Die Legende der Prinzessin Kaguya

   Kinostart: 20.11.2014

Kaguyahime no monogatari: Adaption eines japanischen Volksmärchen, in dem eine Prinzessin bei Bauern aufwächst und zu einer jungen, hübschen Frau heranwächst, um deren Hand sich alle adeligen jungen Männer reißen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Adaption eines japanischen Volksmärchen, in dem eine Prinzessin bei Bauern aufwächst und zu einer jungen, hübschen Frau heranwächst, um deren Hand sich alle adeligen jungen Männer reißen.

Ein armer Bauer findet das Mädchen Kaguya im Bambuswald und zieht es mit seiner Frau wie eine eigene Tochter auf. Als Mitgift vererben ihm dankbare Götter Gold, die ihm seinen Traum von Wohlstand und gesellschaftlichen Aufstieg erfüllen. Dafür zieht er in die Stadt, obwohl sich das Mädchen in der Natur und bei Jugendfreund Sutemaru am wohlsten fühlt. Die inzwischen wunderschöne, aber traurige Prinzessin setzt die adlige Männerwelt der Stadt in Verzückung, weshalb sich alle Verehrer in ruiniöse Balz-Versprechen stürzen und sogar der Kaiser ihrer Schönheit erliegt.

Eine Prinzessin wächst bei Bauern zu einer jungen, hübschen Frau heran, um deren Hand sich alle adeligen jungen Männer reißen. Adaption eines japanischen Volksmärchens, mit viel Fantasie und Bildgewalt auf Film gebannt.

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Darsteller und Crew

  • Isao Takahata
    Isao Takahata
  • Riko Sakaguchi
    Riko Sakaguchi
  • Yoshiaki Nishimura
    Yoshiaki Nishimura
  • Seiichiro Ujiie
    Seiichiro Ujiie
  • Yoshio Okubo
    Yoshio Okubo
  • Koji Hoshino
    Koji Hoshino
  • Joe Hisaishi
    Joe Hisaishi

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Zweifelsohne ein Stück Erzähl- und Animationskunst mit einer charmanten, märchenhaften Optik. Wie auch die Legende hat der Film das Potenzial, zeitlos zu werden.
    2. Die Legende der Prinzessin Kaguya: Adaption eines japanischen Volksmärchen, in dem eine Prinzessin bei Bauern aufwächst und zu einer jungen, hübschen Frau heranwächst, um deren Hand sich alle adeligen jungen Männer reißen.

      Poetisch-kunstvolles Animationsmärchen um ein unglückliches Mondkind auf Erden im alten Japan.

      Allem Anschein nach geht 2014 eine vier Jahrzehnte dauernde Epoche zu Ende: Die beiden Begründer des Studio Ghibli, die seit den 70er Jahren, als sie die Trickserie „Heidi“ erfanden, Animationsgeschichte schrieben, treten beide gleichzeitig ab. Zuerst reichte Hayao Miyazaki mit „Wie der Wind sich hebt“ seinen Abschied vom Filmgeschäft ein, nun zieht sein langjähriger Gefährte Isao Takahata nach, der stets im Schatten des japanischen Zeichenmeisters stand, obwohl sein lyrisches Hiroshima-Drama „Die letzten Glühwürmchen“ bei fast jeder Kritikerumfrage Platz eins der besten Animes belegt.

      Die Legende beginnt mit einem vom Himmel entsandten Mondkind, das ein armer Bauer im Bambuswald findet und mit seiner Frau wie eine eigene Tochter aufzieht. Als Mitgift vererben ihm dankbare Götter goldene Geschmeide, die ihm seinen Traum von Wohlstand und gesellschaftlichen Aufstieg erfüllen. Dafür zieht er mit Kaguya in die Stadt, obwohl sich das Mädchen in der Natur und bei Jugendfreund Sutemaru am wohlsten fühlt. Entsprechend der Originalvorlage ist sie zwar unglücklich, fügt sich aber dem patriarchalen Zwang, was ein elegisches Melodram hervorbringt, das auch verschmitzt-komische Seiten aufweist. Die inzwischen wunderschöne Prinzessin setzt die adlige Männerwelt der Stadt in Verzückung, weshalb sich alle Verehrer in ruiniöse Balz-Versprechen stürzen und sogar der Kaiser ihrer Schönheit erliegt.

      Wo Miyazakis Sohn Goro in „Der Mohnblumenberg“ den leicht zugänglichen Stil des Studios ausweitet, besinnt sich Takahata ganz auf die Tradition. Nicht nur adaptiert er ein gut 1000 Jahre altes japanisches Volksmärchen; er nutzt auch einen ganz analogen, minimalistischen Stil, der sich an alte Tuschezeichnungen anlehnt, ihnen Aquarellfarben und das altehrwürdige Zupfinstrument Koto andient und damit einen großen Bogen um heutige Sehgewohnheiten macht. Das erfordert nicht nur wegen seiner Überlänge auch ein erhebliches Maß an Geduld und Aufgeschlossenheit einer fremdartig anmutenden Erzählweise gegenüber. Fernab eines emanzipierten Rollenbilds widmet sich Takahata ganz historischem Sozialverhalten und -verhältnissen. Er kitzelt nicht das Drama, sondern das ruhig erzählte Poem für ein erwachsenes Publikum daraus hervor. tk.
      1. Der 78-jährige Regisseur und Mitbegründer des japanischen Studio Ghibli, Isao Takahata ("Only Yesterday", "Die letzten Glühwürmchen"), zählt zu den Veteranen des japanischen Trickfilms. Mit seinem jüngsten Werk "Die Legende der Prinzessin Kaguya" adaptierte er eine alte Legende aus dem 10. Jahrhundert um eine auf Erden aufwachsende Mondfee. Und obwohl Disney mitproduzierte, schlägt das Epos einige dunkle Züge an und enthält eine (natürliche) Nacktheit, die man in einem Trickfilm eines US-Studios nicht finden würde. Mit Motiven wie der Bewahrung der Natur, den Vorzügen des Landlebens sowie der Kritik an Machtgebaren und Überheblichkeit finden sich zahlreiche Stammthemen des traditionsreichen Animationshauses Ghibli.

        Grafisch verfolgt Takahata dieses Mal nicht deren eingängigen, klaren Stil, sondern orientiert sich zwischen Tusche und Aquarellzeichnungen stärker an historischen Bilderbögen. Den auf das wesentliche reduzierten, unperfekten Look kennt man schon aus Takahatas "Meine Nachbarn, die Yamadas" von 1999. Nach den humorvollen Episoden aus dem Leben einer schrägen Familie drehte er lediglich eine außerhalb Japans unbekannte Adaption von "Anne of Green Gables", da der Altmeister an "Die Legende der Prinzessin Kaguya" acht Jahre lang arbeitete. Nicht ganz so deutlich wie bei den "Yamadas" gliedert sich sein Märchen in mehrere Passagen, die von den jeweiligen Lebensabschnitten des Mondmädchens erzählen.

        Nach einer unbeschwerten Kindheit auf dem Land folgt aufgrund des Goldfundes eine strenge Erziehung zur anmutigen Prinzessin und der Wettstreit zahlreicher Verehrer, den das Mädchen zunehmend unglücklicher erscheinen lässt. Ihren Albträumen kann als Gegengift nur die Rückkehr zu den unbeschwerten Stunden der Kindheit dienen, doch für ihre "Verfehlungen" muss sie schließlich doch büßen. Dabei wurde jede der Sequenzen in einer unterschiedlichen Technik angelegt. Einige Teile erreichen eine fast schon vertraute, geschlossene Ästhetik, während surreale Momente stärker abstrakter konzipiert wurden. Bewusst wirken viele Teile skizzenhaft oder wie mit Wasserfarben gezeichnet. Der Perfektion des 3D-Kinos setzt Takahata traditionelle japanische Animationstechniken entgegen, wobei sich seine Experimentierfreude völlig der Story anpasst.

        Schon aufgrund der Überlänge von 138 Minuten und des reduzierten Fantasy-Anteils wendet sich der Film "Die Legende der Prinzessin Kaguya" an ein älteres Publikum. Stärker als auf den Legendenanteil fokussiert Takahata die Entwicklung des unbeschwerten Mädchens zur eingeengten jungen Frau. Schon der poetisch-melancholische Unterton bereitet auf das traurige, wenngleich sehr fantasievolle Finale vor. Mit seinem hintergründigen Film über den Verlust von Unschuld und Unbeschwertheit wartet Animationsmeister Isao Takahata noch einmal mit den Stärken des Ghibli-Studios auf, der wie Hayao Miyazakis "Wie der Wind sich hebt" wie ein Abgesang auf eine verklimmende Ära wirkt.

        Fazit: Die Märchenadaption "Die Legende der Prinzessin Kaguya" erzählt mit zauberhaft poetischen, aber auch düsteren Momenten eine Coming-of-Age-Parabel in einer Gesellschaft voller Zwänge.

      News und Stories

      • "The Kingdom of Dreams and Madness": Doku über Animekünstler des Studio Ghibli

        Regisseurin Mami Sunada hat die beiden Animekünstlern Hayao Miyazaki und Isao Takahata während der letzten Monate bei der Arbeit begleitet. Herausgekommen ist der Dokumentarfilm "The Kingdom of Dreams and Madness", der einen Blick hinter die Kulissen des legendären Studio Ghibli wirft.

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