Die Klasse von '99

  1. Ø 2
   2003
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Klasse von '99: Polizeischüler Felix kehrt in seine Heimatstadt zurück und erlebt, dass die Unbeschwertheit der Teenie-Tage der Vergangenheit angehört.

Drei Jahre, nachdem er in der Kleinstadt das Abitur baute und die Heimat dann mit großen Zielen Richtung Metropole verließ, kehrt Felix (Matthias Schweighöfer) zurück. Er will in heimatlicher Geborgenheit eine Beamtenlaufbahn als Ordnungshüter antreten und, wenn möglich, alte Freundeszeiten wieder aufleben lassen. Ersteres ist kein Problem. Doch was die alte Clique angeht, hat sich einiges verändert. Manch einer sieht der Erwachsenenzeit mit höchst gemischten Gefühlen entgegen, und jeder kompensiert enttäuschte Erwartungen und Unzufriedenheit mit der Gegenwart auf andere Weise.

Matthias Schweighöfer, Tim Sander und Axel Stein sind wieder zur Stelle, wenn Regisseur Marco Petry seinem fun-orientierten „Schule“ diese ernsthaftere „Erwachsenenfortsetzung“ folgen lässt. Erste Produktion von Petrys Modesto Film unter der weisen Ägide Bernd Eichingers.

Felix, Anfang 20, kehrt nach dem Studium in seine Heimatstadt zurück, um die Polizeischule zu besuchen und das sichere Leben in seiner Clique wieder zu finden. Aber die Freunde, mit denen er gemeinsam das Abitur gemacht hat, gehen ihre eigenen Wege, kämpfen mit der eigenen Unzufriedenheit und Langeweile, und erst ein tragisches Ereignis zwingt sie, sich mit ihrem Leben auseinander zu setzen.

Nach einen abgebrochenen Studium kehrt Felix in sein Heimatstädtchen zurück, um dort die Polizeischule zu besuchen. Zurück in seiner alten Abi-Clique, scheint anfangs alles beim alten geblieben. Es wird kräftig gefeiert und auf die Zukunft gepfiffen. Doch bald wird klar, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann und das Erwachsenenleben unerbittlich die Kindheit verdrängt. Ein tragisches Ereignis rüttelt den Freundeskreis aus dem Phlegma auf und zwingt Felix schließlich dazu, sich zwischen Pflicht und Vergnügen zu entscheiden.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit „Schule“, der deutschen Antwort auf „American Pie“, begeisterte Marco Petry 2001 knapp einen Million Zuschauer. In seinem neuen Film geht es drei Jahre nach dem Abi darum, sich dem Leben zu stellen, erwachsen zu werden und Entscheidungen zu treffen. Nicht leicht, für die alte eingeschworene Kleinstadt-Clique, die sich Unbeschwertheit vorgaukelt und nicht wahrhaben will, dass ihre Träume sich in Luft auflösen.

    Es ist schwierig, die Balance bei einem Film für junge Erwachsene zu halten und nicht in plumpe Anmache abzurutschen. Marco Petry, der schon mit „Schule“ die Klippen des Klamauks souverän umschiffte, gelingt es auch in seinem zweiten Spielfilm, Lässigkeit und Leichtigkeit mit einer Portion Nachdenklichkeit zu kombinieren, ohne bemüht zu wirken. Seine Helden haben zwar das Reifezeugnis in der Tasche, aber die Reife noch nicht erlangt und die Kurve zum Erwachsensein bei weitem nicht gekriegt. So kehrt Felix nach einem halben Jahr in seine Heimatstadt zurück, er hat das Studium geschmissen und will nun auf der dortigen Polizeischule eine Ausbildung absolvieren. Dass ihn seine Kumpel am Bahnhof mit „Hey Bulle“ begrüßen, trübt leicht die Wiedersehensfreude. Nichts hat sich in der Provinz und bei den Buddies verändert: Schmidt (Axel Stein, der dicke Dirk aus „Schule“) stemmt gerne ein Bierchen und baggert derb, aber erfolglos Frauen an, Hausschild kifft sich zu und fingert an der Playstation herum, Sören arbeitet als Immobilienmakler und bessert seine Kasse mit dem Transfer von Ecstasy-Pillen über die holländische Grenze auf. Und da ist noch Simona, Felix‘ erste Liebe, die jetzt mit Sören zusammen lebt. Einen Draufmachen um jeden Preis lautet das Motto, aber das geht nur eine Zeitlang gut. Felix kommt in die Bredouille zwischen Freundschaft und Pflicht.

    Petry zeichnet die Schwierigkeit des Abnabelungsprozesses und wechselt dabei zwischen lauter Situationskomik und leiser Melancholie. Das Quintett versucht – jeder auf seine Weise – die Wirklichkeit auszublenden, am Alten festzuhalten. Das Schwelgen in Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit ersetzt nicht die notwendigen Pläne für die Zukunft, der Kitt gemeinsamer Erlebnisse bröckelt. Vor allem die Hauptfigur muss einsehen, dass Vollkasko-Mentalität nichts bringt und zieht die Konsequenzen. Die Suche nach dem persönlichen Lebensmodell fängt erst einmal mit dem Weggehen an. Die fröhliche Unbekümmertheit von „Schule“ ist der unterschwelligen Unsicherheit gewichen. Die Stärke des Films liegt in der unprätentiösen und nachvollziehbaren Handlung und in der Glaubwürdigkeit der Darsteller, die – bis auf das Overacting von „Drogenkurier“ Tim Sander – zurückhaltend agieren. Der Regisseur trifft das Lebensgefühl junger Leute, zeichnet eine Generation zerrissen von inneren Konflikten und den Zwiespalt zwischen der Sehnsucht nach Bequemlichkeit und der Lust auf etwas Neues. Die Typen sind so angelegt, dass sich ein Publikum um die 20 mit ihnen identifizieren kann. Beste Voraussetzung für einen Kassenerfolg. mk.

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