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Am Anschlag - Die Macht der Kränkung

  

Filmhandlung und Hintergrund

Sehr gut besetzte Ensemble-Serie über einen Amoklauf, der aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

4,5
8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Am Anschlag - Die Macht der Kränkung: Sehr gut besetzte Ensemble-Serie über einen Amoklauf, der aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.

    Sehr gut besetzte Ensemble-Serie über einen Amoklauf, der aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.

    Haarrisse auf der Seele erhält jeder Mensch im Laufe seines Lebens. Was aber passiert, wenn sich diese Verletzungen im Alltag häufen und zu richtiggehenden Kränkungen auswachsen? Die österreichisch-deutsche ZDFneo-Miniserie „Am Anschlag - Die Macht der Kränkung“ spürt dem Ganzen am Beispiel eines Amoklaufs in einem fiktiven Einkaufszentrum nach. Jede Episode widmet sich im Speziellen einer Person, die mit dem Fall zu tun hat. Da ist zum Beispiel Georg (Murathan Muslu), der dort als Sicherheitsbeamte arbeitet. Körperlich topfit glaubt er daran, zu Höherem berufen zu sein und der perfekte Teamleiter zu sein. Aber unter Druck ist er anfällig für Fehler. Seine Freundin Eva (Antje Traue) ist seit ihrem Unfall blind. Für ihre Bedürfnisse fehlt ihm die Sensibilität. Regisseur Umut Da? („Risse im Beton“, „Vienna Blood“) geht mit der Kamera ganz nah ran an seine Protagonistinnen und Protagonisten, so als wollte er ihnen am liebsten in die Seele schauen. Denn das ist auch einer der Kniffe von Agnes Pluchs schön ineinander verwoben geschriebenem Ensemblestück: Alle Figuren erleben hier harte Kränkungen. Der Suspense-Faktor in der packenden Inszenierung besteht auch darin, herauszufinden, welcher Charakter diese am schlechtesten verkraftet und am Ende austicken könnte. Besonders die Frauenfiguren haben in den ersten beiden von insgesamt sechs Episoden die vielschichtigeren Facetten: Julia Koschitz als vermeintlich eiskalte Geschäftsfrau Mira mit messerscharfen Dialogen und Blicken hat eine absolute Traumrolle, der sie vollkommen gerecht wird. Aber auch Lea Zoë Voss‘ und Alev Irmaks scheinbare Nebenfiguren weisen deutlich mehr Tiefe als erwartet auf.

    Michael Müller.
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