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Fakten und Hintergründe zum Film "Die Legende von Aang"

Kino.de Redaktion |

Die Legende von Aang Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Im Jahr 2005 begann der auf Kinder- und Jugendprogramme spezialisierte Sender Nickelodeon mit der Ausstrahlung der Animationsserie „Avatar – Der Herr der Elemente“, die von Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko erschaffen worden war. Die Sendung traf den Nerv einer großen Bandbreite von Zuschauern. Schnell verbreitete sich das „Avatar“-Fieber und machte aus der Serie ein internationales Phänomen, das aktuell in mehr als 120 Ländern gesendet wird. Bald wurde auch das Interesse eines der versiertesten Geschichtenerzählers Hollywoods geweckt: M. Night Shyamalan. Der zweifach Oscar®-nominierte Filmemacher merkt an: „,Avatar – Der Herr der Elemente‘ fiel mir in den Schoß. Es war, als hätte ich eine Erscheinung gehabt.“

Shyamalans Töchter sind begeisterte Fans der Serie, vor allem von der Figur der jungen weiblichen Wasserbändigerin Katara. Die in dieser Form davor noch nicht da gewesene Begeisterung und unbedingte Fanloyalität weckte das Interesse von Shyamalan, der beschloss, sich die Sendung gemeinsam mit ihnen anzusehen. Danach wollte auch ihn die Serie nicht mehr loslassen.

Ganz eindeutig besaß die Serie Filmpotenzial. Allerdings stellte es eine nicht unerhebliche Herausforderung dar, mehr als 30 Stunden an Geschichte in einen einzelnen Film zu packen – noch dazu handelte es sich um ein Genre, das für den Filmemacher trotz seiner Versiertheit absolutes Neuland darstellte. „Mir war von dem Moment an, als ich versuchte, die ersten Worte zu Papier zu bringen, klar, dass man in einen Film von solch enormer Komplexität richtig Arbeit stecken müsste. Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko, auf deren Konto die „Avatar“-Serie geht, haben sechs Jahre an der Konstruktion der Mythologie gestrickt.“

„Es hat mir die Augen geöffnet und war zugleich ein interessanter Lernprozess für mich, ein Projekt von dieser Größe in Angriff zu nehmen und gleichzeitig immer noch das gewohnte Maß an Perfektion zu bewahren“, fährt Shyamalan fort. „An jedem Drehtag wurde ich von Todesangst heimgesucht, weil die Erfahrung einfach überwältigend war und so viele unbekannte Größen eine Rolle spielten. Der Film ist wenigsten zweieinhalbmal größer als meine bislang größte Produktion.“

Weil die Filmemacher von DIE LEGENDE VON AANG ergebene Anhänger der originalen Serie sind, hatten sie sich vor allem ein großes Ziel gesetzt: „Wir wollten einen Film erschaffen, der nicht nur die Erwartungen der Fans erfüllt, sondern auch ein weltweites Kinopublikum in einer Weise anspricht, wie es eben nur ein abendfüllender Realfilm kann“, sagt Shyamalan.

Die „Avatar“-Schöpfer DiMartino und Konietzko erwiesen sich bei der Entwicklung des Drehbuchs als enorm hilfreich für Shyamalan. Ihr Rat war essenziell bei den Anstrengungen, all die Geschichten auf Filmformat zu bringen. „Ich kann gar nicht sagen, wie ausgesprochen hilfreich es war, stets zum Telefon zu greifen oder eine E-Mail losjagen zu können, wenn ich gerade einmal feststeckte. Ihre ,Avatar‘-Mythologie ist so perfekt durchdacht, dass sie auf all meine Fragen eine Antwort wussten und sie obendrein mit der nötigen Hintergrundgeschichte ausschmücken konnten.“

Schon seit Jahren hatte M. Night Shyamalan mit der Idee gespielt, einen großen Franchise-Film zu drehen, einzig das Material, zu dem er den richtigen Zugang hatte, hatte er bislang nie finden können. Aber DIE LEGENDE VON AANG schien all die Elemente zu besitzen, die den Filmemacher seit seiner Jugend faszinieren, seitdem er erstmals STAR WARS („Krieg der Sterne“, 1977) gesehen hatte – eine epische Fantasy, befeuert von einer ihr innewohnenden Spiritualität und mit faszinierenden Martial Arts in ihrem Kern.

Produzent Frank Marshall, der mit Shyamalan bereits an dessen Filmen THE SIXTH SENSE („The Sixth Sense“, 1999) und SIGNS („Signs – Zeichen“, 2002) gearbeitet hatte, erklärt: „Night hat einen ganz unverkennbaren Stil des Filmemachens und eine einzigartige Art, Geschichten zu erzählen. Er hat die Fähigkeit, ein Publikum auf eine Weise zu berühren, die eine große Bandbreite an Menschen anspricht. In diesem Film erweitert er seine Talente und seine Palette – ich finde das eine unglaublich spannende Aussicht.“

Produzent Sam Mercer ergänzt: „Night war im Verlauf seiner Karriere mehrfach an Franchise-Filmen interessiert und hatte auch entsprechende Angebote auf dem Tisch, aber bis zu DIE LEGENDE VON AANG fand er nicht den rechten Stoff, den er glaubte, sich zu Eigen machen zu können – ganz organisch, vom ersten Wort an, das er zu Papier bringt.“

Shyamalan gesteht, dass er sich im Thrillergenre zu Hause und entsprechend wohl fühlt: „Es ist gut, sich auf etwas anderes einzulassen. Ich wollte mir etwas Neues beibringen und etwas machen, was ich zuvor noch nie gemacht hatte.“

DIE LEGENDE VON AANG behandelt das Buch eins der „Avatar“-Serie, in dessen Mittelpunkt das Element Wasser steht. Der Film folgt Aang, dem Avatar, bei dessen Bestreben, alle vier Elemente zu beherrschen, um damit die Welt vor dem Untergang retten zu können. Wie die Fernsehserie reist auch DIE LEGENDE VON AANG vom Süd- zum Nordpol.

Um eine solche Geschichte anpacken zu können, baute Shyamalan auf die Unterstützung eines jahrelangen Mitstreiters, Storyboard-Künstler Brick Mason. Gemeinsam arbeiteten die beiden den kompletten Film ein Jahr vor Beginn der Produktion auf Storyboards aus. Als Kameramann Andrew Lesnie in der entscheidenden Storyboard-Phase zu ihnen stieß, begann die Prävisualisierungsphase, an der auch Industrial Light & Magic sowie VFX-Leiter Pablo Helman beteiligt waren. An diesem Punkt wurden Szene für Szene Animatics in Echtzeit gerendert und damit eine Blaupause geschaffen, die es dem Film ermöglichte, animierte und geschnittene Versionen von Sequenzen zu sehen (mehr als ein Drittel des Films wurde in der Prävisualisierungsphase vor Beginn des eigentlichen Drehs festgelegt). Im Verlauf der Dreharbeiten zeigte sich, dass das Betrachten der Aufnahmen am Set von unschätzbarem Wert war. Sie auf iPhones anzusehen, erwies sich als deutlich einfacher, als sich gemeinsam vor einen Monitor zu drängen.

Produktion: Die Besetzung

Bei der Besetzung zeigte sich Shyamalan ebenso progressiv denkend. Er berichtet: „Ich suchte nach einem Spektrum von Schauspielern mit völlig unterschiedlichen darstellerischen Fähigkeiten. Man kann nicht einfach nur eine Art von Schauspieler auswählen.“ Die Filmemacher hatten auch immer im Auge, dass die Menschen der vier Nationen unterschiedlicher Herkunft sein mussten.

Das Epizentrum dieser Welt ist Aang, der Avatar. Die Suche nach einem geeigneten Darsteller nahm sechs Monate in Anspruch und zog sich durch mehrere Länder. Schließlich erhielten die Filmemacher eine DVD mit Aufnahmen eines jungen Kampfkunst-Champions aus Dallas, Texas. Zufall und Schicksal prallten in diesem Moment zusammen.

Noah Ringer hatte im Alter von zehn Jahren mit der Kampfsportart Taekwondo begonnen, dem Nationalsport in Südkorea. Dank seines außergewöhnlichen Talents konnte er schnell Auszeichnungen gewinnen, darunter den Titel des American Taekwondo Association Texas State Champion. Schon früh hatte Noah damit begonnen, sich den Schädel kahl zu rasieren, was ihm half, sich während des Trainings abzukühlen. Als seine Freunde und seine Ausbilder, allesamt Fans der Animationsserie, bemerkten, wie ähnlich er dem Helden im Fernsehen sah, begannen sie, Noah den Spitznamen Avatar zu geben. Das wiederum weckte sein Interesse, und er sah sich die Serie auf DVD an – und war sofort gefesselt, weil ihn die unablässigen Action-Kampfkunst-Szenen ansprachen.

Als bekannt wurde, dass Paramount in aller Herren Länder nach den geeigneten Darstellern für eine Verfilmung von „Avatar – Der Herr der Elemente“ suchte, gab Noah dem Drängen seines Taekwondo-Ausbilders nach und nahm ein Probeband von sich auf. Dafür malte er sich sogar den für Aang unverzichtbaren blauen Pfeil auf seinen ohnehin kahl rasierten Kopf.

„Noah ist Aang. Da gibt es kein Deuteln. Als wir seine Probeaufnahmen sahen, konnten wir sofort seine Aufrichtigkeit in diesen großen braunen Augen erkennen“, sagt Shyamalan. „Er widmet sich mit großer Ernsthaftigkeit seinem Sport. Er ist ihm wirklich wichtig, und er möchte jeden Tag etwas besser werden. Diese Disziplin ist ohne Beispiel für einen jungen Mann in seinem Alter.“

Und Produzent Frank Marshall ergänzt: „Gleich von Anfang an hatte Noah eine Qualität an sich, die ich nur mit Zen beschreiben kann. Genau das war es, wonach wir immer für diese Figur gesucht hatten.“ Um die Rolle spielen zu können, musste er die Kunst eines Darstellers mit seinem Martial-Arts-Können verbinden. Dazu sagt Noah: „Night half mir wirklich, den richtigen Fokus zu spüren und die richtige Kraft und Energie in meine Schauspielerei fließen zu lassen, was mir für den Rest meines Lebens immer helfen wird.“

In jeder ansprechenden Geschichte, in der es zum Zweikampf zwischen Gut und Böse kommt, ist es von grundlegender Bedeutung, einen großartigen Bösewicht als Gegenspieler zu haben. Der Schlüssel dafür war es, für die Figur des Prinzen Zuko einen Darsteller zu finden, der es mit Noah Ringer aufnehmen konnte.

Dev Patel hatte gerade einen sensationellen Erfolg mit dem überraschenden Oscar®-Gewinner SLUMDOG MILLIONAIRE („Slumdog Millionär“, 2008) gefeiert und suchte für seinen nächsten Film nach einer Rolle, die grundlegend anders sein sollte als die SLUMDOG-Figur des Jamal. Während er Öffentlichkeitsarbeit für den Independenthit machte, fertigte er ein Band von sich an, in dem er den Prinzen spielte. Wenig später erhielt er den ersehnten Anruf von Shyamalan. Patel hatte den Part.

Shyamalan erklärt: „Tatsächlich ist seine Verletzlichkeit die entscheidende Stärke von Zuko. Dev Patels ganz besondere Spezialität ist Verletzlichkeit. Dev entsprach genau meiner Vorstellung dieses Mann-Kindes, als wir ihm die Rolle anboten, er hat diese perfekte Mischung aus Zorn und Mitgefühl.“

Patel, der sich „Avatar – Der Herr der Elemente“ während der Produktion von SLUMDOG MILLIONAIRE stets in den Drehpausen ansah, sieht es so: „Prinz Zuko ist hin- und hergerissen zwischen seiner Leidenschaft und seinem Ringen darum, seine Ehre vor seinem ungnädigen Vater wiederherzustellen. Ich habe die Geschichte immer geliebt, weil man aus ihr so viel lernen kann. Und ich war immer ein großer Fan von Bruce Lee – selbstverständlich gefielen mir immer auch die Martial Arts in der Fernsehserie.“

Als sich Noah Ringer und Dev Patel am ersten Drehtag kennenlernten, war ihre Begegnung sofort von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet. Patel erinnert sich: „Ich sah, wie dieser Zwölfjährige an den Set dieses gewaltig großen Films kam, und war überrascht zu erleben, dass er absolut nicht einzuschüchtern war. Sein Martial-Arts-Training hat ihm wirklich eine Standfestigkeit und Entschlossenheit gegeben, einfach alles auf sich zukommen zu lassen, egal wie groß die Herausforderung auch sein mag.

Prinz Zukos Reise wiederum wird bestimmt von den Pflichten einer Familie. Weil er bei einer Schlacht Schande über sich gebracht hat, ist Zuko von seinem Vater, dem regierenden Feuerlord Ozai, gespielt von Cliff Curtis, verstoßen worden. Zuko ist wild entschlossen, die Liebe seines Vaters zurückzugewinnen und sein Ansehen wiederherzustellen. Zuko wird dabei unterstützt von seinem Onkel Iroh, gespielt von Shaun Toub, einem ehemaligen General und Veteran zahlreicher Kriege, der als Mentor und Vertrauter des jungen Prinzen auftritt.

Die Feuernation regiert mit dem Militär und wird auch von ihm regiert. Es ist also keine Überraschung, dass die Philosophie, wer Macht hat, hat auch recht, auch auf privater Ebene zutrifft. Es ist die Pflicht der Starken, die Schwachen zu unterjochen und die Kontrolle zu übernehmen. Kommandant Zhao, gespielt von Aasif Mandvi, hält sich für einen besseren Führer als Zuko. Deshalb unternimmt er alles in seiner Macht Stehende, um an die Stelle des gestrauchelten Prinzen zu rücken. Er schreckt vor nichts zurück, um die Gunst des Feuerlords zu gewinnen.

“Wie Ringer hatte sich auch die junge Schauspielerin Nicola Peltz entschieden, es einfach zu versuchen, eine Rolle in Shyamalans jüngstem Film zu ergattern. Sie wurde eingeladen, für die Rolle der Wasserbändigerin Katara vorzusprechen – und kurz darauf wurde ihr der Part tatsächlich angeboten. Peltz kannte sich in dem Universum von „Avatar – Der Herr der Elemente“ bereits bestens aus, sie hatte sich die Serie regelmäßig mit ihren jüngeren Zwillingsbrüdern angesehen.

Wie Shyamalans Töchter sind junge Mädchen überall auf der Welt begeistert von Katara und bewundern ihre Stärke als junge Frau. Peltz sagt: „Sie ist ein wunderbares Vorbild für Mädchen. Alles, was sie sich in den Kopf setzt, setzt sie auch um. Ihre Stärke ist sowohl körperlicher wie auch geistiger Natur.“

Weil sie ohne ihre Eltern aufwächst, hat die Rolle des Aufpassers und Beschützers Kataras älterer Bruder Sokka übernommen. Obwohl Sokka über keinerlei Fähigkeiten als Bändiger verfügt, ist er doch im Tiefsten seiner Seele ein geborener Krieger. Wenn Katara bedroht wird, schreitet er mit seinem Speer oder seinem Bumerang sofort zur Tat. In dieser Rolle wurde Jackson Rathbone, bekannt aus TWILIGHT („Twilight – Biss zum Morgengrauen“, 2008), besetzt, der den Part mit einer glühenden Körperlichkeit ausfüllt.

Shyamalan sagt: „Ich habe Sokka im Film etwas bodenständiger dargestellt. Es gibt zwar Humor, aber er ist nicht einzig und allein deshalb mit dabei, um für befreiende Lacher zu sorgen. Das gab Jackson eine größere Palette an Ausdrucksmöglichkeiten. Im Verlauf des Films kann man also buchstäblich miterleben, wie aus dem Jungen ein Mann wird.“

Zusätzlich zu der Reise, die er mit seiner Schwester unternimmt, begibt Sokka sich auf einen emotionalen Trip, als er Prinzessin Yue, gespielt von Seychelle Gabriel, kennenlernt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Rathbone überlegt: „Man könnte es so beschreiben, dass Sokka ein Landei vom südlichen Wasserstamm ist, das in die große Stadt des Nordstammes kommt, wo er eine wunderschöne und weltgewandte Prinzessin kennenlernt. Durch ihre Beziehung lernt er enorm viel dazu. Er macht einen entscheidenden Schritt in Richtung Erwachsensein.“

Zusätzlich zu der Reise, die er mit seiner Schwester unternimmt, begibt Sokka sich auf einen emotionalen Trip, als er Prinzessin Yue, gespielt von Seychelle Gabriel, kennenlernt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Rathbone überlegt: „Man könnte es so beschreiben, dass Sokka ein Landei vom südlichen Wasserstamm ist, das in die große Stadt des Nordstammes kommt, wo er eine wunderschöne und weltgewandte Prinzessin kennenlernt. Durch ihre Beziehung lernt er enorm viel dazu. Er macht einen entscheidenden Schritt in Richtung Erwachsensein.“

Um die weiteren Rollen der verschiedenen Stammesmitglieder der vier Nationen zu besetzen, gab es öffentliche Casting-Aufrufe überall an der amerikanischen Ostküste. Die Schauspieler mussten unterschiedliche Talente und Fähigkeiten mitbringen – Kenntnisse in Martial Arts, Militär, Tanz und Gymnastik waren gefragt. Man suchte Darsteller in allen Altersschichten, darunter auch Kinder von sechs bis fünfzehn Jahren.

Wer von der Ethnie her an Menschen aus dem Nahen Osten, Indien, dem Mittelmeerraum und Italien erinnerte, wurde als Krieger der Feuernation besetzt. Eine Mischung von Männern, Frauen und Kindern, die an Koreaner, Japaner, Mongolen und Afrikaner erinnerten, wurden als Bürger des Erdkönigreichs, das von der Feuernation regiert wird, gewählt. Hunderte von Männern, Frauen und Kindern wiederum, die kaukasischen Ursprungs waren, kamen als Dorfbewohner der südlichen und nördlichen Wasserstämme zum Einsatz.

Summa summarum wurden mehr als 6.000 Schauspieler angestellt, die die Welt von DIE LEGENDE VON AANG bevölkerten.

Wie man die Kunst des Bändigens meistert

Nachdem Noah Ringer besetzt worden war, blieb ihm lediglich ein Monat Zeit, um sich auf seine Rolle vorzubereiten – als Schauspieler, wohlgemerkt. Er war überrascht, wie sehr sich die Schauspielerei und das Praktizieren einer Kampfkunst ähnelten. Ringer meint: „Beim Taekwondo hört man seinem Lehrer zu und antwortet dann. Bei der Schauspielerei ist des nicht anders: Man hört seinem Regisseur zu und reagiert darauf.“

Ringer trainierte einige Monate vor Drehstart mit der Stuntabteilung und arbeitete seine Martial-Arts-Techniken in komplizierte, penibel choreografierte Kampfsequenzen ein. Shyamalan erklärt: „Noah hat eine Art, seine Bewegungen sehr poetisch aussehen zu lassen, gleichzeitig aber nie aus den Augen zu verlieren, was genau Aang als Person ausmacht. Beim Dreh mussten wir uns manchmal förmlich kneifen, weil wir uns immer wieder vor Augen führen mussten, dass das tatsächlich nicht nur sein erster Film war, sondern auch sein erster Job als Schauspieler überhaupt. Ich forderte ihn jeden Tag heraus, um seine Integrität als Schauspieler auf den Prüfstand zu stellen. Und er hatte immer neue Ideen und Interpretationen als Antwort auf Lager. Er hat den Instinkt eines Wettkämpfers, bei allem, was er macht, immer der Beste sein zu wollen.“

Nicola Peltz hatte einige Jahre Eishockey gespielt – tatsächlich hatte sie mit dem Gedanken gespielt, den Sport als Beruf zu betreiben, bevor sie sich dann doch für die Schauspielerei entschied. Ihre Sportlichkeit erwies sich als sehr praktisch, als sie sich auf die Rolle der Katara vorbereitete, wozu eine fünfmonatige Ausbildung in Martial Arts vor Beginn des Drehs gehörte.

Die gebürtige New Yorkerin sagt: „Ich habe erst einmal ganz allein in Brooklyn erste Schritte gemacht und Kung Fu gelernt, einen Stil der Martial Arts, in dem man Kraft wiederum Kraft entgegensetzt. Ein paar Monate vor Drehstart ging ich dann nach Philadelphia und begann mit dem Training von Tai-Chi, im Anschluss setzten wir die Choreografie der Kämpfe mit Noah und Jackson zusammen.“

Nicola konzentrierte sich bei ihrem Training vornehmlich auf Tai-Chi Chuan, eine Kampfsportart, die sich durch einen milderen und langsameren Stil und fließende Bewegungen auszeichnet. Tai-Chi greift auf innere Energie zurück, um mentale Ruhe und Klarheit hervorzurufen. Es ist der bevorzugte Bändigungsstil, der beim Wasserstamm zum Einsatz kommt.

Produktion: Die Spezialeffekte

In der Fernsehserie wird das Bändigen durch die Magie der Animation erzielt. Aber in einem Realspielfilm müssen viele verschiedene Elemente harmonisch Seite an Seite zum Einsatz kommen, um auf der Leinwand die Kontrolle von Feuer, Wasser, Erde und Luft glaubwürdig und überzeugend darzustellen. Die vier Filmelemente sind Martial Arts, Stuntarbeit, visuelle und Spezialeffekte.

M. Night Shyamalan ist seit langer Zeit ein großer Fan von Martial Arts und von Kampfkunstfilmen: „Ich bin ein richtiger Martial-Arts-Freak. Ich gehöre zu den Typen, in deren Büro eine kleine Statue von Bruce Lee steht und die ENTER THE DRAGON („Der Mann mit der Todeskralle“, 1973) mehrere Dutzend Mal gesehen haben.“

Während Noah Ringer und Dev Patel Inhaber des schwarzen Gürtels in Taekwondo sind, mussten sie daran arbeiten, ihre typischen Bewegungen den Anforderungen des Films anzupassen. Die Welt von DIE LEGENDE VON AANG beruft sich auf eine chinesische Kampfkunst, die man als Wushu kennt, eine Mischung verschiedener Kampfstile.

In der originalen Animationsserie kommen vier Stile des Wushu zum Einsatz, um die vier verschiedenen Arten des Bändigens entsprechend zu kennzeichnen: Baguazhang für Luftbändigen, Tai-Chi für Wasserbändigen, Hung Ga für Erdbändigen und nördliches Shaolin-Kung-Fu für Feuerbändigen. Diese Stile wurden für den Film übernommen. Das bedeutete, dass sie von den Schauspielern und Stuntleuten in monatelanger Arbeit vor Beginn des Drehs erlernt werden mussten. Der Regisseur zeigte seinem jungen Star Noah Ringer sogar ENTER THE DRAGON, um ihn auf die Arbeit einzustimmen.

Es gibt Tausende verschiedene Arten des Wushu. Die Art und Weise, wie man die Bewegungen durchführt, bestimmt den Stil. Man könnte es mit dem Singen vergleichen. Es gibt viele verschiedene Stile (Pop, Rock, Jazz), und alle werden als Singen anerkannt. Aber tatsächlich kommt es darauf an, wie ein Song gesungen wird, wenn man wissen will, um was für eine Art von Gesang es sich handelt.

Patel erinnert sich: „Als ich jünger war, hatte ich in der Schule immer enorm viel überschüssige Energie, und das brachte mich oft in Schwierigkeiten. Also steckten mich meine Eltern in Theatergruppen, aber sie unterrichteten mich auch in Taekwondo. Ich trainierte acht Jahre lang und erhielt schließlich einen schwarzen Gürtel in Karate. Wer hätte gedacht, dass ich dieses Können jemals würde einsetzen können?“ Der junge Schauspieler erinnert sich noch genau an einen Schriftzug an der Wand des Martial-Arts-Studios, in dem er trainierte: In der Kampfkunst geht es nicht ums Kämpfen, es ist ein Lebensstil.

Für die Beteiligten, für die dieses Statement vor dem Film noch nicht Realität gewesen sein sollte, änderte sich das zumindest für die mehrmonatige Dauer des Drehs von DIE LEGENDE VON AANG radikal.

Egal wie gut ein Darsteller seine Martial Arts auch beherrschte, keiner entkam in der Vorbereitung dem Zugriff der Stuntabteilung. Sollte sich herausstellten, dass die Action für einen der Schauspieler zu fordernd war, konnte man sich auf die 61-köpfige Stuntcrew verlassen – sowie auf ein großes Team von Stunttechnikern, Stuntmännern und einen Wushu-Trainer. Mehr als 90 Statisten wurden ausgewählt, weil sie über das nötige Martial-Arts-Können verfügten. Sie wurden allesamt vom Stuntteam in ihre Arbeit eingewiesen und gefördert.

Habberstad und sein Team übten die Actionsequenzen vier Monate lang vor Beginn der Dreharbeiten ein. Die geplanten Kämpfe waren eher mit Tänzen zu vergleichen – weil sie bis in jede noch so kleine Bewegung choreografiert waren, mussten sie mit exaktem Timing und einem Höchstmaß an Präzision ausgeführt werden. „Wir waren auf der Studiobühne und eigneten uns die Grundlagen an, dann kam als Steigerung die Arbeit mit Drähten dazu. Wir hatten etwas in dieser Art noch nie davor gemacht, und wir holten uns die besten Stunttechniker im Geschäft an Bord. Kompromisse kamen nicht infrage, wir wollten die absolut beste Qualität abliefern, alles sollte toll aussehen. Es musste perfekt sein – und obendrein absolut sicher bei der Durchführung.“

Obwohl alle Hauptdarsteller intensiv in Martial Arts ausgebildet wurden, stand fest, dass die besonders fordernden und komplizierten Szenen von Stuntdoubles absolviert werden mussten. Jeder Schauspieler hatte ein Double – mit Ausnahme von Noah Ringer: Der hatte zwei.

Die erfahrenen Stuntfrauen Karine Mauffrey und Jade Quon arbeiteten unermüdlich daran, die mühelos aussehenden Kampfsequenzen zu erschaffen, in denen Aangs Luft- und Wasserbändigen zum Einsatz kamen. Beide Frauen steuerten einzigartige Aspekte zur Rolle bei: Karine ist seit vier Jahren Akrobatin beim Cirque du Soleil, sie ließ Aangs komplizierte Luftbändigungsbewegungen stilvoll und anmutig aussehen. Jade, eine ausgewiesene Spezialistin für Martial Arts und Gymnastik, stürzte sich – bisweilen buchstäblich – kopfüber in die Ausarbeitung und Durchführung von Aangs großen Moves und die komplexe Arbeit, in der Drähte zum Einsatz kamen: Ein spezielles Geschirr erlaubte es ihr, sich in der Luft gleichzeitig horizontal zu drehen und um ihre eigene vertikale Achse zu bewegen.

Das Stuntteam bediente sich überdies eines Computerprogramms, das Navigator heißt. Damit kann man die Details der Drahtarbeit auf einem Raster vorprogrammieren. Die Geschwindigkeit der Bewegungen lässt sich in einer Kurve darstellen. Zwei Technikern fiel die Aufgabe zu, die punktgenaue Präzision per Knopfdruck zu steuern. Damit hatten sie die Möglichkeit, einen Stunt absolut perfekt so oft zu wiederholen, wie es den Filmemachern nötig erschien. Waren Anpassungen nötig, konnte man diese ebenfalls problemlos am Computer steuern. Die unglaubliche Kombination verschiedener Technologien erlaubte es den Stuntleuten, regelrecht zu fliegen, während sie an einem lediglich einen halben Zentimeter dicken Drahtseil aufgehängt waren.

Shyamalan berichtet: „Es gibt einige große Momente in unserem Film, in denen Aang seine Feinde überrascht und sie ohne erkennbare Anstrengung bekämpft. Obwohl wir wissen, dass sein innerer Kampf gewaltig ist, ist er immer noch in der Lage, seine Feinde durch den Einsatz von peripherem Sehen abzuwehren – bei ihm sieht das immer aus wie im Ballett. Da gibt es entscheidende Augenblicke im Film, von denen ich mir erhoffe, dass alle Erwachsenen und Kids im Publikum zu sich sagen: ,Ich wünschte, ich könnte das auch. ‘“

Einer für alle, alle für einen: Nach diesem Motto verfuhr die Produktion, um die ungeheuer komplexen Stuntsequenzen überzeugend abwickeln zu können. Gerade bei den besonders haarigen Anforderungen mussten die Abteilungen unbedingt am selben Strang ziehen. „Es war wie eine Fügung, dass wir gerade den Dreh der Hardcore-Action so reibungslos über die Bühne bringen konnten“, erinnert sich Shyamalan. „Alle inspirierten einander, bis wir die gewünschten Resultate erzielen konnten.“

Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Leinwandmagie spielten außerdem die Scharen von Experten für visuelle Effekte, die von VFX-Leiter Pablo Helman angeführt wurden. Sein Team von Industrial Light & Magic (ILM) war besonders entscheidend beim Erschaffen der fantastischen Welt von DIE LEGENDE VON AANG. Er begann seine Arbeit bereits Monate vor Drehbeginn mit der Prävisualisierung des Films.

Als Monate später die letzte Klappe gefallen war, ging die Arbeit von ILM wieder von vorne los. Die Postproduktion sah sechs Monate vor, in denen sämtliche VFX-Einstellungen umgesetzt werden mussten. Weitere vier bis fünf Monate wurden eingeplant, um alle Details auf Shyamalans gewaltige Leinwand auftragen zu können.

Helman erläutert: „Wir hatten einen ziemlich langen und intensiven Zeitabschnitt, in dem wir recherchieren und entwickeln konnten, was genau es eigentlich bedeuten würde, wenn im Film jemand ein Element bändigt, wie das aussehen sollte. Wir wussten zunächst eigentlich nur, dass es ein organischer Vorgang sein musste, wenn er überzeugend funktionieren sollte. Es musste sich glaubwürdig anfühlen, aber es sollte auch so intensiv sein, dass man sich in eine Fantasiewelt versetzt fühlt, in der alles möglich ist – es musste emotional nachvollziehbar sein.“

Shyamalan ergänzt: „Wir wollen, dass das Publikum glaubt, das Bändigen sei real. Bändigen muss eine glaubwürdige Verlängerung menschlicher Fähigkeiten sein, eine Fähigkeit, die durch das Chi kontrolliert wird. Das Chi kann das Element manipulieren.“

Aber VFX kamen nicht nur beim „Bändigen“ zum Einsatz. Sie waren unerlässlich bei der „Drecksarbeit“, als es um die Schöpfung, Ausschmückung und Erweiterung der Kulissen ging, in denen sich DIE LEGENDE VON AANG abspielt. Shyamalan gesteht: „CGI war einst mein Erzfeind. Jetzt, nachdem ich sie in großem Umfang in meinem Film eingesetzt habe, verstehe ich sie als emotionales Werkzeug, das eine Hilfe beim Erzählen von Geschichten ist.“

DIE LEGENDE VON AANG ist außerdem der Film, bei dem sich Shyamalan von seinem vertrauten Prozess des Filmemachens verabschiedete. Bislang hatte er keinen Fuß in den Schneideraum gesetzt, bevor die letzte Klappe gefallen war. Diesmal begann er noch während der Produktion mit dem Schnitt. Das war wichtig, um frühzeitig fertig geschnittene Szenen zur Nachbearbeitung zu ILM zu schicken, damit man dort sofort mit der Arbeit an den CGI beginnen konnte.

Wenn möglich wurden tatsächliche Sets für den Dreh errichtet, anstatt sich auf die Magie eines Bluescreens zu verlassen. Helman sagt: „Für die VFX ziehen wir es immer vor, wenn da etwas Greifbares ist, mit dem die Schauspieler spielen oder auf das sie reagieren können. Darauf können wir perfekt aufbauen.“

ILM tat aber noch viel mehr, als einfach nur Kulissen zu ermöglichen und auszuschmücken. Die Dienste der Firma waren auch gefragt, um unfassbare Kreaturen zu erschaffen, wie es sie nur in einem Universum geben kann, in dem eine Handvoll Menschen leben, die Elemente bändigen können. Zu diesen Kreaturen zählen: Appa, ein sechsbeiniges Bison, das etwas mehr als fünf Meter hoch und vier Meter lang ist und in einer Bewegung durch die Luft schwimmt, die den Manatees und dem Nilpferd nachempfunden ist; das Kimodo-Nashorn der Feuernation, auf dem deren Krieger in die Schlacht reiten – es ist mit Schwanz mehr als zehn Meter lang und knapp sechs Meter hoch; eine fliegende Mischung aus Lemur und Fledermaus, die Momo genannt wird und eine besondere Vorliebe für Früchte hat; und der Drachengeist, der erscheint, um Aang bei seiner trügerischen Reise zu beraten und zu führen. Ohne Ausnahme begann das Leben dieser außergewöhnlichen Kreaturen am Set. Manchmal waren sie nicht mehr als ein Punkt, auf den sich die Schauspieler konzentrieren konnten, damit die Augenhöhe im später fertiggestellten Film immer stimmte, oder eine einfache Stuhlvorrichtung, in der man sitzen und so tun konnte, als würde man auf einem Tier reiten.

Für alle Effekte, die während des tatsächlichen Drehprozesses zu sehen sein sollten, wandte sich Shyamalan an das von Steve Cremin geführte Spezialeffekteteam, das mit Shyamalan auch schon an seinen bisherigen Filmen gearbeitet hat. Eine der größten Aufgaben von Cremin war es, Feuer zu machen. Das klingt zunächst recht simpel, aber weil es sich um die entscheidende Waffe der Feuernation handelt, musste das Feuer in Shyamalans Drehbuch zu allen möglichen Dingen in der Lage sein. Cremin setzte in erster Linie Gasrohre ein, deren Ausstattung besonders komplex ist, war aber auch zuständig für brennenden Unrat, flammende Feuerbälle, Fackeln und natürlich Rauch. Fast alle unterschiedlichen Arten von Feuer kamen zum Einsatz in der Sequenz, in der sich Aang und Zuko von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. In diesem kreisrunden Set wurden die Darsteller und Stuntleute mit Drahtseilen ausgestattet, um zwischen den Explosionen an den Wänden entlanglaufen zu können.

Tatsächlich wird Zuko stets von einem Feuerring umgeben, wenn er in einen Nahkampf verstrickt ist. Um diese erste Stufe des Feuerbändigens umzusetzen, wurde ein Draht um den Drehort gelegt und in Brand gesetzt. Patel erklärt: „Es gibt einen Adrenalinschub, wenn dieser Flammenball an deinem Gesicht vorbeirauscht. Bei dem Kampf mit Aang mache ich einen Tritt mit einer Drehung. In dem Moment, in dem mein Bein seine Bewegung beendet hatte, drückte einer der SFX-Jungs einen Knopf, um es so aussehen zu lassen, als würde Feuer aus meinem Bein herauskommen. Dann schoss es nach unten auf einen Topf und zerschmetterte ihn in kleine Stücke. Zerstörung und Feuer, eine ganz schön beeindruckende Kombination.“

Wie bei Aang bestand die Aufgabe von Cremin in weitaus mehr, als einfach nur Feuer zu bändigen. Indem es alles Denkbare zum Einsatz brachte, von Hydraulik und Luftschläuchen über Wasser in all seinen Formen hin zu Stuntfelsen, konnte das SFX-Team auf Knopfdruck die Bändigung von Luft, Wasser und Erde steuern – die Schauspieler und Stuntleute konnten sich also nicht darüber beschweren, dass es nichts Greifbares gegeben hätte, auf das sie vor der Kamera reagieren konnten!

Produktion: Das Design

Die Designverwandlung von der Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“ für den Spielfilm DIE LEGENDE VON AANG begann im November 2007, als die ausführenden Produzenten (und ursprünglichen Schöpfer der Serie) DiMartino und Konietzko all ihre Zeichnungen und Entwürfe für die Sendung dem Szenenbildner Philip Messina aushändigten. Um die Welt vom Fernsehbildschirm für die Dimension einer Kinoleinwand aufzublasen, begannen Messina und seine Abteilung, alle möglichen Referenzen zu sammeln. Sie durchstöberten Reise- und Geschichtsmagazine, Soziologie-Fachorgane oder Wälzer über tote Sprachen und begannen, nach und nach eine regelrechte Bibel mit ihren eigenen Konzeptillustrationen zu erstellen. Von China über Nordafrika und Indien hin zum Mittelalter – nichts wurde von Messina als Referenz verworfen, um als Inspiration für seine Designs zu dienen. Später war dann Messinas originale Konzeptkunst für jeden Drehort die ultimative Referenz während der gesamten Produktion.

Messina, der für Shyamalan bei THE SIXTH SENSE („The Sixth Sense“, 1999) als Art Director gearbeitet hatte, sagt: „Ich musste mir überlegen, wie die Gemeinden der einzelnen Stämme auszusehen hatten: die ausgelöschten Luftnomaden, die Pracht der nördlichen Wasserstämme, die Dörfer im organischeren Erdkönigreich, die industrialisierte Feuernation. Die Nationen zu entwerfen war, als würde man sich vier Teile eines großen Puzzles ausdenken. Wenn man eines von ihnen veränderte, hatte das unmittelbare Auswirkungen auf die anderen. Ich wollte sie gemeinsam erschaffen, sie sollten zusammenpassen und doch durch und durch individuell sein.“

Ein Jahr vor Drehstart war Messina bereit, mit einem voll besetzten Art-Department und einer aus mehr als 250 Handwerkern bestehenden Bauabteilung an die Umsetzung seiner Entwürfe zu gehen. Der Szenenbildner arbeitete eng mit der Kostümdesignerin Judianna Makovsky, Haar- und Make-up-Designerin Ivana Primorac und Kameramann Andrew Lesnie zusammen. Gemeinsam suchten sie nach Lösungen für alle Designfragen – von einem Knopf über eine Perücke hin zur Kameratotalen – und stellten damit sicher, dass kein Detail übersehen wurde.

Die vermutlich größte Herausforderung für Messina waren Entwurf und Bau der Festung des nördlichen Wasserstammes. Die eindrucksvolle Struktur, die aussehen musste, als würde sie komplett aus Eis bestehen, ist die Kulisse für das letzte Drittel des Films, in dem die Belagerung der Festung durch die Soldaten der Feuernation – mit mehr als 400 Darstellern in den Schlachtsequenzen – thematisiert wird. Messina sagt: „Dieses Set war am schwierigsten zu entwerfen. Man hat im Grunde eine Umgebung, die sich auf eine polare Eiskappe beschränkt. Man muss sich zunächst die Frage stellen: „Wie leben diese Menschen?“ Wir sind davon ausgegangen, dass sie eins sind mit ihrer Umwelt und dass sie freiwillig in diesem extremen Klima leben.“

Messina entwarf das Set mit vielen islamischen, indischen und türkischen Einflüssen. Mit mehr als 200 Handwerkern an Bord dauerte es fast vier Monate, bis die Bauten abgeschlossen waren und das massive Set sich nach und nach vom Boden eines Flugzeughangars mit der Größe zweier aneinandergereihter Fußballfelder erhob. Um den Eindruck zu verstärken, es handle sich um eine Konstruktion aus purem Eis, wurde der Drehort mit Tausenden Gallonen von blau und grau getönten Polymeren eingekleidet. Zum Abschluss kam noch Schnee obendrauf, der aus Epson-Salz gefertigt wurde.

Für die rauen und natürlichen Sets des Dorfs im Erdkönigreich erwies sich eine Steinmine als perfektes Umfeld für die Errichtung der Außendrehorte. Die Designer übernahmen die natürlichen Farben des Bodens, der Felsen und der umliegenden Wildnis in ihre Farbpalette. Primitive Zelte wurden frei Hand mit Stämmen aus dem nahe gelegenen Wald errichtet. Bald schon ging von dem Dorf die Atmosphäre eines nomadischen Beduinenlagers aus.

Bei der Begehung der Steinmine entdeckte Messina erfreut, dass mitten in der Örtlichkeit bereits eine industrielle Anlage existierte. „Anstatt uns dagegen zu sperren, dachte ich, dass wir sie direkt in unseren Dreh einbauen könnten“, berichtet er. „Der riesige Turm und die Maschinerie des Förderbandes machten auf mich den Eindruck, als passten sie haargenau in den archaischen und industrialisierten Look, den wir für die Feuernation vorgesehen hatten.“ Nachdem man ein paar Stahltore und einen Laufsteg integriert hatte, erwies sich die Annahme als korrekt: Was ein potenzielles Designproblem gewesen war, erwies sich als Vorzug.“

Das Design der weitläufigen Feuernation, getaucht in feurige Rot- und bedrohliche Schwarztöne, unterscheidet sich deutlich von den anderen Welten – und das aus einem besonderen Grund. Messina erklärt: „Mike und Bryan, die beiden Schöpfer von ,Avatar – Der Herr der Elemente‘, erinnerten mich daran, dass die Feuernation als ganz normaler Stamm begonnen hatte, genau wie all die anderen. Als ihr Reich durch Industrialisierung zu wachsen begann, wuchs auch ihre Macht.“ In dem aus diesen Überlegungen resultierenden Design finden sich Verweise auf das Amerika im frühen Industrialisierungszeitalter, vermischt mit Elementen früher japanischer Kultur.

Das beste Beispiel dafür ist vermutlich der Speisesaal der Feuernation, in der Prinz Zuko vor dem Fußvolk des Stammes gedemütigt wird. Die Halle entstand im Inneren eines ehemaligen Kraftwerks, das vor mehr als 25 Jahren geschlossen wurde. Dort bot sich Messina und seinen Leuten ein Netzwerk frei liegender Rohre und Wände, von denen der Putz bröckelte. Der Ausstatter hatte Visionen vom Japan in der Ära der Shogune oder von China unter kommunistischer Regierung und baute diesen Look in die bestehende Struktur ein.

Zu Beginn des Films sind die Luftnomaden bereits den militärischen Bestrebungen der Feuernation zum Opfer gefallen. Messina war also klar, dass die Sets der einst so stolzen Nation Ruinen gleichen mussten. Er sah sich als Inspiration antike Tempel in Kambodscha an und baute nach deren Vorbild den nördlichen Lufttempel. Im Tempel kommt es zum entscheidenden Kampf zwischen Aang, dem blauen Geist und einer Schwadron von Soldaten der Feuernation. Das Set wurde in einer Bühnenhalle im Norden von Philadelphia errichtet. Es mag so aussehen, als bestünde es komplett aus Stein. Tatsächlich wurde aber auch Gummi eingearbeitet, um die Stuntmänner weicher fallen zu lassen.

Die vier Nationen basieren auch auf vier verschiedenen Klimazonen. Allein das war Grund genug, dass Kostümdesignerin Judianna Makovsky und ihr Team völlig unterschiedliche Looks für jede einzelne Nation erdachten. Insgesamt wurden für DIE LEGENDE VON AANG mehr als 1800 Kostüme und Rüstungen sowie 900 Paar Schuhe und Stiefel entworfen und geschneidert. Makovsky ließ sich bei den Farbpaletten, Formen und Entwürfen stark von „Avatar – Der Herr der Elemente“ inspirieren und gab sich dabei vor allem Mühe, eine entsprechende Übersetzung für einen Realfilm zu finden.

Alle vier Zivilisationen erwiesen sich auf diese Weise als Mischung aus diversen Ethnien und unterschiedlichen Kulturen – kulturelle Eindeutigkeit wurde gezielt vermieden. Jede hatte ein charakteristisches Design und eine markante Farbpalette. Die Dorfbewohner des südlichen Wasserstammes wurden in gedeckte Blau-, Braun- und Grautönen gewandet, geschnitten aus dem derbsten Fake-Fell, das man finden konnte. Der nördliche Wasserstamm ist etwas weiter entwickelt, was sich in seiner Garderobe widerspiegelt, die von lebhaften Blau-, Purpur- und Grautönen lebt. Zum Einsatz kamen üppigere Stoffe, die mit teuer aussehendem Fake-Fell versehen wurden. Die versklavten Völker der Erdnation tragen erschütternd aussehende Kostüme mit Farben und Designdetails, die man in antiker koreanischer und chinesischer Mode entdecken kann. Und die Soldaten der Feuernation tragen schwarze, rote und goldene Uniformen mit Helmen und Rüstungen, die an die einstigen Krieger von Japan, Russland oder der Mongolei erinnern.

Zusätzlich zu den Hunderten von Make-ups und Perücken, die für die Produktion entwickelt und hergestellt wurden, gab es noch zwei Looks, die eine ganz besondere Gemeinschaftsleistung von Shyamalan, Makovsky und Make-up- und Haardesignerin Ivana Primorac waren. Für Prinz Zukos Gesichtsnarbe holte das Team einen spezialisierten Make-up-Künstler an Bord, der sich eine verheilte Verbrennung ausdachte, die aussah, als hätten die Flammen das Gesicht des Prinzen geleckt. Das Grunddesign wurde im Anschluss noch weiter verfeinert und stilisiert, bis es fast so aussah wie, wie Makovsky anmerkt, „die Flammen auf der Seite eines frisierten Turboschlittens“. Der charakteristische blaue Pfeil, der Aangs Stirn schmückt, wurde von einem Tattoo-Künstler aus New York City entworfen und setzt sich aus unzähligen Punkten zusammen. Primorac und der Künstler waren sich immer bewusst, dass dieses Zeichen nicht ablenken oder sich zu sehr in den Vordergrund drängen durfte. Und um zu verhindern, dass sich wiedererkennbare Symbole oder Buchstaben finden, entwarfen sie ein völlig neues Alphabet, das sich auf Vorbilder aus der Indianerkultur, Thailand und japanischer Kalligrafie sowie der Alchemie und tibetischer Mandalas stützt. Das Team entwickelte daraus den blau-grünen Pfeil, dessen Farbe an Tätowiertinte erinnert, die vor langer Zeit aufgetragen wurde.

Egal wie viele Bändiger auch in erster Reihe kämpften, die Soldaten des Erdkönigreichs mussten dennoch mit Waffen ausgestattet werden. Dafür arbeitete Messina eng mit dem Requisiteur zusammen. Sie ließen sich Designs für die verschiedenen Schwerter, Speere und Hellebarden einfallen und suchten dafür Inspiration bei Waffen und Rüstungen des frühen Mittelalters.

Produktion: Die Dreharbeiten

Zu Beginn der Dreharbeiten reiste die Produktion zu der kleinen Küstenstadt Ilulissat (übersetzt heißt der Name „Eisberg“). Dort wurden alle Szenen mit Katara, Sokka und dem Dorf des südlichen Wasserstammes gefilmt.

Dass man den strapaziösen Weg nach Grönland auf sich nahm, unterstreicht die Entschlossenheit der Filmemacher, der Vorlage unbedingt gerecht zu werden. Der Ort ist nur mit einem kleinen Flugzeug zu erreichen, und die Temperaturen während der Drehzeit lagen stets weit unter null Grad. Aber es gelang, beeindruckende Ansichten einzufangen, mit schneebedeckten Hügeln, die sich vom klaren blauen Himmel abheben, und einem Meer, das voller Eisberge ist. Und dafür lohnten sich die Mühen allemal.

Produzent Sam Mercer sagt: „Wir waren fest davon überzeugt, dass sich der Anfang des Films wie der wirkliche Beginn einer Reise anfühlen sollte. Wir wählten Grönland aus, weil es keinen Platz auf der Welt gibt, der sich damit vergleichen lassen könnte. Die Landschaft mit ihren Eisbergen, dem Wasser und den Gletschern ist einfach einzigartig.“

Produzent Frank Marshall hatte schon einmal in Grönland gedreht und meint: „Für die Schauspieler ist der Dreh an einer solchen Location so großartig, weil sie sich mitten im Element befinden. Ihre Darstellungen sind absolut echt. Sie können auf ganz natürliche Weise darauf reagieren, sich in unbeschreiblicher Kälte zu befinden. Als uns bewusst wurde, dass wir eine Location haben würden, in der Eis, Eisberge und Kälte gefragt waren, war uns klar, wo wir das bekommen würden.“

Da nichts dem Zufall überlassen werden durfte, ging man sämtliche Details immer und immer wieder durch. Mercer erzählt: „Die erste Herausforderung war es, all unsere Anlagen mit dem Schiff in riesigen Containern aus den USA nach Grönland zu bringen. Danach hatten wir endlose Checklisten für jede Abteilung, in denen alles abgedeckt wurde, was uns eingefallen war – wie man die Menschen während der Arbeit warm hält oder wie man dafür sorgt, dass die Kameras nicht einfrieren.“

Also ging es für Filmemacher, Cast und Crew – denen man riet, „ein bisschen Geduld“ mit einzupacken – für die ersten neun Tage des Drehs von DIE LEGENDE VON AANG nach Ilulissat. Schauspieler, Crew und Geräte wurden danach mit dem Hubschrauber zu den entlegenen Drehorten außerhalb von Ilulissat gebracht. Um den Drehort voll auszunutzen, wurden Szenen an verschiedenen Locations gedreht, auf einem zugefrorenen See oder am Rand einer Eiskappe. Der Hauptdrehort während des Filmens im westlichen Grönland war das Dorf des südlichen Wasserstammes, das vor der Kulisse der umhertreibenden Eisberge in der Diskobucht errichtet wurde. Der Bau begann zwei Monate vor Drehbeginn. Szenenbildner Messina erinnert sich: „Niemand von uns hatte jemals etwas in einem so extremen Umfeld gebaut. Unsere Farbpinsel froren ein, bevor wir auch nur einen Strich setzen konnten.“ Insgesamt waren 150 Arbeiter aus den USA, Grönland und Dänemark beschäftigt.

Das Dorf bestand aus elf Iglus in voller Größe, die in Philadelphia aus Fiberglas geformt worden waren und in ihre Einzelteile zerlegt verschifft wurden, um danach vor Ort in Grönland wieder zusammengesetzt zu werden. Das Set wurde mit Tierhäuten, Tonwaren, handgemachten Trommeln, Fischen und Netzen, die von ansässigen Einwohnern ausgeborgt wurden, ausgeschmückt. Alte hölzerne Kanus wurden vom örtlichen Ilulissat Museum zur Verfügung gestellt. Es war nicht ohne eine gewisse Ironie, dass die schneebedeckten Iglus zwischen den Einstellungen von Cast und Crew wegen der innen angebrachten Öfen als Wärmestuben genutzt wurden.

Das Set wurde auf Land errichtet, das vom UNESCO Welterbe geschützt wird, was wiederum bedeutete, dass man gewisse Regeln und Regulationen unbedingt einhalten musste. Zum Einen war es der künstlerischen Abteilung nicht erlaubt, den Boden mit ihren Bauten zu berühren. Also musste man aufpassen, dass man alle Strukturen fest auf dem Eis über dem Boden verankerte.

Zusätzlich zu dem Dorf, in dem Katara und Sokka leben, drehte man vor der eigenartigen gefrorenen Kugel, wo die beiden Geschwister Aang entdecken. Dieses Set wurde in erster Linie aus Schnee errichtet, der mit Styropor stabilisiert wurde.

Man könnte vermuten, dass man in einer entlegenen Gegend wie dieser technologisch hinter den gängigen Standards hinterherhinken würde, aber das ist nicht der Fall. Kurz vor Ankunft der Produktion in Ilulissat hatte Tele-Post Greenland ein High-Speed-Internetkabel verlegt, dass Tausende Meilen unter dem Meer läuft.

Dank dieser Technologie konnte man bereits gedrehtes Filmmaterial nach Kopenhagen zur Bearbeitung schicken, von wo es dann wieder zurück auf die Computer der Filmemacher ging. Die täglichen Muster konnte man dann in Ruhe in den Räumen der Produktion in einem Hotel namens Hotel Arctic begutachten.

Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung. Alle Abteilungen mussten sich Arbeitsgewohnheiten zulegen, mit denen man in dem extremen Klima überstehen konnte. Ivana Primorac eignete sich die von Ansässigen verwendete Praxis des Trocknens vor der Tür an, trotz Temperaturen weit unter null Grad – nasse Perücken vereisten sozusagen umgehend, aber wenn man dann das Eis wegschlug, fand man darunter eine komplett trockene Perücke. Besonders vorsichtig musste man vorgehen, wenn man Haarstücke anbrachte, die sofort an der Haut anfroren, wenn sie auch nur ein bisschen feucht waren. Man musste sicherstellen, dass sie komplett trocken waren. Von den Händen der Darsteller wurden Formen abgenommen. Daraus machte man dann Latexhandschuhe, die vor der extremen Kälte schützten. Für Noah Ringer wurde eine hautfarbene Kappe angefertigt, damit man seinen kahlen Kopf bei Totalen schützen konnte. Sämtliche Schauspieler erhielten eine Extraschicht seidener Unterwäsche. Und die Kostüme wurden mit besonderem Polarmaterial zusätzlich verstärkt. Schuhe wurden auf ausgestopften und isolierten Plattformen montiert, damit man die Füße der Schauspieler vom Eis fernhalten konnte.

Trotz der Herausforderung durch den Dreh an einem solch bedeutungsvollen Ort entdeckte Pablo Helmans VFX-Team immer noch ausreichend Gelegenheiten für Abenteuer. Die todesmutige Crew verbrachte mehrere Tage auf einem großen Fischkutter und drehte dort Hintergrundaufnahmen von besonders imposanten Eisbergen. Helman sagt: „Die Eisberge können ohne Vorwarnung einfach umkippen. Die VFX-Abteilung liebte jede Minute dieses Abenteuers.“ Außerdem gab es noch eine Abteilung, die von einem Helikopter aus endlose Panoramaaufnahmen von der Gegend machte.

Shyamalan meint abschließend: „Die Landschaft von Grönland wird nie mehr dieselbe sein. Sie bewegt sich und verändert sich ohne Unterlass. Hoffentlich ist es uns gelungen, ein bisschen von der Einzigartigkeit auf Film festzuhalten.“

Es ist genau diese Landschaft, die sich – gemeinsam mit den zahllosen Stunden, die man im Labor verbrachte, um die Welt von DIE LEGENDE VON AANG zu erschaffen – für das Publikum als pure Magie erweisen wird. Dev Patel erklärt: „Die Film steckt voller Eskapismus: Man kann einfach ins Kino gehen und sich für ein paar Stunden in eine andere Welt entführen lassen. Wir haben mit all diesen verschiedenen Nationen, all diesen fantastischen Kreaturen und Menschen, die die Elemente manipulieren, eine Märchenwelt erschaffen. Für mich ist das eine aufregende Achterbahnfahrt.“

Für M. Night Shyamalan geht DIE LEGENDE VON AANG etwas tiefer. Die Reise des jungen Avatars soll nicht nur das Publikum auf eine aufregende Odyssee mitnehmen, für den Filmemacher hat sie durchaus auch eine persönliche Bedeutung. Er erklärt: „DIE LEGENDE VON AANG soll ein spannender, unterhaltsamer und actiongeladener Sommerfilm sein. Aber dahinter spricht er eine Reihe ernster Themen an, wie die Unterjochung eines Volkes durch ein anderes, Balance und die Verbindung zu unserem Planeten – und all die Dinge, die mich interessieren und auch schon in meinen vorherigen Filmen eine Rolle spielten. Dieser gesamte Prozess hat mich enorm wachsen lassen, nicht nur als Regisseur, sondern auch als Mensch. Ich bin ein totaler Kontrollfreak. Wenn man aber an einem Film von dieser Größe arbeitet, der so viele verschiedene anspruchsvolle Ebenen hat, dann muss man die Kontrolle von jedem Aspekt einer Szene zwangsläufig etwas aufgeben. Das hat es mir erlaubt, einen Schritt zurückzugehen und wieder ein Schüler zu sein. Und wenn man ein Schüler sein kann, dann ist das der beste Weg, den man gehen kann.“

Shyamalan sagt abschließend: „Dieser Film ist nur ein Anfang, denn dies ist eine viel größere Geschichte, als wir sie erzählen können. Aang muss alle vier Elemente meistern, um schließlich Klarheit zu erlangen. Eines beherrscht er von Geburt an, Luft, aber er muss noch Wasser, Erde und Feuer meistern, erst dann ist unsere Trilogie abgeschlossen. Alles in allem finde ich, dass es wichtig war, diesen Film gemacht zu haben.“

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