte Problem ist der Humor selbst, der wiederholt mit seiner Niveaulosigkeit verblüfft. Einmal erkennt sich Hossein im Spiegel nicht und sagt: „Bitte tun Sie mir nichts! Ach so, das bin ich." Auch der dümmlichste Witz wird noch peinlich überdehnt und übererklärt. Die Mamba hat eine hohe Fistelstimme, die so gar nicht zum harten Image des Killers passt. Nur wenn er ein obskures Asthmaspray benutzt, kann der Mann normal sprechen. Wen soll das zum Lachen bringen? Die Mamba hat noch eine weitere Schwäche: Sie liebt die vielen Ohrfeigen, die ihr die brutale Ravi verpasst. Da fühlt man sich an die "Dick und Doof"-Filme erinnert, nur wirkt die Sado-Maso-Beziehung der rabiaten Frau mit dem Terroristen noch viel plumper.

    Fazit: Die klamaukige Verwechslungskomödie "Die Mamba" parodiert das Agentenfilmgenre mit einer ungeheuren Fülle von Witzen, die aber leider nicht zünden.
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