1. Kino.de
  2. Filme
  3. Die grüne Wolke

Die grüne Wolke

Kinostart: 12.07.2001
zum Trailer

Filmhandlung und Hintergrund

Phantasieanregender Kinderfilm über eine Gruppe von Schülern, die als letzte Überlebende auf der Erde phantastische Abenteuer erleben.

Lehrer Birnenstiel erzählt seiner Klasse eine abenteuerliche Geschichte: Eine grüne Wolke schwebt über die Erde und lässt die Menschen versteinern - alle bis auf Birnenstiel und seine Schüler, die geschützt im Kürbis-Shuttle eines Milliardärs sitzen. Bald erleben sie bizarre Abenteuer und treffen auf eine tiefgefrorene Schönheitskönigin, genmanipulierte Renntomaten und andere merkwürdige Gestalten.

Für seine fantasievollen und abwechslungsreichen Geschichten wird Lehrer Birnenstiel von den Schülern der Internatsklasse 5 A geliebt. Und nun wollen sie auch einmal selbst im Mittelpunkt einer Geschichte stehen. So starten sie in einem Kürbis-Raumschiff in den Orbit, als plötzlich eine grüne Wolke die Erde verhüllt und alles versteinert. Die Kinder schwören ewigen Zusammenhalt, der bei ihrer Rückkehr sogleich auf die Probe gestellt wird. Schurken, Katastrophen und brüchiger werdende Solidarität verlangen den jungen Helden einiges ab.

Bilderstrecke starten(16 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Die grüne Wolke

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Die grüne Wolke: Phantasieanregender Kinderfilm über eine Gruppe von Schülern, die als letzte Überlebende auf der Erde phantastische Abenteuer erleben.

    Es ist viel los in diesem fantastischen Abenteuerfilm nach dem Roman „The Last Man Alive“ von A.A. Neill, dem Pädagogen aus Schottland und Gründer der legendären Summerhill-Schule. Der engagierten Münchner Denkmal Filmproduktion von Claus Strigel (Regisseur und Drehbuch-Koautor) und Bertram Verhaag ist spannendes, zeitgemäßes Kino für Kinder und Jugendliche gelungen mit spielerischen Anregungen zum Mitdenken. Für die pfiffigen Tricks und Spezialeffekte zeichnet DAS WERK verantwortlich, so dass auch Computer-Kids ihre helle Freude haben dürften.

    „Wir halten zusammen wie Pech und Schwefel - wer diesen Schwur bricht, den soll der Blitz beim Scheißen treffen!“ Die Kinder nehmen kein Blatt von den Mund, wenn es ihnen um eine wichtige Sache geht. Claus Strigels Film ziert sich gar nicht und hält die Balance zwischen phantasievoller Vorstellungskraft, Märchenwelt und realistischem Verhalten beeindruckend sicher. Die Schülerinnen und Schüler der Internatsklasse 5 A lieben die Geschichten, die ihnen ihr Lehrer Birnenstil (Jan Gerd Buss) erzählt, ob sie im Western- oder Kung-Fu-Milieu spielen. Allerdings wollen sie auch mal eine Story hören, in der sie selbst im Mittelpunkt stehen. Kaum gesagt, schon getan. In dem originellen Raumschiff-Kürbis eines US-Multimillionärs (Heinz-Werner Kraehkamp) starten sie ins All, als kurz darauf eine mysteriöse grüne Wolke den ansonsten blauen Planeten sekundenlang verhüllt. Danach ist nichts mehr wie vorher, und die Kinder tun ihren Zusammenhalt-Schwur, nachdem sie bei der Rückkehr auf die Erde alles und alle Menschen versteinert vorfinden. Die Situation, auf sich selbst und den eigenen persönlichen Einsatz in der Gemeinschaft angewiesen zu sein, setzt Aktivitäten, Ideenreichtum, Solidarität, aber auch schon bald Sympathien und Antipathien, Freund- und Feindschaft frei. Mit Sensibilität und komplizenhaftem Verständnis für die Kinder zeigt Strigel, wie die anfangs intakte Welt der Kinder mit der Zeit brüchig zu werden beginnt und mehr und mehr außer Kontrolle gerät - ganz wie im wirklichen Leben. Da tauchen ganz und gar nicht versteinerte Gangster auf, treibt ein Kinderhasser sein Unwesen, drehen Soldaten durch, steht ein Atomkraftwerk kurz vor der Kernschmelze. Die Erzählung des Lehrers, in der die Kinder ja im Mittelpunkt stehen wollten, droht aus den Fugen zu geraten und finster zu enden. Die Wendung, dass die Kinder noch rechtzeitig ihrem Erzähler einfach tatkräftig die Handlungsfäden aus der Hand nehmen und eingreifen, ist eine der schönsten Motivationen für ein Kino-Happy-End. Und jeden, dem das nicht gefällt, sollte der Blitz nicht nur beim Scheißen treffen. fh.

Kommentare