Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um das hochaktuelle Thema behandlungsresistenter Krankenhauskeime.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Kraft, die Du mir gibst: TV-Drama um das hochaktuelle Thema behandlungsresistenter Krankenhauskeime.

    Das fesselnd inszenierte und gut gespielte Drama behandelt glaubwürdig und nachvollziehbar das brisante Thema der Krankenhauskeime.

    Die Handlung beginnt mit einer kleinen Ursache, die eine fatale Wirkung hat: Nach einem vergleichsweise harmlosen Knochenbruch infiziert sich ein Mann mit einem Keim, der sich als lebensbedrohlich entpuppt. Zu allem Überfluss ist das Krankenhaus, in dem die Infektion erfolgt, der Arbeitgeber seiner Frau. Zuvor jedoch entwirft Autor Martin Douven („Ein Drilling kommt selten allein“) das Bild einer perfekten Familie: Konrad (Alexander Beyer) versorgt als Gärtner die Familie, während Gattin Maja (Tanja Wedhorn), früher mal Krankenschwester, studiert und promoviert. Als Mikrobiologin Maja eine Stelle im Forschungslabor der Grazer Delos-Klinik bekommt, fährt Konrad sie mit dem Motorrad zum ersten Arbeitstag. Nach einem Sturz quasi vor der Tür wird er gleich an Ort und Stelle behandelt. Wenige Tage später treten erste Komplikationen auf: Konrad hat sich mit dem resistenten Krankenhauskeim MRSA infiziert; er schwebt in Lebensgefahr. Dem emotionalen Titel zum Trotz hat Zoltan Spirandelli die Geschichte zwar mit viel Empathie, aber vergleichsweise unsentimental und zudem alles andere als spekulativ umgesetzt. Ebenso wichtig wie Konrads Erkrankung ist eine zweite Ebene: Dank Maja erzielt das Forschungs-Team endlich einen lange erwarteten Durchbruch. Dass sie prompt vom Chef (Hary Prinz) des Krankenhauses hofiert wird, hat allerdings auch einen zweiten Grund: Die Klinikleitung will nicht nur aus Gründen des guten Rufs um jeden Preis verhindern, dass Konrads Infektion öffentlich wird; und Maja steckt in einem Loyalitätsdilemma. Dass die Wissenschaftlerin am neuen Arbeitsplatz auch noch auf ihren früheren Verlobten Jens (Max Urlacher) trifft, wirkt zunächst wie ein Tribut an den Sendeplatz. Tatsächlich aber hat der anfangs recht blasiert wirkende Jens schließlich maßgeblichen Anteil am Finale. Außerdem gehört auch er auf diese Weise zur Riege jener Figuren, die im Verlauf der Handlung eine fundamentale Wandlung durchmachen. Wie filmisch „Die Kraft, die du mir gibst“ angelegt ist, zeigt eine Szene, die buchstäblich den Gipfel von Konrads negativer Haltung darstellt: Als ein Ausflug des Ehepaars auf den Schöckel im Streit endet, macht Konrad auf dem Absatz kehrt. Spirandelli erlaubt sich sogar den Luxus, auf den eigentlich obligaten Schwenk übers Grazer Bergland zu verzichten; er wird allerdings am Ende nachgereicht. tpg.

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