Filmhandlung und Hintergrund

TV-Verfilmung von Elisabeth Herrmanns gleichnamigem Roman.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die letzte Instanz: TV-Verfilmung von Elisabeth Herrmanns gleichnamigem Roman.

    Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck überzeugen auch in der zweiten Verfilmung eines Joachim-Vernau-Romans von Elisabeth Herrmann .

    Hauptfigur der Filme ist ein von Jan Josef Liefers gewohnt glaubwürdig verkörperter Berliner Anwalt, dessen heruntergekommene Kanzlei in keinem Verhältnis zu seinem juristischen Talent steht. Führte die Spur im ersten Fall in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück, so bildet nun die Abwicklung der DDR den historischen Hintergrund für die Handlung. Elisabeth Hermann hat das Drehbuch auch diesmal selbst geschrieben, so dass die charakteristischen Merkmale der Vorlage erhalten geblieben sind; Regieroutinier Carlo Rola hat dafür gesorgt, dass die Verfilmung dennoch nicht aus dem Rahmen des ZDF-Krimis fällt. Tatsächlich hätte der Handlung eine gewisse Zuspitzung sicher nicht geschadet. Mitunter wirkt der Film fast zu gefällig, denn so kurzweilig die giftigen Dialogszenen mit Liefers und Stefanie Stappenbeck (als Kollegin Marie-Luise) auch sind: Gelegentlich hat es den Anschein, als habe man die komödiantischen Talente der beiden keinesfalls brachliegen lassen wollen. Dem Vergnügen tut das keinen Abbruch, zumal die Geschichte reizvoll undurchsichtig ist: Kaum hat ein obdachloser Mandant Vernaus nach einem Prozesstermin das Gericht verlassen, wird er beinahe das Opfer einer schießwütigen Rentnerin (Gudrun Ritter). Die Frau weigert sich zu erklären, warum sie auf den ihr offenbar wildfremden Stadtstreicher (Udo Samel) geschossen hat. Als sie einem Herzinfarkt erliegt, scheint der Fall erledigt zu sein, doch die Ereignisse lassen Vernau keine Ruhe; erst recht nicht, als der Obdachlose, der vor Jahren als LKW-Fahrer ein kleines Mädchen getötet hat, schließlich doch noch ermordet wird. Irgendwer scheint Gerechtigkeit zu üben, wo das Recht Milde hat walten lassen. Der Titel spielt nicht nur auf die Selbstjustiz an; „Die letzte Instanz“ ist eine Kneipe, in der sich Vernau mehrfach mit einem von Rolf Kanies als sympathische Parodie des Sensationsreporters verkörperten Journalisten trifft. Ohnehin muss die Besetzung ein Traum für Rola gewesen sein. Katharina Müller-Elmau spielt eine ebenso ehrgeizige wie lustvolle Staatsanwältin, die nicht zufällig den Namen Salome trägt. Auch Vernau erliegt ihren Reizen, zum großen Verdruss von Marie-Luise: Die beiden sind zwar kein Liebespaar, benehmen sich aber wie eins; vor allem die Kollegin. Stefanie Stappenbeck spielt das so gut, dass ihre Rolle unbedingt ausgebaut werden sollte; selbst auf die Gefahr hin, dass die Werktreue leidet. Als Stichwortgeberin für Liefers ist sie jedenfalls schlicht verschwendet. tpg.

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