Die letzte Festung

   Kinostart: 29.11.2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Packender Militärthriller im Stil von "Eine Frage der Ehre", in dem ein aufrechter General im Gefängnis den Kampf gegen den unmenschlichen Aufseher aufnimmt.

General Irwin bekennt sich schuldig, einen direkten Befehl von oben verweigert zu haben. Im Gefängnis entwickelt sich alsbald eine Kraftprobe zwischen Irwin und dem korrupten und unmenschlichen Aufseher, Colonel Winter. Um eine Chance zu haben, schart Irwin eine Gruppe von Männern um sich. Mit seiner Armee nimmt er den Kampf gegen Winter auf.

Nach einer Befehlsverweigerung, in deren Folge acht seiner Männer zu Tode kamen, wird General Irwin auf lange Zeit in einem Militärgefängnis inhaftiert. Steht er anfangs noch in der Gunst von Gefängnisleiter Colonel Winter, macht er sich diesen schließlich zum Feind, als er dessen menschenverachtende und degradierende Methoden anklagt. Um gegen den Despoten bestehen zu können, versammelt Irwin Mithäftlinge um sich, die in ihm immer noch den respektierten General sehen. Es beginnt ein dramatischer Kampf um Menschlichkeit und Ehre…

Der aufgrund von Befehlsverweigerung inhaftierte General Irwin macht sich Gefängnisleiter Winter zum Feind, als er dessen menschenverachtende und degradierende Methoden anklagt. Um gegen den Despoten bestehen zu können, versammelt Irwin seine Mithäftlinge um sich. Solide inszeniertes Drama um Gerechtigkeit und Moral, das um das ur-amerikanische Thema von soldatischer Selbstaufgabe und Führungsstärke kreist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die letzte Festung: Packender Militärthriller im Stil von "Eine Frage der Ehre", in dem ein aufrechter General im Gefängnis den Kampf gegen den unmenschlichen Aufseher aufnimmt.

    Getreu seiner stets mit Sorgfalt gepflegten Tradition, nie eine moralisch fragwürdige Figur gespielt zu haben, heilt der Mann, der in seinen letzten Filmen traumatisierte Pferde, Töchter und Golfer kurierte, nun Soldaten, die in einem Militärgefängnis unter der Leitung eines sadistischen Aufsehers jegliche Achtung vor sich selbst und ihrem Auftrag verloren haben. Als inhaftierter Dreisternegeneral und unbeugsame Führungsfigur ist Robert Redford die letzte moralische Festung in einem konventionellen, aber unterhaltsamen Gefängnisdrama, das einem verwundeten Amerika mit dem Glauben an seine Krieger den Rücken stärkt, hier zu Lande aber die historisch begründeten Vorbehalte gegen patriotisches Pathos überwinden muss.

    Wie konturlos und mehr und minder deckungsgleich die beiden großen Lager der amerikanischen Politik mittlerweile geworden sind, symbolisiert stellvertretend Ex-Filmjournalist und Westpoint-Absolvent Rod Lurie, der scheinbar mühelos die Brücke vom liberalen linksdemokratischen Geist seines letzten Films „Rufmord - Jenseits der Moral“ zum etwas reaktionär-republikanischen Ton seines neuen Films geschlagen hat. Ohne sichtbaren Widerhaken ist „Die letzte Festung“ ein soldatisches Heldengedicht, das in der Berufung zum Verteidiger des Vaterlands auch die heterogenste Charakteransammlung eint. Das Individuum tritt hinter den Soldaten zurück, der sich nach Führung sehnt und ohne eine Leitfigur orientierungslos in seiner Ziellosigkeit verharrt. Wer dieses Bild, das in Hollywood eine durchaus große Tradition besitzt, nicht hinterfragen muss, wird von Luries eindrucksvoll fotografierten Film gut unterhalten werden, der mit Redford eine unstrittige Sympathie- und Identifikationsfigur und mit James Gandolfini („Die Sopranos“) einen Gegner bietet, auf den sich die negativen Energien des Zuschauers konzentrieren können. Die Fronten sind also von Beginn an eindeutig und reflektieren das Dilemma eines Mannes, der auch mit Fleiß und Disziplin nie das werden kann, was der andere von Natur aus zu sein scheint. Es ist das Dilemma von „Amadeus“, und so führt Regisseur Lurie Gefängnisleiter Gandolfini als Militariasammler und Schreibtischhelden ein, der gerade ein Stück von Salieri hört, als sein prominentester Häftling in das festungsähnliche Gefängnis verlegt wird. Redfords Dreisternegeneral ist in dieser Konstellation Mozart, eine geborene Führungsfigur, die allerdings mit einer militärischen Fehlentscheidung acht Soldaten in den Tod schickte und dafür verurteilt wurde. Bis im Finale Redford von dieser Schuld soldatisch erlöst wird, nimmt ein berechenbares, aber geschickt manipulierendes Drama seinen Lauf, das mit exzellenten Darstellerleistungen einige Unglaubwürdigkeiten des Drehbuchs in den Hintergrund drängt. Nahezu widerspruchslos übernimmt Redford, der vor 20 Jahren in „Brubaker“ mit reformerischen Ideen noch selbst ein Gefängnis leitete, mit seiner natürlichen Autorität und dem Ruf eines Volkshelden das Kommando unter den Soldaten und gibt ihnen mit therapeutischen Beschäftigungsmaßnahmen und den richtigen Worten Selbstbewusstsein und Selbstachtung zurück. Mit Dunkelhaft, etwas Prügel und körperlichen Disziplinierungsstrafen versucht Gandolfini seinen Rivalen in der Kommandohierarchie zu brechen, ermöglicht ihm damit aber nur die Konsolidierung als Autoritätsvorbild. In den letzten 20 Minuten läuft der Film schließlich zu seinem großen Actionhöhepunkt auf, wenn Redfords Privatarmee mit Katapulten, Schutzschildern und McGyverschem Erfindungsreichtum Gandolfinis Festung stürmt. In der Manipulierung von Gefühlen macht „Die letzte Festung“ vieles richtig, bleibt aber in der Stimulierung kritischer Gedanken cineastisches Entwicklungsland. Eine Gewichtung, die in der Geschichte des US-Kinos den kommerziellen Chancen weitaus mehr genützt als geschadet hat. kob.

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