Die heimlichen Blicke des Mörders

  1. Ø 0
   2001
Die heimlichen Blicke des Mörders Poster

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hoppla, das ist ja fast schon angewandte Fernsehkritik: In dem Sat-1-Thriller „Die heimlichen Blicke des Mörders“ geht es um Männer, die mit wachsender Lust dabei zuschauen, wie sich so genannte Webcam-Girls vorzugsweise unbekleidet den Internet-Blicken darbieten – genau der Effekt also, auf den Sat 1 mit seinem „Girlscamp“ so schamlos spekuliert hat. Allerdings geht der kritische Aspekt ohnehin nach hinten los, denn natürlich stellt auch dieser Krimi die Damen ausgiebig zur Schau. Da sie mehrheitlich hernach gemeuchelt werden – gleichfalls live, versteht sich -, wird so manchen Eltern die Spucke wegbleiben angesichts der Bilder, mit denen Kinder zur familienfreundlichen Uhrzeit noch konfrontiert werden.

    Dabei hätte der Krimi von Michael Keusch (Regie) und Christos Yiannopoulos (Buch) diese Effekthascherei überhaupt nicht nötig, denn die Story funktioniert auch so: Ein Internet-Voyeur mit dem „Künstlernamen“ Casanova ermordet mehrere Webcam-Girls, empfindet aber tiefe Verehrung für Cora (Wiebke Bachmann); die tummelt sich zwar gleichfalls im Netz, zeigt sich aber nicht nackt, sondern plaudert bloß. Auch Polizist Arne (Marcus Mittermeier) fühlt sich zu Cora hingezogen, denn seine Freundin (Doreen Jacobi) hat ihm gerade die Beförderung weggeschnappt und flirtet mit dem Chef. Casanova aber duldet keine Verehrer neben sich. Er entführt Cora und kündigt an, sie live im Internet zu ermorden, sobald der 30.000. User seine Seite aufgerufen hat.

    Sofern die Darsteller nicht mit den mitunter lebensfern wirkenden Dialogen zu kämpfen haben, sind sie ausnahmslos überzeugend; vor allem Mittermeier/Jacobi bilden ein interessantes Team, das man durchaus gern öfter beobachten würde. Ohnehin lebt der Film vor allem von der Verschachtelung seiner beiden Ebenen: hier der Krimi, dort die nicht ganz einfache Beziehung zwischen dem Ermittler-Paar. Darin liegt ein ungleich größerer Reiz als in der unnötig aufdringlichen Peepshow-Ebene. tpg.

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