Die Lebenslüge

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Melodram um eine Ehefrau, die erfährt, dass ihr tödlich verunglückter Mann seit Jahren eine Geliebte hatte.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Lebenslüge: TV-Melodram um eine Ehefrau, die erfährt, dass ihr tödlich verunglückter Mann seit Jahren eine Geliebte hatte.

    Im Grunde ist die Geschichte dieses Liebesfilms rasch erzählt: Eine Witwe und ein Witwer erfahren, dass ihre gemeinsam bei einem Autounfall auf Mallorca ums Leben gekommenen Partner seit drei Jahren ein Verhältnis miteinander hatten. Die Hinterbliebenen sind bestürzt darüber, so lange getäuscht worden zu sein; die gemeinsame Trauer lässt sie einander näherkommen.

    Das Drehbuch stammt von Antje Bähr, die sich zumindest den Kern der Handlung bei Warren Adlers Roman „Begegnung des Schicksals“ oder bei Sydney Pollacks gleichnamigem Hochglanzmelodram mit Harrison Ford und Kristin Scott Thomas geborgt hat. Im Original finden eine Politikerin und ein Polizist zueinander, was der Geschichte zusätzlichen Reiz gibt: Er wundert sich, dass seine Frau ihn so lange belügen konnte; sie muss darauf achten, dass sie für die Medien die trauernde Witwe bleibt, sonst riskiert sie ihre Widerwahl.

    Peter Sämann, der in den letzten Jahren ein gutes Dutzend Filme mit Christine Neubauer gedreht hat, erzählt seine Version naturgemäß eine Nummer kleiner als Pollack. Sophie (Neubauer) ist Bildhauerin, Michael (Bernahrd Bettermann) ist Architekt, und nur der Zufall bringt die Schicksalsgefährten auf jene Spur, die ihnen nach dem Verlust des Partners ein zweites Mal den Boden unter den Füßen wegzieht: Die beiden Unfallopfer hatten einen identischen Schlüssel, der, wie sich rausstellt, zu einer malerisch gelegenen Finca gehört. Ein gemeinsames Segelboot besaßen sie auch. Während Michael offenbar nichts dagegen hätte, mit seiner neuen Bekanntschaft noch mal von vorn anzufangen, ruft Sophies Verhalten bei ihrer pubertierenden Tochter Anne (Leonie Kienzle) die pure Empörung hervor: Das Mädchen vergötterte den Vater, und weil Sophie ihr die Wahrheit ersparen will, ist Anne schockiert, dass sich ihre frisch verwitwete Mutter schon wieder einem Mann an den Hals wirft.

    Sämann inszeniert den Film mit viel Gefühl und schönen Mallorca-Bildern, schafft es aber erneut nicht, seine Hauptdarstellerin angemessen zu führen: Ausgerechnet die ursprünglich bodenständige Christine Neubauer scheitert regelmäßig daran, normale Menschen zu verkörpern. Sie redet nicht, sondern deklamiert; sie geht nicht, sondern schreitet. Die Wandlung von Sophies Trauer zu Wut spielt sie dafür sehr nachvollziehbar. Bettermann verkörpert die starke Schulter, nach der sich viele Frauen sehnen, ohnehin sehr glaubhaft; und im Gegensatz zu „Schaumküsse“, als er Neubauer noch einem Nebenbuhler überlassen musste, gibt’s nun für die beiden Filmfiguren ein Happy End. tpg.

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